Beim Reis gibt es eigentlich eine „Gelingt immer-Garantie“. Denn ob schleimig, bissfest oder knusprig – für jeden Zustand gibt es auf der Welt irgendwo ein Gericht. Gilt in Deutschland Reis, der zu lange gekocht wurde und zerfallen ist, vielleicht nicht als das Gelbe vom Ei, wird in China daraus Congee, ein Reisbrei, hergestellt. Man sollte sich also vorher überlegen, welches Ergebnis man erzielen möchte und den Reis dann für diesen Zweck zubereiten. Aber obwohl man selbst aus zu lange gekochtem Reis noch etwas Leckeres zaubern kann, gibt es doch ein paar Fehler, die sich beim Reis-Kochen so in den Alltag einschleichen. Um noch bessere Geschmackserlebnisse erzielen zu können, sollte man diese vermeiden.

1. Reis nicht waschen

Viel Köche denken sich „Ach, das mit dem Waschen spare ich mir“. Diesen Fehler sollte man nicht machen und den Reis vor dem Kochen immer gut waschen. Durch das Waschen entfernt man überschüssige Stärke und eventuelle Verunreinigungen. Wäscht man diese Stärke nicht ab, verklebt der Reis und wird eher zu einer Pampe als zu lockeren Körnern. Besonders wichtig ist dieser Arbeitsschritt für die Verarbeitung von Langkornreis. Wer ein besonders gutes Ergebnis erzielen will, der weicht den Reis vor dem Kochen auch noch ein. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel: Paella, Risotto und Milchreis muss man nicht waschen und nicht einweichen, denn sie sollen ja aneinander kleben.

2. Zu viel Wasser nehmen

Um einen lockeren Reis hinzubekommen, sollte man immer auf das richtige Reis-Wasser-Verhältnis achten. Bei geschälten Reissorten, wie Basmati und Jasmin, gilt die Faustregel 1 zu 1,5. Bei Vollkornreis braucht man mehr Wasser. Um ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen, sollte man sich an die Anleitung auf der Verpackung halten. Kocht man den Reis nämlich mit zu viel Wasser, verliert er an Geschmack und wird matschig.

3. Zu wenig Wasser nehmen

Koch man den Reis mit zu wenig Wasser, besteht die Gefahr, dass er anbrennt. Außerdem kann der Reis dann nicht genug Wasser aufnehmen und die Körner sind in der Mitte noch hart, während sie außen schon gar sind.

4. Den falschen Reis verwenden

Einige Gerichte, wie zum Beispiel Paella und Risotto, sollte man auch mit den richtigen Reissorten zubereiten. Kocht man zum Beispiel ein Risotto mit Basmati Reis, dann wird man nicht so ein schönes, cremiges Ergebnis erzielen können, denn Langkornreis hat nicht die selben Klebeeigenschaften.

5. Die falsche Menge Reis zubereiten

Kocht man zu viel Reis, ist das nicht tragisch. Den Reis kann man sehr gut im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag zum Beispiel eine Reispfanne oder einen Bratreis zubereiten. Hat man allerdings zu wenig Reis gekocht, ist es ärgerlich. Deshalb gilt die folgende Faustregel: Ist Reis die Beilage, sollte man rund 60 Gramm trockenen Reis pro Person rechnen. Ist Reis der Mittelpunkt des Gerichts, dann nimmt man zwischen 100 und 120 Gramm getrockneten reis pro Person.