Denken wir an Reis, so haben wir meistens schon das fertig gegarte Reiskorn vor Augen, das herrlich duftend auf dem Teller liegt und darauf wartet, endlich verspeist zu werden. Aber woher genau kommt der Reis eigentlich? Und wie wird er angebaut? Welche kulturelle Bedeutung hat Reis in verschiedenen Ländern? Und welche Produkte werden eigentlich noch aus den kleinen Körnern hergestellt? Antworten auf diese Fragen haben wir recherchiert und zusammengefasst. Im Reiswissen sind Antworten auf viele andere Fragen und Informationen rund um das Thema Reis zu finden.

Reisanbau und Geschichte

Die Geschichte vom Reis ist schon sehr alt. In unterschiedlichen Ländern werden verschiedene Anbaumethoden angewendet, die Pflanze variiert je nach Standort in ihrer Beschaffenheit und in vielen Ländern hat Reis auch eine große kulturelle Bedeutung.

Der Ursprung vom Reis

Während der Reis in Europa und Amerika eine vergleichsweise junge Tradition hat, wird er in Afrika und Asien schon seit Jahrtausenden kultiviert. Der Beginn der Reiskultivierung liegt mehrere tausend Jahre zurück: Seinen Ursprung hat er irgendwo zwischen Südchina und dem östlichen Teil des alten Indiens, zwischen Assam und Burma. Ausgrabungen von Reiskörnern und Spelzen im Yangtze-Delta im Süden Chinas gehen auf das Jahr 5000 vor Christus zurück. Funde in Thailand stammen etwa von 3500 vor Christus. In Indien hat man bislang die heutige Kulturform des Reises erst ab 1500 vor Christus nachweisen können. Noch heute liegen die größten Reisanbaugebiete der Welt in Asien: Vor allem sind Indien, China und Thailand für den Export der kleinen Körner verantwortlich. Die Verbreitung vom Reis in die restliche Welt fand über Ägypten statt und bereits um 400 vor Christus wurde Reis auch im Iran und Irak angebaut. Seit dem 10. Jahrhundert wird Reis auch in Spanien kultiviert, ab dem 15. Jahrhundert in der Po-Ebene im italienischen Piemont und ab dem 17. Jahrhundert auch in den USA. Bis heute ist Italien der größte Reisproduzent Europas. Überwiegend wird dort der für ein perfektes Risotto notwendige Risotto Reis angebaut, aber auch andere Sorten werden dort kultiviert. Auch in Frankreich, in der Camargue, wird Reis angebaut. Von dort kommt beispielsweise Roter Reis. Heutzutage gehört Reis zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Welt und jährlich werden weltweit mehr als 600 Millionen Tonnen Reis geerntet – Tendenz steigend.

Beschaffenheit der Reispflanze

Die Reispflanze gehört zu den einjährigen Gräserarten und muss deshalb nach jeder Saison neu angepflanzt werden. Ursprünglich wurde sie auf trockenem Boden angebaut und hat sich erst durch Züchtungen zu einer Sumpfpflanze entwickelt.

Heutzutage wird 80 Prozent des Reises als sogenannter Nassreis angebaut. Unter perfekten Bedingungen in einem heißen, feucht-tropischen Klima sind drei ernten pro Jahr möglich. Die Kulturreispflanze wird zwischen 50 und 160 Zentimeter hoch. Jede Pflanze trägt eine schmale, überhängende Rispe. Bis zu 3000 Körner Reis können von einer Rispe abgeerntet werden. Das Reiskorn besteht aus einem Keimling, dem Mehlkörper, einem sogenannten Silberhäutchen und der Deckspelze. Diese wird bei der Verarbeitung vom Reis als erste entfernt. Sorten, die ihr Silberhäutchen noch haben, sind besonders reich an Mineralien und Nährstoffen. Das ist zum Beispiel beim Vollkorn Basmati oder beim Natur Reis der Fall. Wird dieses ebenfalls entfernt und der Reis dann noch poliert, ist das kleine weiße Korn das Ergebnis dieses Prozesses.

