Alle Sorten aufzulisten wird schwierig, da es weltweit über 100.000 verschiedene Reissorten gibt. Die »Indira Ghani Agricultural University« hat sogar eine eigene Reiskornplasmabank mit bisher 22.000 Sorten um den Überblick zu bewahren. Ganz so weit sind wir noch nicht, aber wir beginnen schon mal im Kleinen:

Basmati Reis

...ist ein Langkornreis der hauptsächlich in Indien und Pakistan am Fuße des Himalayas wächst. Er hat einen erdigen Geschmack und nach dem Kochen bleiben die Körner luftig und locker. Besonders guter Basmati Reis erfüllt die Richtlinien des »Code of Practice on Basmati«, das heißt er ist mindestens 6,5mm lang und enthält höchstens 7% Fremdreis. Neben dem normalen Basmati Reis gibt es diesen Reis auch in Bio und in Vollkorn (und in beidem).

Jasmin Reis

...ist ebenfalls ein Langkornreis, allerdings aus Thailand. Jasmin Reis wird wegen seines süßlich, blumigen Geruchs auch Duftreis genannt.

Natur Reis

...ist ein Vollkornreis. Er hat sein Silberhäutchen noch und braucht deshalb etwas länger zum Garen. Dafür enthält er aber auch mehr Nährstoffe. Wegen seiner erhöhten Fettgehalts sollte Natur Reis innerhalb eines Jahres verzehrt werden und in der Zwischenzeit an einem kühlen Ort gelagert werden.

Sushi Reis

...kommt ursprünglich aus Japan; wird aber inzwischen auch in den USA angebaut. Der Rundkornreis klebt stark zusammen. In Japan wird Sushi Reis auch für viele andere Reisgerichte verwendet.

Risotto Reis

...ist ein Rundkornreis, der besonders stärkehaltig ist. Dadurch kleben die Körner nach dem Kochen aneinander. Guter Risotto Reis wird während des Kochens cremig, behält aber seinen Biss. Angebaut wird Risotto Reis hauptsächlich in Italien.

Roter Reis

...ist ein Vollkornreis aus der französischen Camargue. Er wird auf tonhaltiger Erde angebaut; deshalb färbt sich seine Schale rot. Im Geschmack ist der rote Reis sehr nussig. Roter Reis wird nur in keinen Mengen angebaut und ist deswegen im Einzelhandel nur schwer erhältlich.

Paella Reis

...gibt es Mittelkornreis und als Rundkornreis. Paella Reis ist stärkehaltig und kann viel Wasser aufsaugen. Ersatzweise lässt sich auch Milch Reis oder Risotto Reis verwenden.

Wild Reis

...ist eigentlich gar kein Reis, sondern eine Grasart, die an kanadischen Ufern wächst. Der Geschmack des langen, dunklen Korns erinnert leicht an Tee. Wegen der schwierigen Anbaubedingungen ist Wild Reis etwas teurer und im Einzelhandel nur schwer erhältlich.

Kleb Reis

...aus Thailand ist besonders für seine Klebeigenschaften bekannt. Traditionellerweise wird Kleb Reis gedämpft und kann für süße und deftige Gerichte verwendet werden. Er wird auch oft Glutenreis genannt, obwohl er kein Gluten enthält. Kleb Reis gibt es auch in schwarz.

Sadri Reis

...gilt mit seinem blumigen Eigenaroma als der beste Reis der Welt. Der Langkornreis wird im Norden des Irans angebaut. Sadri Reis unterliegt strengen Exportbedingungen.

Sadri Dudi Reis

...ist geräuchter Reis. Der geerntete Sadri Reis wird mehrere Wochen kopfüber mit Buchenholz geräuchert. Sadri Dudi Reis hat einen sehr intensiven, rauchigen Eigengeschmack und wird ebenfalls nur begrenzt exportiert.

Schwarzer Reis

...ist ein Vollkornreis, der ursprünglich aus China kommt. Dort war er nur dem Kaiser vorbehalten. Inzwischen wird Schwarzer Reis auch in Italien angebaut und erhielt so Einzug in die mediterrane Küche. Sein Eigengeschmack ist sehr nussig.

Milch Reis

...ist ein Rundkornreis, der anders als alle anderen Reissorten mit Milch zubereitet wird. Milch Reis eignet sich auch für süße Aufläufe. Ersatzweise kann Risotto Reis verwendet werden.

Mochi Reis

...ist ein japanischer Mittelkornreis, der aber auch in den USA angebaut wird. Mochi Reis wird vor allem für süße Reisgerichte und japanische Reiskuchen verwendet.

Falls es Sie verwirrt, dass wir dauernd von »Langkorn-, Mittelkorn- und Rundkornreis« sprechen, dann lesen Sie nach welche Typen von Reissorten es gibt.