Anbau Reisterrassen Feldbestellung Büffel

Bei dem Stichwort »Reisanbau« denken Sie sicherlich an Reisbauern, die durch geflutete Felder waten, oder? Gar nicht so schlecht, schließlich stammen 80% der weltweiten Reisernte aus dem Nassreisanbau. Aber wie funktioniert das eigentlich? Unsere Zimmerpflanzen ertrinken ja schon, wenn wir sie nur einmal zu viel gegossen haben.

Beim Nassreisanbau werden pro Kilogramm Reis zwischen 3000 und 5000 Liter fließendes Wasser benötigt. Zunächst werden die Felder mit Hilfe einfacher, oft von einem Wasserbüffel gezogenen Pflüge, zur Pflanzung vorbereitet. Die in Saatbeeten vorgezogenen Sämlinge werden nach 30 bis 50 Tagen in die Felder gepflanzt, die durch Regen oder Flusswasser unter Wasser gesetzt worden sind. Das Wasser dient dazu, Unkraut und Schädlinge fernzuhalten. Der Reis selbst kommt mit den hohen Wasserständen zurecht, da er über die Jahrtausende ein Belüftungssystems für die Wurzeln entwickelt hat. Er wurde sozusagen zur Wasserpflanze umgezüchtet. Erst kurz vor der Ernte lässt man das Wasser wieder ablaufen. Nach dem Ernten und Dreschen wird der braune Reis (auch Vollkornreis, Vollreis, oder Naturreis genannt) getrocknet und gereinigt. Je nach Sorte, Anbauart und -gebiet sind pro Jahr zwischen ein und drei Ernten möglich. Nassreisanbau ist sehr arbeitsintensiv, ermöglicht aber sehr hohe Erträge.

Das Gegenstück zum Nassreisanbau ist logischerweise der Trockenreisanbau.