Die älteste Nutzpflanze der Welt

Der Name Amaranth stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie unsterblich oder nicht welkend. Es sind beide Schreibweisen gängig: Amaranth und Amarant. Bereits zu Zeiten der Inkas, Mayas und Azteken zählte es zum festen Grundnahrungsmittel der Menschen, wodurch es zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt gehört. Heutzutage gibt es insgesamt etwa 60 bis 70 verschiedene Amaranth-Arten, welche hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika sowie Europa angebaut werden.

Pseudogetreide Amaranth

Amaranth besteht aus kleinen feinkörnigen Samen und ähnelt vom Aussehen und der Verwendung am ehesten Getreide. Botanisch gesehen gehört Amaranth jedoch nicht zu den Getreiden, sondern zur Pflanzengattung der Fuchsschwanzgewächse. Somit handelt es sich um ein sogenanntes Pseudogetreide.

Die Nährwerte von Amaranth

Die kleinen, weniger als 1 mm dicken Amaranth-Körner verfügen trotz ihrer geringen Größe über viele wertvolle Inhaltsstoffe. Zum einen hat es einen hohen Calcium, Eiweiß- und Mineralstoffgehalt und 70 % der enthaltenden Fette bestehen aus ungesättigten Fettsäuren. Zum anderen hat es einen geringen Kohlenhydratanteil und ist reich an Ballaststoffen. Amaranth verfügt somit über viele leicht verwertbare Nähr- und Vitalstoffe und ist absolut glutenfrei. Damit ist Amaranth ein guter Eiweißlieferant für Vegetarier oder Veganer und ideal für Menschen, die auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung achten. Amaranth stellt besonders für Personen, die an Zöliakie leiden, eine geeignete Alternative zu herkömmlichem Getreide dar. Zudem bringen die Ballaststoffe die Verdauung in Schwung und wirken sich somit positiv auf das Sättigungsgefühl und die Darmgesundheit aus. Zu guter Letzt lassen sich mit dem kraftvollen Korn, aufgrund des nussigen, leicht bitteren Geschmacks viele köstliche Gerichte zaubern.

Zubereitung von Amaranth

  1. Der Amaranth wird zunächst in einem Haarsieb gründlich unter fließenden Wasser gewaschen.

  2. Danach einen großen Topf mit der doppelten Menge Wasser füllen. Den Amaranth dazu geben und zum Kochen bringen. Danach den Amaranth bei leichter Hitze für circa 30 Minuten köcheln lassen.

  3. Jetzt muss der Amaranth noch circa 10 Minuten ausquellen und der Amaranth ist fertig. Amaranth schmeckt besonders lecker in Müslis, Obstsalaten oder auch in Süßspeisen.

Gepuffter Amaranth

Amaranth kann nicht nur gekocht werden sondern auch gepufft werden. Wird das Powerkorn gepufft schmeckt es besonders lecker in einem Müsli. Einfach eine Pfanne auf die Herdplatte geben und stark erhitzen lassen. Danach gibt man Amaranth in die Pfanne bis der komplette Pfannenboden mit Amaranth bedeckt ist. Danach sofort einen Glasdeckel auf die Pfanne geben. Kurz schwenken und schon ist der gepuffte Amaranth fertig.

Wie viel Amaranth kann täglich verzehrt werden?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt den Verzehr von Amaranth ab dem 2. Lebensjahr, da Amaranth Phytinsäure, wie alle anderen Getreidesorte auch, enthält. Ein gesunder erwachsener Mensch kann jedoch bedenkenlos jeden Tag eine Portion Amaranth verzehren. In neuesten Studien wurde sogar Entwarnung vor der Phytinsäure gegeben, da unser Körper im Normalfall auf die Phytinsäure gar nicht bis nur sehr gering reagiert.