Quinoa: Das Superfood der Stars zubereiten

Gisele Bündchen etwa schwört auf Quinoa – am liebsten mit Grünkohl, Knoblauch und gerösteten Mandeln. Nun haben die meisten, anders als das Supermodel, keinen eigenen Profikoch zu Hause. Stellt sich also die Frage: Wie gelingt die Zubereitung von Quinoa?

Wir von Reishunger beschäftigen uns schon lange mit dem glutenfreien Power-Samen. Wie man Quinoa ganz generell in der Küche verarbeitet, wie man dem Inka-Korn besonders viel Geschmack verleiht und welche Fehler man beim Kochen von Quinoa unbedingt vermeiden sollte, haben wir Euch hier einmal zusammengefasst.

Quinoa-Grundwissen: Welche Quinoa-Sorten gibt es?

Quinoa ist nicht gleich Quinoa! Die sortenreiche Superfood-Pflanze bringt jede Menge verschiedene Kornarten hervor, die unterschiedlich schmecken können. Deswegen ist es zunächst einmal wichtig, die unterschiedlichen Quinoa-Sorten zu unterscheiden. Wir stellen dir die drei beliebtesten vor:

Weiße Quinoa

Die weiße Quinoa ist die bekannteste bei uns in Europa. Aufgrund ihres milden, eher süßlichen Geschmacks lässt sie sich mit vielen anderen Zutaten kombinieren und eignet sich deshalb für herzhafte Gerichte genauso wie für süße Rezepte.

Rote Quinoa

Im Vergleich zur perlweißen Variante ist die rote Quinoa nicht nur optisch ein Hingucker: Sie zeigt sich insgesamt wesentlich nussiger im Geschmack und hat – je nach Garzeit – eine kernigere Konsistenz. Damit ist sie perfekt für sogenannte „Quisottos“, also Gerichte, die an Risotto erinnern, aber mit Quinoa zubereitet werden.

Schwarze Quinoa

Schwarze Quinoa ist der Trendsetter unter den Quinoa-Sorten! Sie hat einen besonders intensiven, nussig-süßen Geschmack und wesentlich mehr Biss als ihre Verwandten. Oft wird schwarze Quinoa deshalb als Füllung für Ofengemüse verwendet oder in Currys und Salaten verarbeitet.

Die 4 häufigsten Fehler – und wie sie sich vermeiden lassen

Fehler #1: Quinoa vor dem Kochen nicht waschen

Hast du schon einmal etwas von Saponinen gehört? Wahrscheinlich nicht – ging uns auch so. Aber geschmeckt hast du es vielleicht schon. Denn der pflanzliche Defensivstoff sorgt für einen seifigen, bitteren Geschmack. Kommt dir von deinem letzten Quinoa-Gericht bekannt vor? Dann haben wir die erste Fehlerquelle bereits aufgetan: Vor dem Kochen solltest du die Quinoa-Körner auf jeden Fall gut abwaschen! Am besten in einem feinmaschigen Sieb, bis das Leitungswasser klar hindurchläuft. Dadurch werden die Saponine von der Samenhülle gespült, die sie in der Natur vor Pilzbefall und Insektenfraß schützen. Erst, wenn die Saponine entfernt sind, kann Quinoa den herrlichen nussigen Geschmack entwickeln, von dem alle schwärmen.

Fehler #2: Quinoa zu lange kochen

Timing ist alles! Nicht nur im Sport, sondern vor allem beim Kochen. Das gilt auch für die Zubereitung von Quinoa. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du Wasser und Quinoa im Verhältnis 3:1 dosieren. Willst du also 200g Quinoa zubereiten, füge einfach 600ml Wasser hinzu. Die Superfood-Samen etwa 15 Minuten kochen. Dabei wird der Großteil der Flüssigkeit von der Quinoa aufgenommen. Was übrig ist, kannst du anschließend vorsichtig abgießen.

