Sushi selber machen

Sushi selber machen Schritt für Schritt
Sushi zubereiten

In diesem Artikel

Was ist Sushi?

Sushi ist ein japanisches Traditionsgericht aus gesäuertem Reis, der mit getrocknetem oder geröstetem Seetang, dem sogenannten Nori, umwickelt ist und in den verschiedene Zutaten wie roher oder geräucherter Fisch, Meeresfrüchte, Gemüsestifte, Tofu oder Ei eingerollt werden. Neben den bekannten California Rolls und gibt es viele weitere Rezeptvariationen mit Sushireis, die sich auf einfache Weise selbst herstellen lassen und mundgerecht serviert ein geschmackliches Highlight darstellen. Reishunger stellt die beliebtesten Sushivarianten vor und gibt Tipps wie die Zubereitung von Sushi zuhause gelingt.

Maki Sushi selber machen Mit Lachs, Avocado und Gurke

Maki selber machen

Zutaten für 2 Portionen

300g Sushi Reis Koshihikari aus USA, Kalifornien
10 Maki Algenblätter
1 Avocado
1/2 Gurke
150g Sushi Lachs
Wasabi
Ingwer
Sojasauce
1 EL Zucker
2 EL Reisessig
1 TL Salz

Zeit Zubereitung 60 min

Schwierigkeit Einfach

Nährwerte pro Portion

345,0 kcal Brennwert
0,9 g Fett
78,0 g Kohlenhydrate
0,9 g Eiweiß

Ich habe zum ersten Mal die Sushi Box ausprobiert und war begeistert, wie einfach man gute Sushi hinbekommt! Ich habe mich für ganz wenig Zutaten entschieden und besonders die Würze durch Wasabai und eingelegten Ingwer geschätzt.

Schritt 1

  1. Den Sushi Reis sehr gut waschen.
  2. Den Vorgang mindestens zwei Mal wiederholen.
  3. In einer Hangiri oder einer Holzschüssel den gekochten Reis auskühlen lassen.
Maki selber machen
Maki selber machen
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Schritt 2

  1. Reisessig, Salz und Zucker zu einer Marinade vermengen und unter den Reis rühren.
  2. Avocado in feine Steifen schneiden.
  3. Gurke entkernen und ebenfalls in dünne Streifen schneiden.
Maki selber machen
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Schritt 3

  1. Den Lachs ebenfalls in sehr dünne Streifen shcneiden.
  2. Das Maki Algenblatt halbieren und ganz unten auf die Bambusmatte legen. Den Reis zunächst zu einem Bällchen formen. Klebt er zu sehr, die Hände leicht anfeuchten. Auf dem Nori Blatt verteilen. Er sollte hächstens 0,5cm hoch sein.
Maki selber machen
Maki selber machen

Schritt 4

  1. Dann gewünschte Zutate auf den Reis legen.
  2. Mit der Bambusmatte das Algenblatt aufrollen. Dabei immer mal wieder fest zudrücken, damit später nichts herasufällt.
  3. Die fertige Sushi Rolle zunächst in der Mitte durchschneiden und dann in mundgerechte Stücke teilen.
Maki selber machen
Maki selber machen

Schritt 5

  1. Die fertigen Sushis zusammen mit Soja Sauce, dem Ingwer und Wasabi servieren.
  2. Am besten stilecht mit Stäbchen essen.
Maki selber machen

Zubereitung von Sushireis im Kochtopf

  1. 2.5 Portionen Sushi Reis
    2.5 Portionen 1/2 Tasse Sushi Reis
  2. 5 Portionen Sushi Reis
    5 Portionen 1 Tasse Sushi Reis
  3. 7.5 Portionen Sushi Reis
    7.5 Portionen 1½ Tassen Sushi Reis
  4. 10 Portionen Sushi Reis
    10 Portionen 2 Tassen Sushi Reis
  5. 12.5 Portionen Sushi Reis
    12.5 Portionen 2½ Tassen Sushi Reis
  1. 1 Tasse Reis (249g) in einen Kochtopf geben.
  2. Reis dreimal durchwaschen
  3. Die 1.5-fache Menge wasser dazugeben, also Teetassen (375ml).
  4. Reis 10 Minuten einweichen lassen.
  5. Herd auf die höchste Hitzestufe stelle und Reis aufkochen lassen.
  6. Sobald das Wasser kocht, den Herd au die mittlere Hitzestufe stellen und den Reis ca. 20 Min bei geschlossenem Deckel köcheln lassen bis das Wasser verdampft ist.