Reisanbau

Die Anbaumethoden könnten vielfältiger nicht sein: Während in Teilen Asiens der Reis noch von Hand angepflanzt und geerntet wird, ist sowohl die Aussaat als auch die Ernte in den USA mittlerweile industrialisiert. Am gängigsten ist die Methode des Nassreisanbaus. Pro Kilogramm Reis werden beim Nassreisanbau zwischen 3000 und 5000 Liter fließendes Wasser benötigt. Zunächst werden die Felder mit Hilfe eines Pflugs, meistens von einem Wasserbüffel gezogen, für die Aussaat vorbereitet. Die vorgezogenen Sämlinge werden dann in die Felder gepflanzt, die durch Regen oder Flusswasser geflutet worden sind. Durch das viele Wasser können Unkraut und Schädlinge ferngehalten werden. Der Reis hat keine Probleme mit dem vielen Wasser, weil er über die Jahre hinweg ein Belüftungsssystem für seine Wurzeln entwickelt hat. Kurz vor der Ernte lassen die Bauern das Wasser ablaufen. Nach dem Ernten und Dreschen der Reispflanze wird der Reis getrocknet und gereinigt.

Dann wird der Reis poliert und neben Natur Reis und Vollkorn Reis entsteht dadurch auch der klassische weiße Reis. Der Nassreisanbau ist zwar sehr arbeitsintensiv, ermöglicht aber auch große Erträge. Eine Form des Nassreisanbaus ist der Terrassenanbau, der vor allem in Indonesien und auf den Philippinen zu bewundern ist. Der Terrassenanbau von Reis ist sehr Platz sparend und ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie langfristige Lebensmittelproduktion möglich ist, ohne dabei die Natur zu schädigen. Nassreis ist die einzige Kulturpflanze, die Jahrtausende lang in Monokultur angebaut werden kann. Die berühmten und über 2000 Jahre alten Reisterrassen von Banaue auf den Philippinen sind nicht nur nützlich, sondern auch wunderschön. Von der UNESCO wurden sie zum Weltkulturerbe ernannt. Trockenreis wird vor allem in Regionen mit wenig Niederschlag oder im Gebirge angebaut. Diese Art, Reis anzubauen, ist sehr aufwendig, denn die Schädlinge werden nicht durch das Wasser ferngehalten, sondern die Pflanzen müssen regelmäßig auf Schädlingsbefall und Unkraut untersucht werden. Da in den kommenden Jahren die Weltbevölkerung deutlich zunehmen wird, wird immer weniger Platz für Ackerbau vorhanden sein. Bei steigender Anzahl der Erdbevölkerung steigt parallel allerdings auch der Bedarf an Nahrungsmitteln, vor allem auch an Reis. Deshalb forschen Wissenschaftler schon seit einigen Jahren im Bereich des Vertical Farming. Sie suchen nach Lösungen, Reis und andere Lebensmittel in Hochhäusern in den Metropolen dieser Welt anzubauen. So könnten auch Transportwege eingespart werden.

Reiskultur global

In zahlreichen Ländern hat der Reis auch eine zentrale kulturelle Bedeutung. In Indien beispielsweise isst ein Säugling im Rahmen einer festlichen Zeremonie zum ersten Mal im Alter von sechs Monaten gekochten Reis. Dieses Ritual symbolisiert den Eintritt in die Welt der Erwachsenen. In Indien steht Reis außerdem für Fruchtbarkeit, Wachstum und Reinheit. Auch als Opfergabe im Tempel wird Reis in Indien verwendet. In mehreren asiatischen sprachen bedeutet das Wort „Reis“ gleichzeitig auch „Essen“ oder „Mahlzeit“. Chinesen und Japaner bezeichnen ihre Mahlzeiten gar als Morgen-, Mittag- und Abend-Reis. In Thailand und Bangladesch ist es üblich, jemand mit den Worten „Haben Sie heute schon Reis gegessen?“ zu begrüßen. In Korea gibt es eine spezielle Zeremonie, bei der vor einem Kind ein Tisch mit verschiedenen Objekten aufgebaut wird, unter ihnen befindet sich eine Schüssel reis. Das Kind darf einen Gegenstand wählen: Nimmt es den Reis, so ist es ein Symbol für Reichtum im Erwachsenenalter. In einigen Regionen Asiens wird Reis bis heute als Währung eingesetzt, zum Beispiel um die Miete zu bezahlen. Auch in Deutschland gibt es ein berühmtes Ritual mit Reis: Nach der Trauung wird das Brautpaar mit Reiskörnern beworfen. Genau wie in Asien steht der Reis auch in Deutschland für eine glückliche und kinderreiche Zukunft. Auf dem afrikanischen Kontinent hat sich über 3500 Jahre lang der „Oryza Glabberima“ unabhängig vom asiatischen Reis entwickelt, seit 500 Jahren etwa wird aber auch der asiatische Reis in Afrika kultiviert. Reis ist eine wichtige Zutat in den unterschiedlichen Küchen des afrikanischen Kontinents und bildet die Basis zahlreicher Gerichte.

