Reispapier – eine Wissenschaft für sich

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Reispapier ist nicht gleich Reispapier: Hochwertiges Chinesisches Reispapier eignet sich bestens für die Aquarellmalerei. Mit japanischem Reispapier werden sogar Lampenschirme bespannt. In Nepal werden Göttermasken aus dem feinen Papier hergestellt. Und vietnamesisches Reispapier, Banh trang, ist perfekt, um kleine Speisen einzurollen.

Reispapier

In Deutschland kennen wir Reispapier meist in Form von frittierten kleinen Frühlingsrollen, aber auch die Sommerrolle, auch als Glücksrolle bekannt, aus der Küche Vietnams erfreut sich hier immer größerer Beliebtheit. Man muss ein Bisschen üben, eh man selber den perfekten Dreh für die Röllchen aus Reispapier raus hat. Ohne ein paar Tipps und Tricks ist man sonst schnell total von der Rolle!

Das Besondere am Reispapier

Reispapier wird aus Reismehl hergestellt und ist vor allem in der asiatischen Küche für das Verpacken von kleinen Köstlichkeiten beliebt. Neben ihrem appetitlichen Aussehen haben Reispapierblätter die geniale Funktion, die Bestandteile einer frischen Sommerrolle oder eines Wan Tan im Inneren zu umschließen und zusammenzuhalten. Das Beste: Das Auge isst mit und jederzeit ist zu sehen, was verspeist wird. Da das Reispapier kaum Eigengeschmack hat, verfälscht es die köstlichen umhüllten Zutaten nicht. Durch den Mantel aus Reispapier können die Speisen auch ganz einfach und bequem mit der Hand gegessen werden. Das essbare Reispapier selber herzustellen, ist nicht ganz ohne: Deshalb können Reispapierblätter im asiatischen Supermarkt gekauft und dann zu Hause kreativ gefüllt werden.

Essbares aus Reispapier

Köstlichkeiten aus Reispapier können auf unterschiedliche Weisen zubereitet werden: Kurz im Wasser eingetaucht, wird es flexibel und kann direkt verzehrt werden. Aber auch zum Frittieren eignet es sich. Wichtig ist, dass die Ecken stets gut verschlossen sind. Besonders beliebt und bekannt sind knackige Frühlingsrollen aus Reispapier. Hinter Reispapierwraps verstecken sich kleine Snacks, die nach Belieben gefüllt werden können. Genauso wie vietnamesische Sommerrollen sind sie ein super leichter Happen für Zwischendurch. Und noch ein Vorteil: Reispapier ist gluten- und laktosefrei.

Reispapier in Vietnam

In Vietnam werden die Reispapierblätter in mühevoller Handarbeit hergestellt. In der Regel handelt es sich um Ein-Frau-Betriebe, die sich um die Herstellung kümmern. Zunächst wird der Reispapierteig auf Stoff gestrichen, der über einen Topf mit dampfendem Wasser gespannt ist. Im Anschluss werden die einzelnen Blätter mit viel Fingerspitzengefühl auf Bambusmatten zum Trocknen ausgelegt: Daher haben sie auch ihr charakteristisches Muster. In der Sonne können sie dann ganz entspannt zum Trocknen hängen. Beeindruckend: Eine Frau schafft an einem einzigen Arbeitstag bis zu 1600 Reisblätter.

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Kommentare

Anonym

also,ich habe sehr schlechte erfahrungen mit frittiertem reispapier gemacht; meine wunderschönen frühlingsrollen ließen sich einfach nicht richtig frittieren, sie blähten sich endlos auf und der teig wurde nicht knusprig ,sondern nur schlunzig und die meisten klebten beim umdrehen am schaumlöffel an und platzten auf!!! keine ahnung , was ich falsch gemacht habe...

Anonym

Das hier ist leider kein Märchen: Habe heute dasselbe Erlebnis gehabt: Reispapier aus Reismehl und Tapiokastärke nach Anleitung kurz in Wasser gelegt, anschließend auf einem Küchenhandtuch etwas getrocknet. Die Dauer, die sie im Wasser verbringen läßt ist ziemlich variabel: 2 Min bis 15Min ca. Sie werden dann etwas undurchsichtiger und es reißen leichter Löcher auf, jedoch immer noch brauchbar. Ab in die Fritteuse und hier blähten sie sich erst kräftig auf, löcherten anschließend und zu allem Überfluß klumpte der Teig danach zu einer weichen Masse zusammen. Die wenigen Anteile, die an einen knusprigen Teig erinnerten, konnten mich nicht überzeugen etwas Eßbares hergestellt zu haben. Direkt bevor ich Appetit auf glutenfreie Röllchen entwickelte, hatte ich durch Zufall von fake Reis erfahren. Die Überbleibsel in den Müll und das Papier zum Lebensmittelcheck zur Behörde. Das wars dann mit meinem Appetit für heute. Kann jemand etwas dazu sagen?

Anonym

Ich verstehe nicht warum es immer heißt man kann das frittieren? In jedem Asia Laden sagt man dazu: nein. Das zum Fritieren ist im Tk. Und wird nur mit einem feuchten Tuch belegt und so Blatt für Blatt abgezogen. Rest kommt wieder in den TK. Und das geht auch damit !

Anonym

Also ich schaffe vietnamesisches Reispapier knusprig zu frittieren: Reispapier maximal 5 Sekunden ins Wasser tauchen, dann kurz abtropfen aber nicht abtrocknen und auf Arbeitsfläche legen, dann warten bis es nicht mehr steif ist ca 15 Sekunden oder etwas länger, Inhalt in die Mitte legen und dicht einrollen, dann etwas liegen lassen bis die Rollen nicht mehr zu nass sind (höchstens leicht feucht) und danach ins heiße Öl und sofort hin und her rollen oder schwenken damit sie nicht festkleben, je länger braten desto knuspriger, aber höchstens ca 35 Sekunden... hat sehr gut geschmeckt