  7. 5 Minuten ruhen lassen.
  8. 2 EL Reisessig mit 1 EL Zucker und 1 TL Salz verrühren.
  9. Reis in eine Schüssel (am besten Hangiri) geben und Reisessigmischung durchziehen.

Sushi Rezepte

Zu den bekanntesten Sushi-Kreationen zählen die mit Reis ummantelten California Rolls sowie das von Nori-Blättern umhüllte Maki-Sushi, die mit einer Bambusmatte in Form gerollt und anschließend in kleine Portionshäppchen geschnitten werden. Das ebenfalls beliebte Nigiri-Sushi wird als kleiner Reisballen mit frischen Zutaten belegt und ist sogleich verzehrfähig.

Onigiri

Onigiri
12 Portionen
45 Min
Rezept ansehen

Urumaki

Urumaki
4 Portionen
40 Min
Rezept ansehen

California Rolls

California Rolls
4 Portionen
45 Min
Rezept ansehen

Nigiri

Nigiri
2 Portionen
20 Min
Rezept ansehen

Zutaten & Werkzeuge

Je nach Geschmack und Laune gibt es verschiedene Zutaten für Sushi und auch diverses Zubehör.

Zutaten

Reis - Reis der Sorte Koshihikari eignet sich perfekt für die Herstellung sämtlicher Sushigerichte. Dank süßlichem Eigenaroma und optimalem Stärkegehalt ist der fein zusammenklebende Rundkornreis ideal für die Sushizubereitung.

Sojasauce - Eine hochwertige Sojasauce erweist sich für die gelungene Zubereitung von original japanischem Sushi als unverzichtbar und trägt mit ihrem würzigen Aroma zum gewünschten Geschmackserlebnis des Sushi bei.

Wasabi - Die original japanische Würzpaste wird aus scharfem Meerrettich gewonnen und ist mit echtem Wasabi verfeinert. Als typischer Dip zum Sushi gereicht, verfeinert der grüne Wasabi jedes Sushigericht.

Nori-Algenblätter - Natürliche Nori-Algenblätter werden für die Herstellung von japanischem Maki-Sushi verwandt und zeichnen sich durch ihre dicht gepresste Festigkeit aus, die einem Durchweichen der Reismasse samt Füllung entgegenwirkt.

Ingwer, eingelegt - Eingelegter Gari-Ingwer wird traditionell zwischen den einzelnen Sushi-Gängen verzehrt, wirkt bekömmlich und sorgt für eine Neutralisierung des Geschmackssinns, sodass die verschiedenen Sushi-Aromen optimal zur Geltung kommen.

Thunfisch - Rotfleischiger Thunfisch, japanisch "Tekka" genannt, gilt als besonders fettarm und wird roh oder geräuchert zur Herstellung von gerolltem Maki-Sushi sowie als Belag von Nigiri- und Maguro-Sushi verwendet.

Lachs - Als gehaltvoller Fisch ist Lachs reich an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und wird als Alaska-Seelachs samt Rogen sowohl roh als auch geräuchert in California Rolls, Ura-Maki oder Nigiri-Sushi verarbeitet.

Gemüse für die Füllung - Gemüsesorten wie Avocado, Karotte, Salatgurke oder Kürbis werden als Einzelzutat oder Beigabe zu Fisch und Meeresfrüchten für die Füllung von Sushi-Varianten wie Inside-Out Roll oder Maki-Sushi verwendet.

Produktbild von Sushi Box
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Zubehör

Einsteiger Hangiri Holzschüssel aus hochwertigem Kiefernholz - Für den perfekten Geschmack und Glanz wird der zuvor gegarte Koshihikari in eine Hangiri Holzschüssel zum Auskühlen gegeben und zur anschließenden Veredelung mit Gewürzen und Reisessig vermengt.

Easy Sushi Maker - Dank des Easy Sushi Maker gelingen perfekt geformte Sushi-Rollen nun auch Einsteigern. In knapp einer Minute lassen sich so bis zu acht Röllchen schnell und einfach zubereiten.

Nigiri Sushi Maker aus Kunststoff - Als praktischer Helfer für Einsteiger und Profis formt der Nigiri Sushi Maker aus Kunststoff den Sushi-Reis auf schnelle und unkomplizierte Weise für perfekt geformte Nigiri-Sushi mit Gelinggarantie.