Reissorten

Grundsätzlich werden drei Sorten von Reis unterschieden: Langkorn-, Mittel- und Rundkornreis. Von denen gibt es jeweils eine große Vielzahl von Varietäten. Weltweit gibt es mehr als 100.000 verschiedene Reissorten, die für verschiedene Reis Rezepte verwendet werden.

Reissorten

Langkornreis zeichnet sich, wie der Name schon sagt, ganz besonders durch sein langes Korn aus. Die einzelnen Körner sind zwischen 6 und 8 Millimeter lang und recht schmal. Langkornreis ist sehr hart. Polierte Formen, wie Jasmin Reis oder Basmati, sind zudem an einigen Stellen sogar fast glasig. Ist der Langkornreis fertig, sollte er locker sein, nicht verkleben und dabei schön körnig sein. Rundkornreis ist eher klein und dick. Die Körner sind rundlich und nur rund 5 Millimeter lang. Beim Kochen geben Rundkornreissorten viel Stärke ab, kleben aneinander und bekommen einen weichen Kern, ohne ihren Biss zu verlieren. Berühmte Rundkornreissorten sind Paella Reis und Risotto Reis. Mittelkornreis ist zwischen 5 und 6 Millimeter lang und die Körner sind nach dem Kochen weich. Man erhält einen leicht klebrigen Reis. Mittelkornsorten sind unter anderem Mochi Reis und Schwarzer Reis.

Basmati Reis

Basmati Reis ist vielleicht die berühmteste aller Reissorten. Dieser Langkornreis wird hauptsächlich in Indien und Pakistan am Fuße des Himalayas angebaut. Er hat einen leicht erdigen Eigengeschmack. Nach dem Kochen bleiben die Körner locker und verkleben nicht. Besonders guter Basmati erfüllt sogar die Richtlinien des „Code of Practice on Basmati“. Dieser Besagt, dass die Körner mindestens 6,5 Millimeter lang sind und höchstens 7 Prozent Fremdreis enthalten sind. Basmati Reis gibt es auch in Bio und in „Vollkorn“. Er kann sowohl im Kochtopf als auch im Reiskocher zubereitet werden. Auch zum Dämpfen im Bambusdämpfer ist er geeignet und kann auch im Mikrowellen Reiskocher gegart werden.

Jasmin Reis

Auch Jasmin Reis ist ein Langkornreis. Wegen seines süßlichen Aromas und seinem blumigen Geruch wird er auch Duftreis genannt. In der asiatischen Küche ist Jasmin Reis so beliebt, weil er leicht zusammenklebt und deshalb auch sehr gut mit Stäbchen gegessen werden kann. Jasmin Reis wird überwiegend im Norden Thailands angebaut. An Berghängen wächst er hervorragend. Die besonderen Bodeneigenschaften in dieser Region und das subtropische Klima sorgen für beste Anbaubedingungen.

Natur Reis

Beim Natur Reis handelt es sich um einen Vollkorn Reis. Er hat sein Silberhäutchen noch und ist deshalb besonders reich an Mineralien, Vitaminen und anderen Nährstoffen. Er braucht allerdings etwas länger zum Garen. Aufgrund seiner Farbe wird er auch Brauner Reis genannt.

Natur Reis wandelt die Stärke nicht so schnell in Zucker um, wie weißer Reis. Deshalb steigt der Blutzuckerspiegel nicht so rasant an. Sein Aroma erinnert an Nüsse.

Sushi Reis

Sushi Reis kommt zwar ursprünglich aus Japan, wird aber mittlerweile auch in den USA angebaut. Es handelt sich beim Sushi Reis um einen Rundkornreis, der nach dem Kochen stark zusammenklebt. So lässt er sich dann problemlos auch zum Sushi selber machen verwenden.

Sushi Maki Kaviar Lachs Gurke

Besonders am Sushi Reis ist, dass er zwar aneinander klebt, aber dabei nur so viel Wasser aufnimmt, dass sein Biss nicht verloren geht. Wichtig ist, dass der Sushi Reis gründlich gewaschen wird, bevor er gekocht wird. Um den originalen Sushi Geschmack kreieren zu können, wird der gekochte Reis mit Reisessig gewürzt . Mit dem richtigen Sushi Reis lassen sich ganz verschiedene Sushis zubereiten.

Risotto Reis

Auch beim berühmten italienischen Risotto Reis handelt es sich um einen Rundkornreis, der besonders stärkehaltig ist. Deshalb klebt auch Risotto Reis leicht aneinander. Ein guter Risotto sollte nach dem Kochen cremig sein, aber seinen Biss behalten.

