Warum ist Quinoa bitter?

Das Quinoa bitter schmeckt, liegt an einem Stoff namens Saponin, der in der Schale der Quinoa-Samen steckt. Das meiste davon ist nach dem Schälen bereits entfernt, Spuren davon können aber immer noch vorhanden sein. In der Folge schmeckt das Pseudogetreide dann bitter bis seifig. Weiße Quinoa sind grundsätzlich milder als die rote oder schwarze Sorte.

Gründlich waschen, rösten oder in Brühe kochen

Zugegeben, es kann etwas lästig sein, Quinoa zu waschen. Denn sobald sie nass werden, benehmen sich die winzig kleinen Samen ganz schön störrisch und kleben am Küchensieb. Mit etwas Geduld und einem Löffel landen sie aber letztlich da, wo ihr sie hinhaben möchtet. Hauptsache ist: Auf diese Weise wurde ein Großteil der bitteren Saponine beseitigt.

Die Art der Zubereitung birgt weitere Möglichkeiten, Quinoa weniger bitter schmecken zu lassen. Wenn die Körnchen in natriumarmer Brühe gekocht werden, neutralisiert das die Bitterstoffe. Die Quinoa-Samen nehmen dabei die Würze auf und entwickeln einen runden Geschmack. Wer mag, gibt außerdem Lorbeerblätter dazu, um das Ganze noch köstlicher zu machen. Alternativ ergänzen Kräuter oder auch Tomatenmark den Quinoa-Geschmack.

Ein weitere Variante, die Quinoa-Bitterkeit zu beseitigen, ist das gründliche Rösten des Inka-Korns. Gebt die gewünschte Menge an Quinoa zum Beispiel mit Olivenöl in eine Pfanne und röstet sie ausführlich und unter ständigem Umrühren – so lange, bis sich ein leckerer Duft entwickelt, der ein wenig an Plätzchen erinnert.

Quinoa clever kombinieren

Nicht zuletzt kommt es darauf an, welche übrigen Zutaten euer Quinoa-Gericht enthält. Zusätzliche Bitterstoffe, wie sie zum Beispiel in Broccoli und Kohl enthalten sind, können jedoch durch weitere Ingredienzien ausgeglichen werden. Solche Nuancen werden perfekt durch salzige oder süße Zutaten neutralisiert: Oliven, herzhafte Fleischsorten, Honig oder Früchte – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.