Wir haben aber auch gute Erfahrungen damit gemacht, Wasser und Quinoa im Verhältnis 2:1 zu kochen – meist bleibt dann kein Wasser übrig. Sicherheitshalber solltest du aber alle paar Minuten nachschauen, wie viel Wasser noch im Topf ist. Der Vorteil: Das Risiko, dass das Quinoa verkocht, sinkt. Übrigens: Mit dem selben Mischungsverhältnis lässt sich Quinoa auch im Reiskocher zubereiten. Viel bequemer dank des integrierten Warmhaltemodus. So gelingt Quinoa immer!

Fehler #3: Gekochte Quinoa nicht abseihen

Quinoa-Einsteiger wundern sich oft, dass ihre Gerichte matschig werden. Dagegen gibt es einen ganz einfach Trick: Nach dem Kochen solltest du deine Quinoa-Samen erst einmal zum Wasserlassen schicken. Also: Rein ins feinmaschige Sieb und die restliche Flüssigkeit, unter Umständen auch mit etwas Nachdruck, abseihen. So verlieren die Körner einen Teil des Wassers, das sie während der Zubereitung aufgesogen haben, und können anschließend weiterverarbeitet werden.

Fehler #4: Nach dem Kochen sofort servieren

Quinoa neigt dazu, nach dem Abseihen klumpig zu werden, wenn es sofort weiter verarbeitet wird. Deswegen empfehlen wir: Locker die Körner zunächst mit einer Gabel auf und lasse sie anschließend für eine Viertelstunde ruhen. Dafür kannst du sie zurück in die heiße Pfanne oder den warmen Kochtopf tun und die Restwärme nutzen, bevor du die Samen weiter verarbeitest – etwa im Salat oder in der Suppe.

Du willst Quinoa als reine Beilage servieren? Wenn du unsere Tipps beachtest, sollte dir die Zubereitung von Quinoa nach unserem einfachen Grundrezept kinderleicht fallen!

Grundrezept für die Zubereitung von Quinoa

Keine Angst: Die Zubereitung von Quinoa ist definitiv keine Raketenwissenschaft. Ob pur oder als Beilage – mit diesem einfachen und schnellen Grundrezept gelingt dir deine Quinoa perfekt! Für die Zubereitung von einer Portion benötigst du lediglich drei Zutaten:

  1. 60g Reishunger Quinoa
  2. 120ml Wasser oder Brühe
  3. Eine Prise Salz

Alles beisammen? Dann kann’s ja losgehen!

  1. Die Schale der Quinoa-Körner enthält sogenannte Saponine, die einen bitteren Beigeschmack verursachen. Deswegen solltest du sie zunächst waschen! Fülle dafür die Quinoa-Körner in ein feinmaschiges Sieb. Solltest du keines besitzen, kannst du auch ein grobmaschiges Sieb mit einem Leinenhandtuch oder mit Kaffeefiltern auslegen. Anschließend die Quinoa-Körner unter fließendem Wasser abwaschen, bis dieses klar hindurch fließt.

  2. Nach dem Abspülen Quinoa in einen Kochtopf geben, die doppelte Menge Wasser und eine Prise Salz hinzufügen und aufkochen. Sobald das Wasser brodelt, die Flamme auf mittlere Stufe reduzieren. Für etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Tipp: Für mehr Geschmack Fleisch- oder Gemüsebrühe statt Leitungswasser verwenden.

  3. Nach 15 Minuten sollte die gesamte Flüssigkeit verkocht sein. Die Quinoa-Körner sollten jetzt eine leicht glasige Struktur vorweisen. Sollten die Körner bereits die richtige Konsistenz haben, restliches Wasser abgießen. Wer es lieber etwas weicher mag, kann die Quinoa-Körner noch ein paar Minuten länger köcheln lassen. Hierfür gegebenenfalls noch einen Schuss Wasser oder Brühe hinzufügen.

Fertig! Das war’s schon. Super easy, oder? Wer es noch einfacher haben will, kann Quinoa auch im Reishunger Reiskocher zubereiten. Wie das funktioniert, erklären wir im nächsten Abschnitt.