Risotto Pilze 2

Angebaut wird der Risotto Reis überwiegend in der Po-Ebene im italienischen Piemont. Es gibt nahezu unzählige Risotto-Varianten, das Grundprinzip ist aber immer gleich: Im Topf wird der Reis mit gehackter Zwiebel angeschwitzt und dann mit Wein abgelöscht. Unter ständigem Rühren wird dann so lange Brühe nachgegossen, bis der Reis gar ist.

Roter Reis

Aus der französischen Camargue kommt der Rote Reis, ein sehr gesunder und leckerer Vollkorn Reis. Weil er auf tonhaltiger Erde angebaut wird, hat er eine so schöne rote Farbe. Das Korn selber ist weiß, aber die Spelze hat die rote Farbe. Roter Reis wird nicht entspelzt, wodurch seine edle und besondere Färbung bestehen bleibt. Zudem hat er einen besonders hohen Anteil an Vitaminen. In Salaten bringt Roter Reis einen gewünschten Farbtupfer auf die Speisetafel. Im Geschmack ist der Rote Reis nussig. Er wird nur in kleinen Mengen angebaut.

Paella Reis

Reissorten für Paella werden sowohl als Mittel- und als Rundkornreis angeboten. Das Besondere ist, dass der Paella Reis viel Wasser aufnehmen kann, ohne dabei zu verkleben und seinen Biss zu verlieren. Er ist essentieller Bestandteil des spanischen Nationalgerichts Paella.

Paella Safran Muscheln Gemüse

Seine besondere Eigenschaft ist es, dass er während des Garens schon Gewürze und Aromen aufnehmen kann. Deshalb macht es Sinn, schon beim Kochen Gewürze und Kräuter zuzugeben, damit der Reis schön aromatisch wird. Paella wird traditionell in einer Pfanne zubereitet, der sogenannten Paellera .

Wild Reis

Wild Reis ist eigentlich gar kein Reis, sondern eine Grasart, die zu den Fuchsschwanzgewächsen gehört. Wilder Reis wächst vor allem an kanadischen Fluss- und Seeufern. Der Geschmack des langen, dunklen Korns erinnert leicht an Tee und ist nussig. Wild Reis hat besonders lange Körner, die bis zu 3,5 Zentimeter lang werden. Die intensive schwarze Farbe erhält der Reis erst, wenn er getrocknet und geröstet wurde. Aufgrund der Röstung hat er auch eine rauchige Geschmackskomponente. Er wertet jedes Rezept optisch und geschmacklich auf.

Kleb Reis

Kleb Reis gibt es in Weiß und in Schwarz und er ist besonders für seine Klebeigenschaften bekannt. Traditionellerweise wird Kleb Reis gedämpft und nicht gekocht. In Thailand wird Kleb Reis für süße und deftige Gerichte verwendet.

Sadri Reis und Sadri Dudi Reis

Sadri Reis gilt als der beste Reis der Welt. Er hat ein blumiges Eigenaroma und die Körner sind schön locker nach dem Kochen. Dieser besondere Langkornreis wird im Norden des Irans angebaut und unterliegt sehr strengen Exportbedingungen. Beim Sadri Dudi Reis handelt es sich um geräucherten Sadri Reis. Nach der Ernte werden die Körner für mehrere Wochen mit Buchenholz geräuchert. Sadri Dudi Reis hat einen intensiven, rauchigen Eigengeschmack und wird ebenfalls nur begrenzt exportiert.

Schwarzer Reis

Schwarzer Reis st ein Vollkorn Reis, der ursprünglich aus China kommt. Dort war er früher nur dem Kaiser vorbehalten. Mittlerweile wird er allerdings auch in Italien angebaut und erhielt so seinen Einzug in die mediterrane Küche. Er ist nussig im Geschmack und macht auch optisch viel her auf dem Teller.

Milch Reis

Auch beim Milch Reis handelt es sich um einen Rundkornreis, der nicht mit Wasser, sondern mit Milch zubereitet wird. Unter Rühren wird er gegart. Durch das Rühren wird die Stärke frei gesetzt und dadurch wird er schön cremig.

Milchreis Gekocht Zimt

Besonders eignet er sich für süße Speisen, wie ein Dessert mit Obst, eine Milchreistorte oder schon zum Frühstück mit Zucker und Zimt. Er kann auch sehr gut für süße Aufläufe verwendet werden. Milchreis kochen ist sehr einfach und deshalb ist Milchreis auch ein perfektes Gericht für Kochanfänger.

