Es eignen sich unterschiedliche Rohstoffe zum Keimen. Sehr beleibt sind Linsenkeimlinge aus Beluga Linsen oder Grünen Linsen. In Deutschland sind auch Sojasprossen sehr beliebt und werden für Currys oder im Salat verwendet. Anders als vielleicht angenommen werden Sojasprossen nicht aus Soja- sondern aus Mungbohnen gezogen.

Wann sind Keimlinge fertig?

Die Keimdauer der unterschiedlichen Samensorten ist verschieden. Einige Sorten, wie Quinoa, keimen nach wenigen Stunden, aber Dinkel hingegen benötigt 60 Stunden. Als Faustregel gilt: Die Keimung ist abgeschlossen, wenn erste Wurzeln zu sehen sind, die maximal genauso lang sind wie das Korn selber. Da sich mit der Keimdauer auch der Geschmack verändert, ist es zu empfehlen, zwischendurch immer mal zu naschen, nicht, dass sie einem irgendwann zu bitter sind.

Quinoa Sprossen selbst ziehen: Glutenfreie Powerkeimlinge

Quinoa sprießt sehr unkompliziert: Schon nach wenigen Stunden mit Wasser im Keimglas fangen die Körnchen an, zu keimen. Quinoa enthält alle neun wichtigen Aminosäuren in einem ausbalancierten Verhältnis und ist außerdem glutenfrei. Die Keimlinge eignen sich also für alle glutenfreien Gerichte, wie Salate, vegane Burger oder auch blanchiert im Gemüsecurry. Die Keimdauer beträgt nur rund einen Tag und Quinoa keimt am besten zwischen 18 – 20 Grad.

Buchweizen Sprossen: Power aus dem Pseudogetreide

Auch Buchweizen lässt sich zu Hause keimen. Buchweizen liefert auch im gekochten Zustand sehr wertvolle Nährstoffe, doch diese explodieren nahezu, wenn die Körner keimen. Sprossen aus Buchweizen schmecken leicht nussig und passen zu Desserts, in Salate, verfeinern das Müsli oder können auch im Brot mitgebacken werden. Je nach gewünschter Keimgröße sollte dem Buchweizen 2 bis 4 Tage lang Zeit gegeben werden und die beste Temperatur liegt um die 19 Grad. Im Kühlschrank sind die fertigen Sprossen gut zwei Tage haltbar. Gekeimter Buchweizen kann ohne Bedenken roh gegessen werden, denn durch den Keimprozess wird er sehr verdaulich.

Kichererbsen Sprossen: Wichtige Eiweißlieferanten

Kichererbsen eignen sich ebenfalls für die Herstellung von Keimlingen in den eigenen vier Wänden. Diese sollten allerdings vor dem Verzehr einmal kurz gekocht werden, die Garzeit beträgt zwischen 10 bis 15 Minuten. Kichererbsen sind deutlich dicker als die meisten anderen Samen und deshalb brauchen sie auch etwas länger zum Keimen. Bevor man sie keimen lassen kann, sollten sie 18 Stunden einweichen. Nach drei Tagen sind sie dann erntereif. Kichererbsen Keimlinge sind besonders nahrhaft, weil sie Proteine und Kohlenhydrate enthalten.

Emmer Sprossen: Keimlinge mit leicht süßlicher Note

Gekeimte Weizensamen haben eine leicht süßliche Note. In Emmer Keimen sind sehr viele verschiedene Vitamine und Mineralien enthalten. Die Keimzeit beträgt zwischen 2 und 4 Tagen und die Sprossen können roh genossen werden. Weizenkeimlinge sind im jungen Stadium am wohlschmeckendsten.

Linsen Sprossen: Im Handumdrehen selbst gemacht

Linsenkeimlinge können roh gegessen werden. Zum Keimen eignen sich nur Sorten, die noch eine Schale haben. Dazu gehören Grüne Linsen, Beluga Linsen oder braune Teller Linsen. Geschälte Sorten, wie gelbe oder rote Linsen, lassen sich leider nicht keimen. Linsensprossen enthalten viele Proteine und sind deshalb nahrhaft und kraftspendend. Linsen Sprossen sollte man essen, bevor kleine Blätter sichtbar werden. Dies ist meistens nach vier Tagen der Fall.

Sojasprossen: Power aus der Mungbohne

Sojasprossen sind in Deutschland sehr beleibt und werden aus Mungbohnen hergestellt. Mungbohnensprossen können ohne Bedenken roh gegessen werden. Während der Keimung werden nämlich schädliche Phasine zersetzt. Für diverse asiatische Gerichte werden die Sprossen aber auch gekocht oder kurz blanchiert. Die Sprossen der Mungbohne kann man recht lang werden lassen. Sie können fünfmal so groß werden, wie der ursprüngliche Samen. Sojasprossen sind also besonders ertragreich. Bevor die Mungbohnen in das Keimgefäß gegeben werden können, sollte man sie 15 Stunden einweichen lassen.