Seinen Ursprung hat Tofu in China. In ganz Asien ist er sehr populär – aber auch im Rest der Welt findet Tofu immer mehr Verwendung. Vor allem in der vegetarischen und veganen Küche wird Tofu häufig zubereitet und ist dort nicht mehr wegzudenken. Aber was ist Tofu eigentlich? Und warum ist er so beliebt?

Was ist Tofu?

Ein Würfel angebratener Tofu wird mit Stäbchen gehalten.

Tofu besteht aus weißen Sojabohnen und Wasser. Die eingeweichten Sojabohnen werden mit Wasser vermahlen. Der dadurch entstehende Quark wird anschließend entwässert und in die typischen Blöcke gepresst. Danach wird der Tofu pasteurisiert, also kurz erhitzt und dadurch länger haltbar gemacht.

Damit der Tofu vor dem Pressen seine quarkartige Konsistenz erlangt, wird er denaturiert – er wird in seiner Struktur verändert. Mithilfe von Zitronensäure, Calciumsulfat oder Magnesiumchlorid gerinnt die Masse und bekommt eine dickere Konsistenz. Anschließend wird der Tofu dann gepresst.

Tofu als Fleischersatz 

Tofu ist von Natur aus vegan und glutenfrei und wird durch seinen hohen Eiweißgehalt vor allem bei vegetarischer und veganer Ernährung sehr gerne als Fleischersatz verwendet. Dadurch, dass Tofu aus nur wenigen Zutaten besteht, gehört er wohl zu den beliebtesten vegetarischen und veganen Fleischalternativen.

Tofusorten

  • Naturtofu: Der Naturtofu ist der Standardtofu, den du super als Basiszutat für herzhafte Gerichte verwenden kannst. Er hat eine weiche Konsistenz. Das Wort „Natur“ soll hier beschreiben, dass der Tofu nicht gewürzt oder anderweitig bearbeitet wurde.
  • Räuchertofu: Räuchertofu wird nach dem Pressen in einer Kammer geräuchert. So bekommt er sein intensives Aroma. Durch das Räuchern verliert der Tofu Flüssigkeit, weswegen er etwas fester ist als Naturtofu.
Eine Nahaufnahme von gewürfeltem Naturtofu.

Naturtofu

  • Seidentofu: Der besonders cremige Seidentofu hat einen hohen Feuchtigkeitsgehalt und wird deshalb gerne für Süßspeisen verwendet. Sogar für vegane Mousse au Chocolat kann Seidentofu verwendet werden.
  • Fermentierter Tofu: Fermentierter Tofu ist Naturtofu, der in Lake eingelegt wird, in der Milchsäurebakterien enthalten sind. Bei der Fermentation sorgen diese Milchsäurebakterien dafür, dass der Tofu länger haltbar ist und eine säuerliche Note erhält.
Eine Nahaufnahme von gewürfeltem Räuchertofu.

Räuchertofu

Hinweis: Es gibt übrigens auch Tofusorten, die aus anderen Hülsenfrüchten als Sojabohnen hergestellt werden: Beispiele dafür sind Birmanischer Tofu aus Kichererbsenmehl, Erdnusstofu oder auch Schwarzbohnentofu. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Aussehen und Konsistenz vom Sojabohnentofu. 

Zubereitung von Tofu

Du fragst dich, wie Tofu eigentlich schmeckt? Naturtofu hat einen eher neutralen Geschmack. Räuchertofu wiederum hat ein intensiveres, rauchiges Aroma. Tofu ist in der Zubereitung sehr vielfältig und es kommt hier, wie bei jedem anderen Lebensmittel auch, auf die Zubereitung an.

Naturtofu zubereiten

Naturtofu eignet sich durch seinen neutralen Geschmack perfekt für kräftige Gewürzmischungen oder Marinaden. Du kannst ihn sowohl braten, frittieren und grillen als auch kochen und backen oder ganz pur genießen. Damit der Naturtofu die Marinade oder Gewürzmischung ideal aufnehmen kann, solltest du den Tofu vorher pressen. Er enthält nämlich von Natur aus viel Flüssigkeit, weswegen die Marinade weniger gut vom Tofu aufgenommen werden kann. Lege hierfür ein Tuch auf den Tofu und press die Flüssigkeit heraus. Andernfalls kannst du auch einen schweren Gegenstand auf das Tuch legen, sodass die Flüssigkeit entweicht. Danach kannst du den Tofu nach deinen Wünschen würzen und marinieren.

Angebratene Tofuwürfel und Gemüse in mehreren Schalen serviert.

Räuchertofu zubereiten

Auch den Räuchertofu kannst du sowohl braten, frittieren, grillen als auch kochen und backen oder pur ganz einfach servieren. Durch sein rauchiges Aroma kannst du ihn auch super ohne Gewürze oder Marinade weiterverarbeiten. Geräucherter Tofu hat von Natur aus einen geringeren Wasseranteil, weswegen er, im Gegensatz zum Naturtofu, nicht zwingend vor der Zubereitung gepresst werden muss. Hier kannst du also direkt mit der Zubereitung loslegen! 