Mochi Reis

Mochi Reis ist ein japanischer Mittelkornreis, der aber mittlerweile auch in den USA angebaut. Aus ihm werden süße Reisgerichte und japanische Reiskuchen gezaubert. Auch für süßen Reisauflauf eignet er sich sehr gut. Vollkorn Mochi schmeckt auch sehr gut als Beilage zu deftigen Gerichten. Er hat einen schönen Biss und schmeckt nussig.

Kleine Fitmacher: Quinoa, Bulgur und Co

Hirse, Quinoa und Bulgur sind ebenfalls sehr gesund und passen bestens zu einem abwechslungsreichen Speiseplan. Genauso wie Couscous können auch die anderen Power-Körner sowohl warm, als auch kalt zum Beispiel im Salat gegessen werden. Eine Ernährung basierend auf Körnern ist vor allem bei Vegetariern und Veganern sehr beliebt. Das Süßgras Hirse schmeckt nicht nur sehr gut, sondern ist auch glutenfrei und hat nur wenig Kalorien. Bulgur ist ein wahres Multitalent. Er kann gekocht oder gedämpft werden und schmeckt auch kalt ausgezeichnet. Zum Beispiel im Salat. Bulgur hat viele Ballaststoffe und macht deshalb lange satt, eine ein Völlegefühl zu hinterlassen. Im Gegensatz zur Hirse ist Bulgur allerdings nicht glutenfrei. Couscous ist ein wichtiger Bestandteil der nordafrikanischen und orientalischen Küche. Herzhaft schmeckt Couscous, der manchmal auch Cous Cous oder Kuskus geschrieben wird, sehr gut gewürzt mit Harissa oder Ras el-Hanout, aber auch süß mit Rosinen und Obst schmeckt er hervorragend. Quinoa kommt aus Südamerika und wird auch „Korn der Inka“ genannt. Es gehört zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt und enthält alle neun essentiellen Aminosäuren.

Reiskocher und Zubehör

Reis kann auf vielfältige Art und Weise zubereitet werden: Ganz klassisch im Kochtopf, im Reiskocher oder typisch asiatisch im Bambusdämpfer. Für Risotto gibt es spezielle Risotto Töpfe und für die traditionelle Zubereitung von Paella sogar einst dafür entwickelte Pfannen. Neben Töpfen und Pfannen gibt es noch jede Menge anderes Zubehör, das sehr nützlich ist, wenn man zu Hause Reis kochen möchte.

Reiskocher

Es gibt sehr viele verschiedene Reiskocher, die auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen. Der kompakte Reiskocher beispielsweise kann bis zu 600 Gramm Reis auf einmal ganz ohne Probleme garen. Ein Abendessen für vier Personen zu meistern ist mit dem kompakten Reiskocher also ganz einfach. Der persische Reiskocher kann Reis, je nach Größe, für vier, acht oder sogar zwölf Personen zubereiten. Außerdem kann er auch den Thadig, die goldene Reiskruste am Boden des Reiskochers, zubereiten. Im Druckreiskocher wird der Reis besonders schonend und gleichmäßig gegart. Er kann die garen Körner außerdem warm halten. Innerhalb von 18 Minuten kann der Druckreiskocher den Reis zubereiten. Der Induktions-Reiskocher arbeitet mit dem „Induction Heating System“ und gart jedes Reiskorn gleichmäßig und perfekt, egal ob es Boden des Reiskochers liegt oder sich ganz oben im Reiskocher befindet. Er ist super schnell und kocht den Reis in rekordverdächtigen 14 Minuten. Der Mikrowellenreiskocher ist klein und praktisch: Im Handumdrehen ist Reis für bis zu vier Personen einfach in der Mikrowelle zubereitet – und das in nur 12 Minuten. Reiskocher haben, gegenüber der Zubereitung im Topf, den Vorteil, dass die Garzeit sich deutlich reduziert und somit auch die Stromrechnung geschont wird. Außerdem steht man kürzer in der Küche, muss nicht rühren, denn im Reiskocher kann der Reis nicht anbrennen und wenn man doch etwas später als geplant essen möchte, dann hält der Reiskocher den fertigen Reis schön warm.

