Häufig wird der Begriff asiatische Küche mit Curry und Bratnudeln gleichgesetzt. Doch jede regionale Länderküche Asiens hat ihre individuellen Rezepte und Zubereitungsmethoden. Wir zeigen dir, was die asiatische Küche ausmacht und wie vielfältig sie ist. 

Was ist die asiatische Küche?

Die asiatische Küche lässt sich nicht auf die Gerichte eines Landes oder einer Region herunterbrechen. Denn die asiatische Küche besteht aus vielen unterschiedlichen Länderküchen des asiatischen Raumes. Dazu zählen unter anderem China, Japan, Korea, Afghanistan, Indien, Pakistan, Thailand, Vietnam, Indonesien, Iran und Malaysia. Innerhalb der unterschiedlichen Länderküchen werden teilweise ähnliche Garmethoden genutzt und gleiche Zutaten sowie Gewürze verwendet.

Dennoch hat jede asiatische Länderküche einen ganz eigenen Geschmack und eigene kulinarische Spezialitäten zu bieten. Und auch innerhalb der Länderküchen gibt es nicht selten große regionale Unterschiede. Häufig werden die typischen Zutaten und Gerichte Asiens auch in unterschiedliche Regionen wie Westasien, Zentralasien, Ostasien, Südostasien und Südasien zusammengefasst. Eines steht auf jeden Fall fest: Die Auswahl außergewöhnlicher Speisen ist riesig und die Aromen sehr vielfältig. 

Besonderheiten in der asiatischen Küche

Gewürze

Eine Gemeinsamkeit in den asiatischen Länderküchen ist die besondere Würzung. In vielen asiatischen Ländern wird bspw. gerne Ingwer, Chili, Zitronengras oder Kokosnuss genutzt. Hierbei macht’s aber vor allem der Mix: verschiedene Gewürzmischungen- und Pasten geben den Gerichten der asiatischen Küche den gewissen Kick. Aber auch frische Kräuter wie Koriander oder Thai-Basilikum finden oftmals Verwendung.

Schärfe

Du wirst es beim Nutzen von Würzpasten oder im Restaurant bereits gemerkt haben: in der asiatischen Küche wird gerne scharf gegessen. Dafür werden regional oft unterschiedliche Gewürze oder Gewürzsaucen genutzt, die den Gerichten ihre ganz eigene Geschmacksnote geben: Ob mit Sriracha Sauce in Thailand, Sambal Oelek in Indonesien, Szechuanpfeffer in China oder Chilischoten und Chili Flocken in Indien.

Fun Fact: Der Genuss von scharfem Essen hilft dem Körper, abzukühlen. Denn die Schärfe fördert das Schwitzen, was wiederum die Körpertemperatur senkt. Außerdem wird beim Genuss scharfer Lebensmittel das Glückshormon Endorphin ausgeschüttet.

Garmethoden

Es gibt viele unterschiedliche Garmethoden, die in den asiatischen Länderküchen Verwendung finden.

  • Braten: Typischerweise werden die Zutaten in der Pfanne oder dem Wok mit hoher Temperatur und relativ kurz gebraten, damit das Gemüse knackig bleibt. Hierbei ist die Reihenfolge des Gemüses im Bratvorgang wichtig. Kartoffel und Brokkoli haben eine längere Garzeit als beispielsweise Zuckserschoten und Pilze.
  • Dampfgaren: Traditionell im Bambusdämpfer, im Wok, Topf oder im Reiskocher. Nicht nur Gemüse, sondern auch Reis oder Teigwaren wie Dim Sum und Gyozas werden in vielen asiatischen Länderküchen mit dieser Methode gegart.
  • Frittieren: Ob Frühlingsrollen, Krabbenchips oder gebackene Bananen – das Frittieren von Teigwaren, Gemüse, Fisch und Fleisch ist in der asiatischen Küche weit verbreitet. 

