Reispflanze

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Der Ursprung unserer geliebten Reisvielfalt verbirgt sich hinter einer einheitlichen Hülle, die ziemlich unscheinbar wirkt. Wie eine Reispflanze aufgebaut ist und angebaut wird, erfahrt ihr hier und jetzt.

Aufbau einer Reispflanze

Eine Kulturreispflanze kann aus bis zu 30 Stängeln bestehen, diese werden zwischen 50 und 160 Zentimeter hoch und tragen eine schmale, überhängende Rispe. Die Reispflanze hat kleine Ähren als Blütenstände. Diese enthalten üblicherweise drei Blüten, wovon zwei steril sind und eine fertil, also fruchtbar ist. Diese Blüten sind in den Rispen angeordnet.

Von einer einzigen Reispflanze können bis zu 3.000 Reiskörner abgeerntet werden. Das einzelne Reiskorn besteht aus einem Keimling, einem Mehlkörper, einem sogenannten Silberhäutchen und einer Deckspelze. Die Deckspelze dient zum Schutz der fruchtbaren Blüte.

Unterschied unpoliert und polierter Reis

Bei der Verarbeitung von Reis wird die Deckspelze als erstes entfernt. Wird zusätzlich noch das Silberhäutchen vom Korn getrennt, so handelt es sich um polierten Reis. Polierter Reis umfasst geschälte, weiße Reissorten.

Geschälte Reissorten



Bei unpoliertem Reis handelt es sich um Vollkornreis, was bedeutet, dass diese Körner ihr Silberhäutchen noch besitzen. Vollkornreis ist besonders reich an Mineralien und Nährstoffen, da diese direkt unter dem Silberhäutchen sitzen.

Vollkorn Reissorten

Reisanbau

Kulturreispflanzen gehören zu den einjährigen Gräserarten. Das heißt, dass sie jede Saison neu angepflanzt werden müssen. Ursprünglich wurde die Reispflanze auf trockenem Boden angebaut, hat sich aber durch Züchtungen zu einer Sumpfpflanze entwickelt. Reispflanzen werden auf zwei verschiedene Arten angebaut. Zu 80% wird Reis als Nassreis, die anderen 20% als Trockenreis angebaut.

Beim Nassreisanbau werden pro Kilogramm Reis zwischen 3.000 und 5.000 Liter fließendes Regen- und Flusswasser benötigt. Die Felder werden mithilfe eines Wasserbüffels für die Saat vorbereitet, bepflanzt und anschließend geflutet. Vor der Ernte wird das Wasser wieder abgelassen, die Reispflanze geerntet, gedrescht, getrocknet und gereinigt. Eine Form des Nassreisanbaus ist der Terassenanbau. In den meisten Gebieten wird hier noch traditionell mit der Hand gearbeitet.



Das Gegenstück, der Trockenreisanbau wird vor allem in Regionen mit wenig Niederschlag oder im Gebirge bevorzugt. Trockenreis wird für sein intensiveres Aroma geschätzt, ist allerdings teurer. Durch die zusätzlich geringeren Erträge ist der Trockenreisanbau keine echte Alternative zum Nassreisanbau. Da ein Anbau mit der Hand nicht bezahlbar wäre, wird hier mit maschinellen Anbauverfahren gearbeitet.

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Reisanbau

Ausnahme: Wildreis

Anders als bei anderen Reissorten handelt es sich beim Wildreis um den Samen eines Süßgrases . Genau genommen, hat der Wildreis nämlich nur die Form und Zubereitungsart mit Reis gemeinsam. Die Pflanzen wachsen an Ufern von Flüssen und Seen und werden daher auch Wasserreis genannt. Die Pflanzen werden zwischen einem und drei Meter hoch.

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