Alle, die glauben »Reis ist gleich Reis« sollen hiermit eines Besseren belehrt werden. Reis ist nämlich das sortenreichste Grundnahrungsmittel der Welt. Es gibt ihn in allen Farben, Formen und Geschmäckern. Die Reiskornplasmabank der »Indira Ghandi Agricultural University« zählt bislang 22.000 Reissorten. Und das ist erst der Anfang: Weltweit gibt es über 100.000 Sorten.

Generell unterscheidet man Reissorten in drei Typen: Langkornreis, Mittelkornreis und Rundkornreis. Sie unterscheiden sich vor allem in den Eigenschaften des Reiskorns.

Langkornreis (Indica)

Der Langkornreis zeichnet sich, wie sich aus dem Namen schon erschließen lässt, durch sein langes Korn aus. Dieses ist zwischen 6 und 8 Millimeter lang und recht schmal. Des Weiteren ist der Langkornreis hart und in polierter Form leicht durchsichtig beziehungsweise glasig. Nach dem Kochen verbleibt der Langkornreis trocken, körnig und locker.

Die Reishunger Langkornsorten:

Basmati Reis (und seine Familie), Jasmin Reis, Sadri Reis, Sadri Dudi Reis, Roter Reis, Kleb Reis und Schwarzer Kleb Reis

Rundkornreis (Japonica)

Der Rundkornreis ist im Gegensatz zu seinem großen, schlanken Bruder eher klein und dick. Er misst weniger als 5,2 Millimeter und ist von seinem Erscheinungsbild von rundlicher Form. Der Rundkornreis gibt beim Kochen viel Stärke ab und hat einen weichen Kern. Aufgrund der hohen Stärkefreigabe klebt der Reis nach der Zubereitung.

Die Reishunger Rundkornsorten:

Sushi Reis, Risotto Reis, Milch Reis, Natur Reis und Paella Reis

Mittelkornreis (Javanica)

Der Mittelkornreis ist schließlich eine Mischung aus den beiden zuvor beschriebenen Reistypen und im Durchschnitt zwischen 5,2 und 6 Millimeter lang. Nach dem Kochen erhält man einen weichen, leicht klebrigen Reis.

Die Reishunger Mittelkornsorten:

Schwarzer Reis und Mochi Reis

Die Kronform ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit Reissorten zu unterscheiden. Man kann Reissorten auch nach der Verarbeitungsmethode unterscheiden.