Rollmatte mit Löffel - Die Rollmatte aus widerstandsfähigem Bambus empfiehlt sich für die traditionelle Zubereitung gerollter Maki-Sushi. Inklusive eines praktischen Portionierlöffels gelingen die Sushi-Rollen sowohl Einsteigern als auch Profis im Handumdrehen.

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Der Sushi Knigge

Damit Sushi auch zu Hause perfekt gelingt, gilt es einige Tipps zu beachten. Neben den oben aufgeführten Zutaten und Hilfsmitteln kommt es bei der Herstellung des Sushi auf Genauigkeit und Sorgfalt an. Das Hauptaugenmerk liegt zunächst auf der korrekten Zubereitung des Reises.

Den Koshihikari für etwa dreißig Minuten in kaltem Wasser einweichen und gründlich abspülen. Anschließend nach Packungsanweisung in einem elektrischen Reiskocher mit wenig Wasser garen oder auf dem Herd mit geschlossenem Deckel und bei mittlerer Hitze quellen lassen. Den fertigen Reis anschließend in eine Hangiri-Schüssel füllen, mit etwas Reisessig, Salz und Zucker abschmecken und mit einem Holzlöffel vermengen, bis der Reis abgekühlt ist. Bis zur Weiterverarbeitung mit einem feuchten Tuch abdecken.

Sushi mit Händen oder Stäbchen

Nur mit Finger oder Stäbchen essen.
Niemals mit Besteck.

Nur Temaki abbeißen

Nur Temaki abbeißen.
Alle anderen Sushis in einem Bissen essen.

Wasabi nicht in die Sojasoße

Wasabi gehört nur auf das Sushi.
Nie in die Sojasauce.

Nie Reis in Sojasauce tunken

Nur den Belag in die Sojasauce tunken.
Nie in den Reis.

Und natürlich die Essstäbchen richtig führen

Illustration wie man Stäbchen hält - Schritt 1
Illustration wie man Stäbchen hält - Schritt 2
Illustration wie man Stäbchen hält - Schritt 3

Techniken und Tipps für das perfekte Sushi zum Selbermachen

Damit die Sushizubereitung zu Hause gelingt, gilt es einige Tipps zu beachten. Zunächst alle benötigten Utensilien wie einen Kochtopf mit Sieb oder einen Reiskocher, eine mit Frischhaltefolie bedeckte Bambusmatte, eine Hangiri-Schüssel samt Holzlöffel sowie ein scharfes Messer und eine Schüssel mit kaltem Wasser bereitstellen.

Nun den speziellen Sushi-Reis zubereiten. Den Koshihikari hierzu für dreißig Minuten in kaltem Wasser einweichen und gründlich abspülen. Anschließend nach Packungsanweisung in einem elektrischen Reiskocher mit wenig Wasser garen oder auf dem Herd mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze quellen lassen und abgießen.

Den fertigen Reis in eine Hangiri-Schüssel füllen, mit etwas Reisessig, Salz und Zucker abschmecken und mit einem Holzlöffel vermengen. Bis zur Weiterverarbeitung mit einem feuchten Tuch abdecken. Nun alle gewünschten Zutaten wie Fisch, Surimi und Gemüse in längliche Streifen schneiden.

Die Bambusmatte mit Frischhaltefolie bedecken, damit sie sich später leichter reinigen lässt. Ein halbiertes Nori-Blatt mit der glänzenden Seite nach unten auf die Frischhaltefolie legen. Etwa 75 Gramm abgekühlten Reis auf der Nori-Alge verteilen, eine dünne Schicht Wasabi aufstreichen und die Zutaten längsseitig auflegen.

Nun das Nori-Blatt mitsamt Bambus-Matte vom Körper weg einrollen und die Rolle dabei durchgängig mit der Matte festziehen. Die fertige Sushi-Rolle mit der Naht nach unten auf ein Brett legen und mithilfe des scharfen Messers in sechs mundgerechte Stücke schneiden. Das Messer nach jedem Schnitt in kaltes Wasser tauchen, um die Klinge vom Klebreis zu reinigen. Zu guter Letzt den Tisch mit bunten Orchideen, Bananenblättern, japanischen Fächern und Essstäbchen dekorieren, das Sushi auf einem Holzbrett oder großen Teller anrichten und zu japanischen Klängen mit Wasabi, Ingwer und Sojasauce servieren. Guten Appetit!

Sushi Fakten

Wissenswertes zur japanischen Spezialität

Entgegen der weitverbreiteten Annahme ist Sushi kein ursprünglich japanisches Gericht. Für die Entstehung der Sushikultur ist vielmehr eine Konservierungsmethode für Süßwasserfisch der Ursprung, wie sie einst im Mekongdelta praktiziert wurde.