Reis 

In der asiatischen Küche auf keinen Fall wegzudenken: Reis! Reis ist in jeder asiatischen Länderküche sehr beliebt und wird entweder als Hauptzutat verwendet oder als Beilage serviert. Die jahrtausendelange Geschichte und die idealen Bedingungen für den Anbau von Reis sind nur zwei der vielen Gründe, warum Reis im asiatischen Raum so beliebt ist. Hier wird Reis übrigens nicht nur zum Mittag oder Abend gegessen – im asiatischen Raum ist Reis auch eine beliebte Zutat zum Frühstück oder für einen süßen Snack.

Gemüse

In den meisten Gerichten findet sich außerdem sehr viel frisches und knackiges Gemüse wieder, das entweder schonend gedämpft oder kurz und heiß, z.B. in einem Wok, angebraten wird. Typisches Gemüse ist Paprika, Möhre, Brokkoli, Blumenkohl, Tomaten, Zuckerschoten, (Süß-)Kartoffel oder Austernpilze. Die Auswahl ist vielfältig und unterscheidet sich unter den Länderküchen.

Fisch

Die Zubereitung von Fisch und Fleisch ist weniger konsequent in der asiatischen Küche zu finden. Fisch und Meeresfrüchte werden vor allem in den Regionen viel konsumiert, die durch ihre geografische Lage einen günstigen Zugang zum Meer haben – wie etwa in Japan oder Indonesien. Aber auch in China ist Fisch ein sehr beliebtes Nahrungsmittel. Der Fisch wird sowohl roh, wie im japanischen Sushi oder Sashimi, als auch gegart serviert.

Fleisch

Auch der Fleischkonsum ist in der asiatischen Küche regional sehr unterschiedlich. Dies hängt u.a. mit den verbreiteten Glaubensrichtungen und deren Speisevorschriften zusammen. In islamisch geprägten Ländern ist der Konsum von Schweinefleisch gering. In hinduistisch geprägten Regionen wirst du hingegen wenig bis gar kein Rindfleisch auf der Speisekarte finden.

Milchprodukte

Besonders für eine vegane Ernährung ist die asiatische Küche ein Paradies, denn Milchprodukte wie Käse oder Sahne werden eher weniger verarbeitet. Das zum einen an den hohen Temperaturen, die im Großteil asiatischer Länder herrscht. Da Milchprodukte für gewöhnlich leicht verderblich sind, ist das Kochen ohne diese weniger kompliziert. Ein weiterer Punkt ist, dass Asien viele Menschen mit Laktoseintoleranz leben – sie Milchprodukte also ganz einfach nicht vertragen. 

Getränke

In der asiatischen Küche gibt es eine große Anzahl unterschiedlicher Getränke. In großen Teilen Asiens wird sehr viel weißer, grüner und schwarzer Tee getrunken. Beliebte Getränke, die ihren Ursprung in Asien haben und auch darüber hinaus bekannt sind, sind bspw. Lassi, Bubble Tea oder Kokoswasser. Aber auch alkoholische Getränke wie Bier, Sake, Pflaumenwein oder Whiskey sind in Asien populär. Auch hier haben die spezifischen Länderküchen zum Teil große Unterschiede. 

Soja

Ein besonders beliebtes Produkt in der asiatischen Küche ist die Sojabohne – und zwar in den unterschiedlichsten Formen. Sie ist sehr proteinreich und von Natur aus vegan und glutenfrei. Die Hülsenfrucht hat eine lange Tradition in Asien und wird gerne bei der Zubereitung von Speisen genutzt. Ob Edamame als salziger Snack, Naturtofu in einer würzigen Marinade oder Räuchertofu pur im Curry. Die Sojabohne kann sehr vielfältig weiterverarbeitet werden. Auch zum Würzen findet die Bohne Verwendung: Sojasauce, Ketjap Manis und Miso-Paste werden gerne zum verfeinern von Reis und Sushi oder in Marinaden und Saucen genutzt.

Fun Fact: Der Großteil der Sojabohnen wird mittlerweile nicht mehr in China oder Japan angebaut. Zu den größten Sojaproduzenten zählen Brasilien und die USA, deren Ertrag hauptsächlich als Futtermittel genutzt wird.

