Besonders Stars wie Demi Moore, Madonna, Nena oder Sting schwören auf „Raw-Food“. Doch, was bedeutet Rohkost überhaupt? Und ist es gesund, sich ausschließlich von Rohkost zu ernähren? Erfahrt mehr über den neuen Lifestyle Trend „Raw Food“.

Was ist “Raw-Food”?

Unter “Raw-Food” wird eine Form der Rohkost-Ernährung verstanden, bei der nur naturbelassene, d.h. kaum erhitzte und wenig verarbeitete Lebensmittel verzehrt werden. Raw-Foodies essen demnach nur ungekochte Lebensmittel, welche höchstens auf Temperaturen um die 40 Grad erwärmt werden. Durch den Verzicht aufs Kochen steht für Rohköstler demnach nicht nur eine vegane Ernährungsweise, sondern eine noch vitaminreichere Lebensweise im Mittelpunkt.

Vor- und Nachteile von Rohkost

Der Vorteil von „Raw-Food“ liegt eindeutig in dem Erhalt vieler lebenswichtiger Inhaltsstoffe, welche nicht durch das Kochen zerstört werden. Denn will man möglichst viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aufnehmen, geht es am besten in roher Form. Somit stellt „Raw-Food“ ein Ernährungskonzept dar, welches eine positive Wirkung auf die Gesundheit und den Energiehaushalt haben kann.

Kritiker weisen jedoch auch immer wieder darauf hin, dass eine rein vegane bzw. reine Rohkost-Ernährung zu Mangelerscheinungen führen kann. Aus diesem Grund sollte man sich vorher gut über diese Ernährungsweise informieren, so variantenreich wie möglich essen und gelegentliche Kontrollen der Blutwerte durchführen lassen. Insbesondere bei Personen mit erhöhtem Nährstoffbedarf, wie Kindern, Älteren oder Schwangeren, wird zum Teil sogar ganz davon abgeraten. Regelmäßig frische Rohkost in den Speiseplan einzubauen schadet jedoch nicht.

Vielfältige Rohkost

Wem das Ganze zu einseitig klingt und wer denkt, Rohkost wäre langweilig, der irrt sich. Denn der Speiseplan von Rohköstlern kann sehr abwechslungsreich und vielfältig sein. Der mengenmäßige Obst- und Gemüsekonsum kann bekanntermaßen durch jegliche Art von Nüssen, Pilzen, Sprossen, Wildpflanzen, rohen Kakaobohnen und Oliven oder leckere Samen von Buchweizen und Quinoa ergänzt werden.

Insbesondere das Quinoa-Korn, welches sonst gekocht wird, kann nämlich auch anders zubereitet werden. Damit eignet sich angekeimtes Quinoa bestens für alle Raw-Food-Liebhaber. Auch wenn man sich die Nährwerte anschaut, wird deutlich, warum Quinoa so beliebt bei Rohköstlern ist: Die Samen sind glutenfrei, enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren und sind eine absolute Eiweißquelle. Damit übertrumpft Quinoa alle anderen Getreidearten die wir hierzulande kennen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Vielfältigkeit des Quinoa-Korns, da es die Körner in verschiedenen Färbungen wie weiß, rot oder schwarz gibt. Zudem können auch die Blätter der Quinoapflanze als Rohkost in Salaten verwendet werden.