Einfacher geht’s nicht! Quinoa im Reiskocher zubereiten

Natürlich lässt sich Quinoa auch ganz leicht im Reiskocher zubereiten. Der Vorteil: Du brauchst die Wärmezufuhr nicht zu regulieren und kannst deine Portion nach der Zubereitung auch über längere Zeit warm halten, ohne dass die Körner verkochen und matschig werden. Insgesamt wird deine Quinoa durch die Zubereitung im Reiskocher auch etwas cremiger als im Kochtopf.

Ansonsten ähneln die Schritte der traditionellen Zubereitung:

  1. Quinoa in einem feinmaschigen Sieb waschen, um Bitterstoffe aus der Schale zu spülen.

  2. Gewaschene Quinoa in den Reiskocher schütten. Dann die doppelte Menge Wasser oder Brühe und eine Prise Salz hinzugeben. Reiskocher einschalten und Timer auf 15 Minuten stellen. Kochzeit verlängern, wenn die Quinoa-Körner nicht bissfest, sondern eher weich und cremig werden sollen.

  3. Nach der Kochzeit noch etwa fünf Minuten quellen lassen. Anschließend servieren.

Mhmh, lecker, oder? Falls du deine Quinoa noch etwas würzen willst: Hier kommen unsere Tipps, wie du den Quinoa-Körnern ohne viel Aufwand noch mehr Geschmack verleihst.

So verleihst du Quinoa noch mehr Geschmack

Quinoa schmeckt von Natur aus leicht nussig. Wem das nicht reicht, kann dem gesunden Korn mit einfachen Mitteln zu mehr Geschmack verhelfen. Das gelingt, wie bereits beschrieben, zum Beispiel durch die Verwendung von Brühe statt Wasser beim Kochen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten.

Quinoa vor dem Kochen anrösten

Eine der beliebtesten Methoden ist, die Quinoa-Körner nach dem Waschen abtropfen zu lassen, mit hochwertigem Öl in die Pfanne zu geben und für ein bis zwei Minuten kurz anzurösten. Je nachdem, für was du die Quinoa verwendest, kannst du ein gutes Olivenöl nutzen oder ein Öl mit Aroma verwenden. Durch das Rösten werden die Körner kerniger und können ihr nussigen Geschmack noch stärker entfalten.

Quinoa mit Gewürzen und Kräutern abschmecken

Natürlich kannst du Quinoa auch mit deinen Lieblingsgewürzen kochen. Oder du fügst ein paar frische Kräuter hinzu. Für eine herzhafte Beilage empfehlen wir Tomatenmark als natürlichen Geschmacksverstärker. Falls du es lieber etwas süßer magst: Probier die Power-Samen doch mal mit Milch, Honig, Zimt und etwas Kardamom!

Quinoa nach dem Kochen backen

Richtig knusprig wird es, wenn du deine Quinoa nach dem Kochen im Ofen backst. Die Superfood-Körner einfach auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei etwa 175 Grad rund 30 Minuten goldbraun backen. Perfekt als Zugabe zu Bowls und besonders lecker als knuspriges Müsli am Morgen, denn: Durch das Backen erhält die Quinoa herrliche Röstaromen, die super mit dem nussigen Eigengeschmack harmonieren.

Servieren von Quinoa

Nicht erschrecken! Nach dem Kochen kann Quinoa etwas verklumpt aussehen. Das bedeutet nicht, dass du etwas falsch gemacht hast. Einfach eine Gabel nehmen, die Körner etwas auflockern, etwas ruhen lassen und anschließend servieren. Unser Tipp: Etwas Käse unter die Quinoa reiben und nach Belieben zum Beispiel Tomaten und Oliven hinzugeben. Passt perfekt zu Fleisch und Gemüse! Alternativ schmeckt Quinoa auch lecker, wenn sie mit frischen oder gebackenen Früchten gemischt wird. Am Ende zählt, was dir schmeckt!