Zubehör für Sushi

Mit dem richtigen Zubehör ist auch Sushi selber machen gar kein Problem. Meistens ist es zwar so, dass beim ersten Mal Sushi machen irgendetwas schief geht, aber beim zweiten Mal klappt es schon viel besser. Durch die Verwendung einer Hangiri wird vermieden, dass der Reis nicht schnell genug auskühlt und dass er zu stark zusammenklebt. Eine Hangiri ist eine große, runde aber flache Schüssel aus Holz, in der der Sushi Reis besonders gut auskühlen kann. Das Holz nimmt die überschüssige Flüssigkeit auf und verhindert, dass der Reis nach dem Kochen matschig wird. Sushi machen auch optisch richtig etwas her. Deshalb ist es beim Sushi Essen umso schöner, wenn auch der Tisch typisch asiatisch gedeckt ist. Auf einer Stäbchen-Bank können die Stäbchen abgelegt werden, wenn man beim Essen eine Pause braucht. Besonders schön sind Stäbchen aus Holz. Sojasauce, Ingwer und Wasabi dürfen auf dem Tisch ebenfalls nicht fehlen.

Ernährung mit Reis

Eine Ernährung basierend auf Reis ist nicht nur auf Grund seiner Sortenvielfalt abwechslungsreich und lecker, sondern auch noch sehr gesund.

Ist Reis gesund?

Für eine ausgewogene und gesunde Ernährung spielt Reis eine wichtige Rolle. Reis enthält nur sehr wenig Fett, aber komplexe und wertvolle Kohlenhydrate, die vom Körper langsam verarbeitet werden und deshalb lange satt machen. Kohlenhydrate finden sich im Reis hauptsächlich in Form von Reisstärke wieder. Diese ist besonders gut verdaulich und hat einen niedrigen Glykämischen Index. Lebensmittel mit hohem Glykämischen Index werden mit verantwortlich für die Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs gemacht. Reis mit seinem niedrigen Glykämischen Index ist also sehr gesund und wirkt sich auch weniger stark auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels aus, als andere Sättigungsbeilagen wie Nudeln oder Kartoffeln. Mit Reis lassen sich also vielfältige Gerichte zubereiten, die wenig Kalorien haben und zusätzlich sehr gesund sind, aber trotzdem köstlich schmecken. Nervige Hungerattacken können so ebenfalls vermieden werden. 100 Gramm Reis haben rund 100 Gramm Kalorien. Abnehmen mit Reis ist also ebenfalls möglich. Außerdem enthält Reis sehr wichtige B-Vitamine, die nicht nur schlank, sondern auch gesund und schön machen. Vollkorn Reis und Natur Reis sind besonders wertvoll für eine ausgewogene Ernährung, weil sie noch alle Nährstoffe enthalten. Im Reis sind wichtige Aminosäuren enthalten, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Aminosäuren sind wichtig, um verschiedene Eiweiße herzustellen. Für die schlanke Linie ist Reis ebenfalls sehr zu empfehlen, denn Dank Kalium hat er eine entwässernde Wirkung. Auch das Spurenelement Eisen ist im Reis enthalten. Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung des Körpers. Als Bestandteil vom Hämoglobin bindet Eisen Sauerstoff und über die Blutbahnen gelangt der Sauerstoff zu allem Organen im Körper. Ebenfalls sind Calcium, Mangan und Zink im Reis enthalten. Sie sind wichtig für den Knochenaufbau und unterstützen die Nerven- und Muskelfunktion. Zudem sind sie an der Blutgerinnung und der Verdauung beteiligt.

Reis für die glutenfreie Ernährung

Reis ist von Natur aus glutenfrei und ist deshalb sehr gut geeignet für Menschen mit Glutenunverträglichkeit. Die verschiedenen Reissorten sorgen auch für ausreichend Abwechslung auf dem glutenfreien Speiseplan. Da sich Reis besonders vielfältig kombinieren lässt, mit Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst, können Menschen, die an Zöliakie leiden, auch ohne Probleme ausreichend Kohlenhydrate zu sich nehmen, wenn Reis ein fester Bestandteil ihrer Ernährung ist. Mit gemahlenem Reis kann auch sehr gut glutenfreies Brot selber gebacken werden.

Ernährung mit Reis für Sportler

Sportler – ob im Profi-, Hobby- oder Amateurbereich, müssen, wenn sie eine gute Leistung erbringen wollen, auch auf ihre Ernährung achten. Eine ausgewogene Ernährung sollte eine ebenso wichtige Rolle spielen wie ein ausgefeilter Trainingsplan. Sportler sollten grundsätzlich darauf achten, dass sie ausreichend Kohlenhydrate aufnehmen, hochwertige Proteine zu sich nehmen, sich mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen und auch auf eine belastungsentsprechende Mahlzeitenverteilung achten. All diese Punkte lassen sich erfüllen, wenn die Ernährung maßgeblich auf Reis basiert.