Zu damaliger Zeit legten die dortigen Bewohner den ausgenommenen und gesäuberten Fisch in Gefäße mit gekochtem Reis ein, in denen eine Fermentierung stattfand. Diese Zersetzung hatte zur Folge, dass zwar der Reis ungenießbar wurde, der konservierte Fisch jedoch bis zu einem Jahr haltbar war und ohne Probleme verzehrt werden konnte. Der Erfolg dieser Methode zur Haltbarmachung breitete sich schließlich vom Mekong bis nach Japan aus, woraus sich die heutige Zubereitungsart des Sushi entwickelte.

Die Kunst der Sushizubereitung

Die Kunst der Sushizubereitung unterliegt in Japan einer langen Tradition. Erstmalig im Jahr 718 urkundlich erwähnt, entwickelte sich die Zubereitungsart jedoch stetig weiter. Wurden bis ins 9. Jahrhundert einzig in Reis fermentierte Süßwasserfische verspeist, wandelte sich die Entstehung schon bald unter der Herstellung des traditionellen Gerichtes Funazushi. Bei dieser Spezialität gewann der Fisch im Laufe der Zeit immer weiter an Frische, bis schließlich auch der verwendete Reis essbar war.

Aus dem Altjapanischen übersetzt, bedeutet Sushi so viel wie "sauer", was den typisch säuerlichen Geschmack des damaligen Gerichts unterstreicht. In Tokio entstand ab dem 18. Jahrhundert das heute unter der Bezeichnung bekannte Nigiri-Sushi. Da zu dieser Zeit immer mehr Menschen finanziell in der Lage waren in den Genuss des teuren Meeresfischs zu kommen, boten die japanischen Fischer die mit Reis unterlegten Fischspezialitäten direkt am Hafen zum Verkauf an.

Wie das Sushi nach Europa kam

In Europa erlangte Sushi während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Popularität. Demnach eröffnete die erste Sushi-Bar in Los Angeles im Jahr 1966 die Pforten für seine Fisch liebenden Gäste. Die Beschaffung von geeignetem Fisch für die frische Sushi-Zubereitung stellte den ausgebildeten Sushi-Koch Noritoshi Kanai vor eine logistische Herausforderung. So ließ Kanai das Meeresgetier vornehmlich aus Tokio einfliegen, was in den sechziger Jahren aufgrund der hohen Frachtkosten ein Novum war.

Seit jeher ein Außer-Haus-Essen wird Sushi auch heute in erster Linie im Restaurant gegessen. In Japan werden hierbei zwei unterschiedliche Restaurant-Arten unterschieden: das Sushi-ya und das Kaiten-Zushi. Während die Gäste in Ersterem an Tischen oder vor einer Theke Platz nehmen, hinter der ein Koch die Gerichte unmittelbar zubereitet, beschreibt letztere Variante ein Restaurant, bei dem das kulinarische Angebot entlang der Theke auf einem Laufband präsentiert wird, von dem sich die Gäste selbst bedienen.

So wird Sushi traditionell verzehrt

Anders als in Europa üblich, wird das Sushi in Japan traditionell nicht mit Stäbchen gegessen, sondern aus der Hand verzehrt. Für gewöhnlich setzt sich eine Sushi-Mahlzeit aus mehreren Gängen zusammen, die aus verschiedenen Sushi-Variationen bestehen. Auch wenn keine konkrete Reihenfolge vorgesehen ist, beginnt das Essen häufig mit einer Omelett-Auflage, worauf fettarmer Fisch mit weißem Fleisch, gesäuerter Fisch wie Makrele, rotfleischiger Thunfisch und fettreicher Fisch wie Lachs zum Abschluss folgen.

Zum Sushi werden Sojasauce und Wasabi gereicht, die einzeln der Würzung des Sushi dienen. Mit der leicht salzigen Sojasauce wird der Fisch entweder ein wenig beträufelt oder sachte hineingetunkt, wobei darauf zu achten ist, dass der Reis nicht benetzt wird. Dieser erhält seine geschmackliche Finesse durch das Dippen in den scharfen Wasabi, welcher aus grünem Wassermeerrettich gewonnen wird. Der eingelegte Gari-Ingwer wird zwischen den jeweiligen Gängen gegessen. Neben seiner verdauungsfördernden Wirkung, kommt der Ingwerwurzel eine ausgleichende Rolle zuteil. Sorgt der süß-scharfe Gari doch dafür, den Geschmack der einzelnen Sushi zu neutralisieren.

