Onigiris sind kleine japanische Reissnacks mit unterschiedlichsten Füllungen. Der ein oder andere kennt die kleinen Reisecken mit dem charakterischtischen Algenblatt möglicherweise aus Animes wie Dragonball Z und Co. Für die meisten hier in Deutschland sind Onigiris jedoch absolutes Neuland, während sie in Japan so geläufig sind wie unsere schöne Butterstulle

Ob rund, drei- oder viereckig, vegatarisch, mit Hackfleisch und Käse, Fisch oder Obst: Onigiris sind in Japan eine beliebte Mahlzeit für Zwischendurch und so vielfältig, dass sich für jeden eine Lieblingssorte findet. Ihre Grundzutat ist Sushireis, der nach Herzenslust gefüllt und geformt werden kann. Als Dekor dienen häufig verschiedenfarbiger Sesam und das typische Algenblatt (Nori), das sich als praktischer Griff erweist.

So wie wir uns morgen Brote schmieren, Kindern ein Pausenbrot mitgeben oder beim Bäcker ein belegtes Brötchen kaufen, so werden in Japan Onigiris als transportabler Snack für Bentos und Co. vorbereitet oder gekauft. Tatsächlich erhält man dort unterschiedlichste Sorten an Straßenecken, Schulen oder sogar aus Tankstellenautomaten. Solange Deutschland noch nicht so weit ist, machen wir die Onigiris einfach selber! Das ist gar nicht schwer und macht zusammen mit ein paar Freunden auch noch richtig Spaß.

Onigiri einfach selber machen

Die Zubereitung von Onigiris geht mit ein wenig Übung schnell von der Hand und es braucht keinerlei teurer oder exklusiver Zutaten - in das Onigiri kommt, was die Phantasie erlaubt und das Herz begehrt. Wichtig ist, einen guten Sushi Reis zu verwenden. Aufgrund seines hohen Stärkegehalts klebt er besser als die meisten anderen Reissorten und lässt sich wunderbar in Form bringen. Unser Koshihikari gilt als eine der besten Sushi Reissorten und ist absolut Onigiri-proof, wie wir erst kürzlich gestestet haben. Für drei bis vier Onigiri braucht es etwa 120g Reis. Je nachdem, wie groß man seine Reisbällchen mag, kann die Menge natürlich variieren. Der Sushi Reis wird wie gewohnt gründlich gewaschen und in Salzwasser gekocht. Eine exakte Anleitung für unseren Sushi Reis gibt es hier. Wenn der Reis fertig gegart ist, muss er für die Weiterverarbeitung zunächst auskühlen. Hierfür verwendet man ein breites Behältnis wie etwa eine Hangiri, in welcher der Reis üblicherweise veredelt wird - nicht aber für eine Onigiri Zubereitung. Ohne Essigzugabe wird der Sushi Reis also auf etwa 25-30 °C runtergekühlt und dann mit der Hand zu Kugeln oder Ecken geformt. Für die Füllung wird dann eine kleine Mulde in den Reisball gedrückt, um die kleingeschnittenen Zutaten hineinzugeben. Diese wird dann wiederum mit ein wenig Sushi Reis verschlossen und das Onigiri nochmals zurecht gedrückt. Der Füllung wie auch dem Dekor sind kaum Grenzen gesetzt. Besonders praktisch aber sind Algenblätter, die das Onigiri nicht nur dekorieren, sondern als Griff die dienen. Welche Onigiri Variationen unsere Lieblinge sind, erfahrt ihr in unserem neuesten Blog Beitrag oder im Rezeptbuch. Probiert es aus!

Step by Step zum eigenen Onigiri



  1. Sushi Reis nach Produktangaben garen und in einer Hangiri auf 25-30 °C abkühlen lassen: Zur Anleitung
  2. Während der Reis abkühlt, die Zutaten für die Füllung vorbereiten
  3. Eine Hand voll Reis zu einem Ball formen und mittig eine Mulde hineindrücken
  4. Die Zutaten für die Füllung in die Mulde geben und mit etwas Reis verschließen
  5. Das gefüllte Reisbällchen in die Wunschform bringen
  6. Das Onigiri nach Herzenslust mit Sesam, Chiasamen oder auch Mandelbättern verzieren und mit einem Noriblatt umwickeln
  7. Ab in die Bento oder direkt genießen

Guten Onigirihunger!