Reiszubereitung

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Methoden, Reis zuzubereiten. Je nach dem, welches Ergebnis man erzielen möchte, variiert auch die Zubereitungsmethode.

Fehler bei der Reiszubereitung

Es gibt ein paar Fehler, die sich beim Reiskochen einschleichen können. Ein Fehler ist zum Beispiel, den Reis vorher nicht zu waschen. Durch das Waschen werden eventuelle Verunreinigungen und überflüssige Stärke entfernt. Wird diese Stärke nicht abgewaschen, so klebt der Reis zu stark zusammen und man bekommt nicht das schöne lockere Ergebnis, das man sich gewünscht hat. Dieser Arbeitsschritt ist vor allem für die Zubereitung von Langkornreis sehr wichtig. Auch das Einweichen der Reiskörner vor dem Kochen ist wichtig für Langkornreissorten wie Basmati und Jasmin Reis. Paella, Risotto und Milchreis müssen vor der Verarbeitung weder gewaschen noch eingeweicht werden, denn sie sollen aneinander kleben und eine schöne Cremigkeit entwickeln. Beim Reiskochen ist es ratsam, immer auf das richtige Reis-Wasser-Verhältnis zu achten. Nimmt man zu viel Wasser, wird der Reis schnell matschig und verliert an Geschmack. Wird zu wenig Wasser genommen, brennen die Körner schneller an und außerdem können sie nicht genug Wasser aufnehmen. So kann es sein, dass der Reis außen schon gar ist, im Inneren aber noch sehr hart ist.

Reis im Kochtopf kochen

Die gängigste Art, Reis zuzubereiten, ist im Kochtopf. Für die Zubereitung im Topf werden zwei Methoden unterschieden: Die Quellmethode und die Wassermethode. Die Quellmethode ist sehr simpel. Auf höchster Hitzestufe wird der Reis zum Kochen gebracht. Sobald das Wasser kocht, wird der Herd auf die mittlere Stufe gestellt, der Deckel wird aufgelegt und der Reis kann solange in Ruhe quellen, bis er das Wasser aufgenommen hat. Bei der Wassermethode wird der Reis in reichlich kochendem Wasser gekocht, bis er gar ist. Dann wird das Wasser mit Hilfe von einem Sieb abgegossen.

Reis im Reiskocher zubereiten

Reiskocher sind antihaftbeschichtet und deshalb kann der Reis nicht anbrennen. Die Wärmezufuhr wird so reguliert, dass das Wasser nicht überkocht. Die Küche bleibt also schön sauber. Generell kann fast jeder Reis im Reiskocher zubereitet werden. Eine Zubereitung von Paella, Risotto oder Milchreis ist jedoch im Reiskocher nicht möglich. Je nach Sorte variieren die Garzeiten auch im Reiskocher etwas. Die Zubereitung von Reis im Reiskocher ist sehr einfach: neben dem Reis muss einfach nur die richtige Menge Wasser zugegeben werden und schon ist die Arbeit getan.

Aufbewahrung von Reis

Roher Reis sollte möglichst trocken gelagert werden. Es ist außerdem ratsam, den Reis luftdicht zu lagern. So ist er vor Feuchtigkeit geschützt und erhält seine Frische und sein Aroma.

Zum Aufbewahren von Reis eignet sich beispielsweise ein Reisglas oder aber ein Reisverschluss, um die geöffnete Tüte wieder zu verschließen.

Wie viel Reis pro Person?

Wird Reis als Beilage serviert, so sollten rund 60 Gramm trockener Reis pro Person gerechnet werden. Wird Reis als Hauptgericht gekocht, dann darf es etwas mehr sein. Rund 100 bis 120 Gramm trockener Reis werden dann pro Person, je nach Hunger, gerechnet.

Was tun mit Reisresten?

Hat man einmal zu viel Reis gekocht, ist das kein Grund zur Sorge. Denn auch aus den Resten können noch sehr leckere Gerichte gezaubert werden. Dazu gehören zum Beispiel eine köstliche Reispfanne oder aber Bratreis. Dieser gelingt besonders gut mit Reis vom Vortag, denn er muss ganz kühl und möglichst trocken sein. Gekochter Reis lässt sich auch problemlos bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Bevor der Reis in den Kühlschrank gestellt wird, sollte er komplett ausgekühlt und trocken sein. Im Kühlschrank sollte der Reis abgedeckt werden. Reis kann auch portionsweise eingefroren werden. Bevor er eingefroren werden kann, muss er ganz ausgekühlt sein. Tiefgefrorener Reis kann in der Mikrowelle aufgewärmt werden. Er kann auch in einem Sieb über einem Topf mit kochendem Wasser gedämpft werden.

