Reismehl

Kauft man einen Beutel Reismehl und wird von der Polizei angehalten, könnte man eventuell für einen Kokaindealer gehalten werden. Aber keine Angst: Reismehl ist natürlich nicht illegal. Süchtig machen kann es aber trotzdem. Denn das Kochen mit dem schneeweißen Puder lässt köstliche Gerichte entstehen.

Problemlos kann Reis auch zu Mehl verarbeitet werden. Nach dem Entspelzen wird der Reis – ob poliert oder als Braunreis – zu Mehl vermahlen. Es ist feiner als andere Mehlsorten und fällt vor allem durch die sehr pudrige Konsistenz und die strahlend weiße Farbe auf.

Mahlvorgang und Lagerung von Reismehl unterscheiden sich nicht stark von anderen Mehlsorten. Die auffallend weiße Farbe entsteht, weil das Mehl in der Regel aus poliertem Bruchreis gewonnen wird. Im Unterschied zu Mehl aus Dinkel, Weizen oder Roggen ist es nicht ganz so einfach mit Reismehl zu backen, da es nicht so gut aufgeht. Backwaren aus Reismehl sind deshalb meistens sehr flach. Von Vorteil ist allerdings, dass Zöliakiepatienten (Glutenintoleranz) ganz ohne Probleme mit Reismehl kochen und backen können, denn es ist von Natur aus glutenfrei. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Rezepte für Reisbrote, Reiskuchen oder Reispfannkuchen. Und weil es so gut verträglich ist, wird es auch für die Zubereitung von Speisen für Babies und Kleinkinder verwendet.

Das Näschen kann man sich auch doch mit dem schneeweißen Reismehl pudern: Seit der Antike wird es als Kosmetikpuder verwendet.