Das Sushi richtig würzen

Auch wenn die dunkle Sojasauce, der scharfe Wasabi und der aromatische Ingwer zu jeder Sushi-Mahlzeit dazugehören: Professionell ausgebildete Sushi-Köche verstehen sich darauf, ihren Fisch-Kreationen bereits bei der Herstellung geschmacklich den finalen Schliff zu verleihen. In gehobenen Sushi-Restaurants besteht die Aufgabe des Kochs darin, die einzelnen Sushi-Varianten bereits bei der Zubereitung so abzuschmecken, dass ein Nachwürzen durch den Gast in der Regel nicht mehr erforderlich ist.

Der Sushi-Koch verwendet hierzu eine ausgeklügelte Soßenmischung bestehend aus Sojasauce, einem japanischen Fischsud namens Dashi, einem japanischen herben Reiswein, auch Sake genannt, und einem süßlichen Reiswein mit Namen Mirin. Diese Zusammensetzung aus verschiedenen Aromen wird üblicherweise vom Koch kurzzeitig stark erhitzt und anschließend einreduziert. Nach dem Einkochen abgekühlt wird der würzige Sud dazu verwendet, den bereits auf dem Reis befindlichen Fisch mit der Mischung einzupinseln. Auch der Wasabi findet bereits bei der Fertigung durch den Koch Anwendung für das Sushi. So fügt der Sushi-Koch den einzelnen Röllchen bereits im Vorhinein die passende Menge Wasabi hinzu. So erhält ein fettreicher Fisch etwas mehr von der scharfen Paste als ein magerer Seefisch.

Sushi - Sorten

Die Variationen der einzelnen Sushi-Sorten sind so vielfältig wie die für ihre Herstellung verwendeten Zutaten. Hier ein kleiner Überblick der verschiedenen Sushi-Kreationen und ihrer Füllungen:

  • Chirashi-Sushi

    Chirashi-Sushi (ちらし寿司)

    Das Chirashi-Sushi, welches frei übersetzt "Streu-Sushi" bedeutet, unterscheidet sich in seiner Darbietung von den übrigen Sushi-Sorten. So wird das Chirashi statt in eingerollter Form samt der Zutaten aus Reis, Fisch und Gemüse offen in einer Schale serviert. Das Chirashi-Sushi wird aufgrund seiner Einfachheit gern im heimischen Bereich angeboten, wenn viele Gäste erwartet werden.

  • Inarizushi

    Inarizushi (稲荷寿司)

    Inarizushi ist aufgrund ihres Aussehens auch als Fuchs-Sushi bekannt. Angeblich soll Inarizushi auch das Lieblingsgericht von Füchsen sein. Anders wie die restlichen Sushi-Sorten wird Inarizushi frittiert und besteht aus einer Kombination aus Tofu und Reis. Auch mit Lachs und Gurke wird es gelegentlich zubereitet.

  • Maki-Sushi

    Maki-Sushi (巻き寿司)

    Maki-Sushi, auch als "Rollen-Sushi" bezeichnet, erhält seine charakteristische Optik durch das Einrollen des Sushi-Reises mit einem Nori-Blatt. Als übergeordnete Sushi-Kreation kann die Füllung einer Maki-Rolle äußerst vielseitig sein. So werden je nach persönlichem Geschmack vegetarische Zutaten wie butterige Avocado, fein zerkleinerte Karotte, japanische Salatgurke, getrockneter Hokkaidokürbis, fermentierte Sojabohnen, eingelegter Rettich oder Tofu in den Reis eingerollt. Daneben sind Füllungen bestehend aus geschnittenem Lachs, halbierten Garnelen, rohem Thunfisch und süßlichem Omelett denkbar. Verfeinert wird das Maki-Sushi je nach Sorte mit japanischer Mayonnaise oder Umeboshi, einer japanischen PflaumenpasteLachs. Doch auch Variationen namens Maguro mit Thunfisch, Ama Ebi mit Garnele oder Tamagoyaki, einem japanischen Omelett zählen zu den schmackhaften Nigiri-Sushi.

  • Futo-Maki

    Futo-Maki (太巻)

    Im Gegensatz zum dünnen Hoso-Maki weist die Futo-Rolle, übersetzt mit "dicke Rolle", einen größeren Umfang auf. Aus einem ganzen Nori-Blatt hergestellt, ist die kompakte Reisrolle mit einer Kombination aus variablen Zutaten wie Gemüse, Fisch oder Pilze gefüllt.