Asiatische Länderküchen

Japanische Küche

Durch die Nähe zum Pazifik spielen Fisch und Meeresfrüchte in der japanischen Küche eine große Rolle. Diese finden auch im wohl berühmtesten japanischen Gericht eine große Beliebtheit: Sushi! Die Kombination aus Reis und verschiedenen Fisch- und Gemüsesorten ist mittlerweile auch außerhalb der asiatischen Küche auf der ganzen Welt bekannt. Vielleicht ist dir außerdem die Serviermethode Bento bekannt? Hier werden verschiedene Speisen voneinander getrennt in einer Box, der sogenannten Bento Box, angeordnet, ohne dass diese sich vermischen. 

Indische Küche

Auch in Indien gibt es große regionale Unterschiede in der Kulinarik. Charakteristisch für die indische Küche sind Currys. In diesen Currys ist eine große Vielfalt aus verschiedenem Gemüse, Hülsenfrüchten und unterschiedlichsten Gewürzkombinationen (Masala) zu finden. Curry-Gerichte sind sehr variantenreich und häufig in der südasiatischen, südostasiatischen und japanischen Küche zu finden. In Indien ist außerdem das Gericht Dal, dessen Hauptzutaten Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen sind, sehr beliebt. Fleisch spielt in der indischen Küche eine eher untergeordnete Rolle. 

Chinesische Küche

Wie in einigen asiatischen Länderküchen unterscheidet sich die chinesische Küche regional sehr stark. Neben einigen Zutaten wie beispielsweise Tofu und Sojasauce werden hier u.a. Pak Choi und Mungosprossen gerne genutzt. Typische chinesische Gerichte sind: Teigtaschen wie Wan Tan oder Baozi und Pekingente, die mit Malzzucker und Honig gesüßt wird. In China werden die Gerichte gerne auf einer drehbaren Platte in der Mitte des Tisches platziert.

Vietnamesische Küche

Auch die vietnamesische Küche ist ein vegetarisches und veganes Paradies. Fleisch und Fisch werden eher seltener zubereitet. In Vietnam werden neben Reis auch gerne Reisnudeln zum Hauptgericht serviert. Vielen wird das vietnamesische Nationalgericht Pho geläufig sein: Eine traditionelle Suppe auf Basis einer kräftigen Brühe. Auch die bekannten Sommerrollen, die in ihrer Zubereitung unfrittierten Frühlingsrollen ähneln, stammen aus der vietnamesischen Küche. 

How to: Original Thai Curry kochen Leckere Reisgerichte zuzubereiten kann so einfach sein! Wir zeigen dir hier Schritt für Schritt, wie dir ein originales Thai Curry gelingt. Hier geht’s zu unseren Curry Pasten: https://www.reishunger.de/produkt/142... REZEPT FÜR ROTES THAI CURRY ZUTATEN ► 1 rote Paprika ► 2 Möhren ► 2 - 4 Schlangenbohnen (oder Zuckerschoten) ► 1 Glas Bambussprossen ► 1 Bund Frühlingszwiebeln ► 1 rote Chili Schote ► 300 - 400 g Tofu ► 2 EL Fischsauce ► 4 Kaffir-Limetten-Blätter ► Rote Curry Paste ► ca. 300 ml Kokosmilch ► 1 TL Palmzucker ► Salz ► Öl ► Jasmin Reis Topping: ► Cashews ► Koriander ZUBEREITUNG 1. Tofu würfeln und Gemüse schneiden. 2. Die Kaffir-Limettenblätter in der Mitte falten, die Blattrippe herausreißen und mit einer Schere in feinste Streifen schneiden. 3. Tofu anbraten und beiseite stellen, denn sonst verwässert ggf. das Curry. 4. Öl in einer Pfanne erhitzen & die Currypaste hinzufügen. Ca. 1 Minute mit anrösten & 50ml der Kokosmilch hinzufügen und alles gut verrühren. 5. Kaffir-Limetten-Blätter, Fischsauce, eine Prise Salz und Palmzucker hinzugeben und unter stetigem Rühren ca. 2 Minuten köcheln lassen. 6. Gemüse mit in die Pfanne geben und die restliche Kokosmilch hinzugießen. Kurz aufkochen und für ca. 5 - 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Währenddessen gelegentlich umrühren. 7. Kurz vor Schluss die angebratenen Tofuwürfel und die Bambussprossen dazu geben. 8. Das Curry mit dem Jasmin Reis in ein Schälchen geben & den Reishunger sofort stillen.
Thailändische Küche

