Die Zubereitung von Hülsenfrüchten ist an sich sehr einfach: Wenn man einige Kleinigkeiten beachtet, dann gelingen die kleinen Powerpakete mit Sicherheit. In fünf Schritten gelangt man zu einem super Ergebnis. Richtig zubereitete Hülsenfrüchte eignen sich hervorragend für Salate, als Füllungen für Gemüse oder als Beilage zu Fisch und Fleisch.

Hülsenfrüchte verlesen und waschen

Zunächst die Hülsenfrüchte in eine Schale mit reichlich Wasser legen und die herausnehmen, die oben schwimmen. Es handelt sich eventuell um beschädigte Samen. „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ hieß es schon bei Aschenputtel im Märchen. Sollten sich kleinere Verschmutzungen an den Hülsenfrüchten befinden, werden diese durch das Waschen ebenfalls entfernt.

Hülsenfrüchte einweichen

Die einzelnen Sorten von Hülsenfrüchten haben unterschiedlich lange Einweichzeiten. Die meisten Linsen und geschälten Hülsenfrüchte müssen in der Regel nicht einweichen. Einige Bohnen allerdings weichen bis zu 24 Stunden ein. Sie sollten in reichlich kaltem Wasser eingeweicht werden. Es ist wichtig, sich an die auf der Verpackung der Hülsenfrüchte angegebenen Einweichzeiten zu halten, denn im Einweichwasser lösen sich giftige und nur schwer verdauliche Inhaltssstoffe.

Hülsenfrüchte spülen

Hülsenfrüchte spülen Wenn die Hülsenfrüchte lange genug eingeweicht wurden, dann das Einweichwasser weggießen und die Hülsenfrüchte einmal kurz kalt abspülen. Das Einweichwasser nicht verwenden, denn die Oligosaccharide, die zu Blähungen führen können, befinden sich in diesem Wasser. Außerdem können sich noch andere nur schwer verträgliche Stoffe gelöst haben.

Hülsenfrüchte kochen

Die Hülsenfrüchte mit reichlich Wasser in einen großen Topf geben und bei verschlossenem Deckel zum Kochen bringen. Wenn es kocht, den Deckel nur noch halb auflegen, damit Wasser verdampfen kann. Zwischendurch immer mal wieder nach den Hülsenfrüchten schauen, wenn zu viel Wasser verdampft ist, dann unbedingt heißes Wasser nachgießen. Sie müssen immer mit Wasser bedeckt sein. Die Hülsenfrüchte nicht bei voller Hitze kochen, sondern ihnen lieber Zeit lassen: Sonst werden sie sehr schnell breiig und die äußere Hülle zerfällt, obwohl sie im Inneren noch nicht gar sind. Die Kochzeit variiert je nach Sorte, Alter, Einweichzeit und Wasserhärte. Also immer mal testen, ob die kleinen Hülsenfrüchte vielleicht schon gar sind. Generell gilt aber: Lieber etwas länger als zu kurz kochen, dann werden sie schmackhafter und besser verdaulich. Beim Kochen kein Salz in das Kochwasser geben. Diese Kleinigkeit unterscheidet Hülsenfrüchte zum Beispiel von Pasta und Reis.

Hülsenfrüchte würzen:

Es sollte kein Salz mit in das Kochwasser der Hülsenfrüchte gegeben werden. Salz kann verhindern, dass die Hülsenfrüchte gar werden. Auch die Zugabe von Säure, wie zum Beispiel Zitronensaft, Sojasauce oder Essig im Kochwasser kann verursachen, dass die Hülsenfrüchte nicht weich werden. Deshalb erst nach dem Kochen nach Belieben würzen. Getrocknete Kräuter, wie zum Beispiel Kümmel, Majoran, Thymian oder Lorbeer, können schon mit ins Kochwasser gegeben werden, um das Aroma zu intensivieren.

Mit den gekochten Hülsenfrüchten lassen sich viele köstliche Rezepte zubereiten. Ein Klassiker der Hülsenfrüchte-Küche ist sicherlich Chili con carne mit Kidneybohnen. Aber dieses Gericht lässt sich auch sehr gut vegetarisch zubereiten. Gegarte Linsen, Bohnen und Kichererbsen eignen sich auch super für Salate, Suppen und Aufläufe. Wer gekochte Hülsenfrüchte in seine Ernährung integriert, der sorgt nicht nur für viel Abwechslung auf dem Teller, sondern nimmt auch wichtige Proteine, Ballaststoffe und Vitamine auf.