  • Hoso-Maki

    Hoso-Maki (細巻)

    Als Hoso-Maki, übersetzt "dünne Rolle", werden kleine Sushi-Rollen bezeichnet, die aus einem halben Nori-Blatt gefertigt sind. Mit nur einer Zutat aus Fisch oder Gemüse gefüllt, wird die Hoso-Rolle in gleich große Stücke geschnitten und verzehrfertig angerichtet.

  • Ehomaki Sushi

    Ehomaki Sushi (恵方巻)

    Ehomaki Sushi wird in Japan nur im Februar am sogenannten Setsubun-Tag gegessen. Luzifer soll damit aus dem Haus vertrieben werden und stattdessen soll Glück ins Haus kommen. Traditionell wird dieses Sushi gerollt und nach Lust und Laune mit den unterschiedlichsten Zutaten gefüllt.

  • Narezushi

    Narezushi (熟れ寿司)

    Das Narezushi wird nach altem Brauch gegart verspeist. Jedoch ist dieses Sushi selbst in Japan nur noch selten zu finden.

  • Nigiri-Sushi

    Nigiri-Sushi (握り寿司)

    Gleichermaßen beliebt wie die eben genannte California Roll ist das Nigiri-Sushi, auch "Ballen-Sushi" genannt. Für das Nigiri wird von Hand ein länglicher Reisballen mit einer Dicke von etwa drei Zentimetern geformt, welcher mit verschiedenen Belägen bestückt wird. Als möglicher Belag für das Nigiri-Sushi dienen Fischsorten wie geräucherte Makrele.

  • Gunkanmaki-Sushi

    Gunkanmaki-Sushi (軍艦巻)

    Gunkanmaki-Sushi wird wörtlich mit "Schlachtschiff-Rollen-Sushi" übersetzt und erinnert mit seiner Form tatsächlich an kleine Schiffchen, die mit allerlei Zutaten wie Lachsrogen, fermentierten Sojabohnen oder Okra-Schoten gefüllt sind. Bestehend aus einem zum Schiffchen geformten Nori-Blatt samt Reisboden, beinhalten die verschiedenen Füllungen der Gunkanmaki-Varianten neben Fischrogen und Bohnen zudem Krabbenfleisch, eine Paste vom Seeigel oder Muschelfleisch.

  • Temarizushi

    Temarizushi (手まり寿司)

    Für das Temarizushi werden aus Noriblättern sehr winzige tütenähnliche Behältnisse ohne zusätzliches Werkzeug von Hand geformt. Diese werden anschließend mit Reis und leckerem Fisch oder Gemüse gefüllt.

  • Oshi-Sushi

    Oshi-Sushi (押し寿司)

    Als Oshi-Sushi oder "Press-Sushi" wird ein Gericht bezeichnet, bei dem der Reis mitsamt der übrigen Zutaten wie mariniertem Fisch und Sesamblättern, lagenweise in eine hölzerne Form gegeben und mit schweren Gewichten so lange gepresst werden, bis eine kompakte Quadratform entstanden ist, die schließlich in kleine Stücke geschnitten wird.

  • Ura-Maki

    Ura-Maki (裏巻)

    Ura-Maki bedeutet übersetzt "von innen gerollt" und kommt in seiner Erscheinung der California Roll gleich. Namensgebend hierfür ist die Tatsache, dass das innen liegende Nori-Blatt mit einer Schicht Reis umhüllt ist und eine zusätzliche Ummantelung mit kleinen Fischeiern, Schnittlauch oder Sesamsamen aufweist.

  • Sashimi

    Sashimi (刺身)

    Kein Noriblatt, kein Reis und auch kein Gemüse - Sashimi wird nur aus bestem, hauchdünn geschnittenen Fischfilet hergestellt. Sashimi wird auch nicht gewürzt - der Fokus liegt voll um Ganz auf dem puren Genuss des Fisches. Dabei wird der Fisch sehr liebevoll und aufwendig angerichtet.

    Besonders viel Aufmerksamkeit wird hierbei unter Liebhabern dem Kugelfisch gewidmet. Aus ihm wird Fugo-Sashimi zubereitet. Eine extrem teure Sushi-Spezialität, denn nicht jeder Koch darf Fugo-Sashimi zubereiten. Das Innenleben des Kugelfisches ist extrem giftig. Sushi-Köche müssen daher erstmal eine separate Ausbildung für die Zubereitung von Fugo-Sashimi absolvieren.