Auch in der thailändischen Küche hat Reis, allen voran Jasmin Reis und Kleb Reis, als Grundnahrungsmittel eine große Bedeutung. Er wird z.B. zum sehr beliebten Kaeng Phet – außerhalb Thailands als Thai-Curry bekannt – serviert. Mit einer Curry-Paste, Kokosmilch, Gemüse und wahlweise Fleisch als Basis ist dieses Gericht auch außerhalb Thailands sehr beliebt. Auch das traditionelle Nudelgericht Phat Thai ist sehr beliebt und aus der asiatischen Küche nicht mehr wegzudenken. Hauptbestandteil vom Phat Thai sind Reisnudeln, Eier, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Tofu und Sprossen. Diese werden dann mit einer Gewürzsauce und Erdnüssen sowie frischen Kräutern und Limette ergänzt.  

Indonesische Küche

Durch die landesspezifischen Gegebenheiten gibt es auch in der indonesischen Küche viele regionale Unterschiede. Wie in der asiatischen Küche üblich ist das Hauptnahrungsmittel auch hier Reis. Jedoch sind, je nach Region, die Wurzelgewächse Maniok und Yams weit verbreitet. Das Nationalgericht der indonesischen Küche ist Nasi Goreng, eine Reispfanne mit Gemüse, Ei und wahlweise Fleisch oder Fisch.

Malaysische Küche

Die malaysische Küche ist sehr vielfältig und stark von der chinesischen, indischen und indonesischen Küche geprägt. So ist Nasi Goreng ein Gericht, das auch in Malaysia gerne und häufig gegessen wird. Das Nationalgericht Nasi Lemak besteht aus Reis, der in Kokosmilch getränkt und anschließend gedämpft wird. Dazu werden die Chilisauce Sambal, Gurken, Erdnüsse, Sardellen und ein gekochtes Ei gereicht.

Afghanische Küche

Das afghanische Nationalgericht ist Qabuli Pulau – ein Reisgericht mit langkörnigem Reis, Lammfleisch, Möhren und Rosinen. Neben Reis, dem Klassiker in der asiatischen Küche, hat in der afghanischen Länderküche noch ein weiteres Grundnahrungsmittel eine besondere Bedeutung: Brot. Das meist dünne Fladenbrot aus Weizenmehl wird gerne als Hauptgericht oder als Beilage serviert. Im Gegensatz zu vielen anderen asiatischen Länderküchen kommen in der afghanischen Küche häufiger Milchprodukte wie Joghurt und Quark vor. 

Pakistanische Küche

In der pakistanischen Küche gibt es einige Parallelen zur indischen Küche – Curry und Dal sind auch hier sehr beliebt. Allerdings hat Fleisch hier eine größere Bedeutung. In vielen Gerichten wird Lamm, Ziege, Geflügel oder Rind verarbeitet. Schweinefleisch ist weniger verbreitet. Das pakistanische Fladenbrot Roti, das aus Vollkornmehl zubereitet wird, gilt als wichtige Beilage. Im Norden des Landes wird viel Brot als Beilage zum Hauptgericht gegessen, im Süden ist Reis als Beilage beliebter.

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Koreanische Küche

Das Nationalgericht in der Koreanischen Küche heißt Bibimbap. Es gilt als klassisches Resteessen und ist dementsprechend sehr variantenreich. Neben verschiedenen Gemüsesorten wird hierbei Reis und Ei serviert und das Gericht wahlweise mit Rindfleisch oder Tofu ergänzt. In der Koreanischen Küche wird zu beinahe jeder Speise Kimchi – fermentierter Chinakohl – serviert.

Iranische Küche

Auch in der iranischen Küche, oder auch persischen Küche, ist Reis eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Fans der persischen Küche werden den lockeren Sadri Reis aus dem Norden Irans kennen. Weitere Bestandteile vieler persischer Gerichte sind Fleisch und Gemüse sowie Kräuter und Früchte. Ein beliebtes Gericht im Iran ist Tahdig – persischer Safranreis mit Kruste.

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