Produkte aus und mit Reis

Aus Reis wird noch viel mehr hergestellt, als nur das weiße runde Korn, das dann gekocht auf dem Teller landet. Die Palette reicht von Reispapier, über Reiscracker, bis hin zu Reisauflauf und Reisbier.

Reisnudeln

Reisnudeln sind essentiell für die asiatische Küche. Reisnudeln gehören zu den meist benutzten Zutaten in Asien. Aus China kommt auch das älteste bekannte Nudelrezept und nicht, wie vielleicht vermutet, aus Italien.

Unterschiedliche Sorten und Arten von Reisnudel sind erhältlich. Getrocknete Reis-Vermicelli werden gerne für Wok-Gerichte und Suppen genutzt. Die dünnen Vermicelli sind meistens in Nestform zusammengelegt. Getrocknete Reisnudeln sind etwas dicker als die Vermicelli, benötigen aber ebenfalls nur eine sehr kurze Garzeit. Auch noch nach dem Kochen behalten sie ihre schöne weiße Farbe. Frische Reisnudeln sind außerhalb Asiens nur sehr schwer erhältlich. Auf den Märkten Vietnams werden sie jedoch täglich zum Verkauf angeboten. Reisnudeln haben gegenüber herkömmlichen Nudeln den Vorteil, dass sie glutenfrei sind und deshalb auch bei Zöliakie problemlos gegessen werden können.

Reismehl

Ohne Probleme kann Reis auch zu Reismehl verarbeitet werden. Reismehl ist feiner als andere Mehlsorten und zudem glutenfrei.

Geeignet ist es also sehr gut, um glutenfreies Brot oder glutenfreien Kuchen zu backen. Für die Herstellung von Reismehl wird der Reis nach dem Entspelzen in der Mühle gemahlen. Je nachdem, ob bereits poliertet Reis verwendet wurde, oder Natur Reis gemahlen wird, entsteht schneeweißes Reismehl, oder eben Vollkornreismehl. Vollkornreismehl enthält mehr Mineralien und Ballaststoffe als weißes Reismehl und hat eine hellbraune Farbe. Auch zu Hause kann mit Hilfe einer Kornmühle Reismehl aus jeder beliebigen Reissorte hergestellt werden.

Reiswaffeln

Seit den 1950er Jahren sind Reiswaffeln in Europa bekannt, ursprünglich stammen sie aus Japan. Für die Herstellung werden gereinigte Reiskörner „gepufft“.

Dieser Vorgang heißt in der Fachsprache „expandieren“. Während dieses Vorgangs werden die Körner geröstet und deshalb schmecken die Reiswaffeln nach einem angenehmen Röstaroma. Reiswaffeln gibt es in Natur, aber auch in süßen Varianten, zum Beispiel mit Schokolade, oder aber auch pikant mit Gewürzen. Reiswaffeln sind ein super Snack für Zwischendurch, denn sie haben wenig Kalorien und Fett.

Reissirup

Reissirup wird auch Reishonig genannt, obwohl er ganz ohne die Hilfe von Bienen produziert wird. Er gehört zu den ältesten bekannten Süßungsmitteln der Welt. Reissirup schmeckt nach Karamell und hat eine leicht malzige Note. Er eignet sich sehr gut, um Süßspeisen, aber auch Salatsaucen oder Dressings, zu verfeinern. Reissirup eignet sich sowohl für die vegane Küche, als auch für diejenigen, die ihren Kristallzuckerkonsum reduzieren wollen.

Reiskuchen

Reiskuchen wird nahezu überall auf der Welt in sehr unterschiedlichen Formen und Geschmacksrichtungen zubereitet. In Japan wird Reiskuchen Mochi genannt. Für die Herstellung von Mochi wird ein spezieller Mochi Reis verwendet, der eine sehr gute Klebeigenschaft hat. Mochi wird vor allem zum Neujahrsfest gegessen. Auch in Indien, Malysia und auf den Philippinen sowie in Vietnam wird Reiskuchen gegessen. In Indonesien ist er ein fester Bestandteil des Frühstücks. Reiskuchen ist allerdings auch in Europa bekannt. In Italien als Torta di Riso und in Frankreich als Tarte au Riz. In Deutschland wird zum Beispiel auch Milchreistorte gebacken. Reiskuchen ist glutenfrei und kann sehr gut auch von Menschen mit Glutenintoleranz gegessen werden.