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Genmaicha: Tee mit Reis

Lesezeit: 4 Min

Manche nennen ihn Popcorn Tee. Anderen bezeichnen ihn als den Reiscracker unter den Tees. Welchen Spitznamen man auch wählt: Bei Genmaicha handelt es sich immer um eine besondere Grüntee Zubereitung aus Japan, die mit gepoppten und gerösteten Reiskörnern verfeinert wird und deshalb einen ganz besonders aromatischen Eigengeschmack hat.

Reistee Genmaicha Geröstet

Herstellung und Geschmack

Genmaicha kommt aus Japan und ist eine besondere Art der Grüntee Zubereitung. Als Basis dient ein Grüner Tee, häufig Sencha als Allrounder unter den Grüntee's, aber auch Bancha wird in einigen Rezepturen verwendet. Beim Röstvorgang, der auch bei herkömmlichen Grüntee's Anwendung findet, werden jedoch Reiskörner hinzugeben, die in diesem Prozess mitrösten und teils aufpoppen. Hierfür verwendet man braunen Reis, also Natur Reis, der besonders aromatisch ist. Durch die Reiskörner und entstehenden Röstaromen erhält der Geinmaicha seinen unverkennbar milden und malzigen Geschmack. Zugleich midern die Röststoffe die für Grüntee übliches Bitternoten ab und machen den Genmaicha zu einer ausgewogenen und äußerst gut bekömmlichen Art der Teezubereitung. Beim Verzehr entfaltet der Reistee eine wärmende und beruhigende Wirkung. Daher wird der Genmaicha in Japan sehr gerne abends getrunken oder auch zum Essen gereicht.

Die Geschichte des Genmaicha

Einer Legende nach entstand Genmaicha im 15. Jahrhundert per Zufall, als dem Diener eines Samurai gleich zwei Missgeschicke passierten. Nachdem er versehentlich einige Reiskörner in den kostbaren Grünen Tee rieseln ließ, war er auch beim anschließenden Röstvorgang unachtsam und röstete den Tee versehentlich so lange, dass die Reiskörner aufpoppten. Der Samurai war über diese Verschwendung so erbost, dass er den Diener kurzerhand köpfen ließ. Mutmaßlich verführt von dem süß-karamelligen Duft, kostete er später doch von dem vermeintlich ruiniertem Tee und stellte mit Erstaunen fest, wie hervorragend der Tee durch die Röstaromen der Reiskörner schmeckt. Später wurde Genmaicha auch häufig dann zubereitet, wenn es galt Ressourcen zu sparen. Der kostbare Grüntee wurde somit mit dem Reis, den es in Japan schon immer in rauen Mengen gab, gestreckt.

Genmaicha-Matcha

Der Genmaicha Matcha ist eine besondere Variation der traditionellen japanischen Tee Zubereitung. Dabei werden die Grünen Teeblätter mit Matcha Pulver bestäubt. Matcha bedeutet im japanischen "gemahlen" und benennt den zu feinstem Pulver zermahlenen Grüntee, der aus dem Tencha Blatt hergestellt wird. Matcha ist bekannt für seine intensiv grüne Farbe, einen lieblich bis herben Geschmack und seinen Reichtum an Carotinen und den Vitaminen A, B, C und E. Vor allem aber ist er bekannt für seine belebend-vitalisierende Wirkung, weshalb er auch als "Grüner Espresso" bekannt ist. Somit wirkt er der sonst beruhigenden Wirkung des Geinmaicha entgegen und verpasst ihm mit seinen leuchtenden Farbe und seinen Reichtum an Vitaminen den richtigen Frische-Kick - perfekt für's Frühstück und nicht-endende Arbeitstage.

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