Lagerung & Haltbarkeit

Tofu ist in der Regel eingeschweißt und daher luftdicht verpackt. Im Supermarkt findest du ihn entweder im Kühlregal oder ungekühlt. Du solltest deinen Tofu kühl, lichtgeschützt und trocken lagern. Dann hält er sich in der Regel mehrere Monate. In der Regel gilt: Tofu, den du im gekühlt gekauft hast, solltest du ihn auch zuhause im Kühlschrank lagern. Tofu, den du ungekühlt gekauft hast, muss nicht zwingend im Kühlschrank aufbewahrt werden. Durch das Pasteurisieren ist dieser nämlich auch bei Zimmertemperatur haltbar. Geöffnet solltest du den Tofu verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen aufbrauchen.

Tofu-Rezeptvariationen

Die Frage, die sich jetzt noch stellt: Was passt denn am besten zu Tofu und welche Kombinationen sind am leckersten? Natürlich sind Geschmäcker immer verschieden – jede:r sollte also denTofu nach eigenem Belieben zubereiten. Es gibt allerdings ein paar Gerichte mit Tofu, die ihn auf ein weiteres Level heben! 

Zwei Schalen mit Massaman Curry und Tofu sowie eine Schale Reis.

Massaman Curry mit Tofu

Sowohl Tofu als auch Räuchertofu passen sehr gut zu jeglicher Art von Curry. Auf vielen Speisekarten der asiatischen Küche ist Tofu gar nicht mehr wegzudenken. Durch die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten kann er jedem Gericht seine besondere Note verleihen – ob mariniert oder pur, scharf angebraten oder im Kochvorgang dazugegeben. Tofu schmeckt in jedem Curry. Je nach Länderküche besteht die Basis des Currys meistens aus Pasten oder Gewürzmischungen und Kokosmilch. In der indischen Küche wird das Curry häufig noch mit Tomaten und Joghurt ergänzt. Im Massaman Curry, einem thailändischen Kartoffel Curry, ist Naturtofu der ideale Begleiter zum bunten Gemüse, lockeren Basmati Reis und der fruchtig-scharfen Massaman Thai Curry Paste. Der Tofu ergänzt das Gericht mit seiner besonderen Konsistenz und kann, je nach Marinade, ein intensives Aroma annehmen

Ein Rezeptfoto von mariniertem Tofu mit Basmati Reis und Brokkoli.

Tofu Pfanne mit Brokkoli 

Tofu ist nicht nur ein netter Begleiter im Curry oder in einer Bowl, er ist auch als Basiszutat ein echtes Highlight. Eine spannende Kombination: eine Tofu Pfanne mit Brokkoli und Basmati Reis. Hier eignet sich vor allem der Naturtofu, weil dieser sehr wandelbar ist und gut mariniert werden kann. Eine Marinade aus Sojasauce, Chilisauce, Sesamöl und Reissirup gibt dem Tofu einen intensiven Geschmack, der durch die Süße des Sirups eine ganz besondere Ebene bekommt. 

Basmati Reis als perfekter Begleiter 

Als Beilage zum marinierten Tofu eignet sich Basmati Reis ideal. Sein intensiver, erdiger Eigengeschmack ist die perfekte Ergänzung bei herzhaften Gerichten mit Tofu. Der Basmati Reis hat ein langes Korn und einen leichten Biss – das sorgt für eine spannende Konsistenz zum marinierten Tofu. Als Topping bringen Erdnüsse noch einen zusätzlichen Biss in das Tofugericht.

Vegetarische Spaghetti Carbonara mit Räuchertofu auf einem Teller serviert.

Veganes Rührei und vegetarische Carbonara

Du kannst den Naturtofu mit vielen weiteren Gewürzkombinationen marinieren und in der Pfanne oder auf dem Grill zubereiten. Oder ihn pur zu deinen Gerichten hinzugeben. Aber auch ausgefallene Rezepte wie veganes Rührei ist mit Naturtofu möglich. Auch Räuchertofu ist vielfältig einsetzbar – viele nutzen ihn auch gerne als Ersatz für Speckwürfel in der Spaghetti Carbonara, als Alternative für Hackfleisch in der Bolognese oder auf einem Flammkuchen Elsässer Art. Oder auch ganz einfach auf dem Brötchen mit frischem Gemüse.

Tofu – ein Allroundtalent 

Zusammenfassend kann man auf jeden Fall sagen, dass Tofu ist ein absoluter Allrounder ist. Wie bei vielen weiteren Zutaten heißt es auch bei Tofu: ausprobieren! Du wirst merken, dass Tofu sehr vielseitig ist und – je nach Zubereitung – in Konsistenz und Geschmack ganz unterschiedlich sein kann. Guten Reishunger! 

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