Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen. Aber woher kommt eigentlich die Energie bei sportlicher Betätigung? Und warum hat man dabei so hohen Sauerstoffbedarf?

Sport gehört dazu und hält fit. Durch Sport wird die Muskulatur gestärkt und die Bereitstellung von Energie auf die Spitze getrieben. Bei intensivem Training geht es an die Kraftreserven des Körpers.

Wie unterscheiden sich aerobe und anaerobe Leistung?

Aerobe Leistung ist die Leistung, bei der die über die Atmung aufgenommene Sauerstoffaufnahme ausreicht, um die benötigte Energie im Arbeitsmuskel zu decken.

Anaerobe Leistung ist die Leistung, bei der der Körper seine Energiegewinnung nicht mehr aus dem Sauerstofftransport durch das Blut decken kann. Hierbei werden Kohlenhydrate (Glukose) ohne Verbrauch von Sauerstoff in der Glykolyse verwertet. Es fällt Laktat an, das nach und nach den Muskel übersäuert.

Unter der muskulären Energiebereitstellung unterteilt man aerobe und anaerobe Leistung. Steht Sauerstoff in ausreichender Menge zur Verbrennung der Energieträger zur Verfügung, spricht man von aerober Leistung. Ist die Sauerstoffzufuhr auf Grund hoher Belastungsintensität unzureichend, wird die Energie unter dem Eingehen einer Sauerstoffschuld bereitgestellt. In diesem Fall spricht man von anaerober Leistung.

Verschiedene Ausdauerleistungen im Vergleich

Es gibt Kurz-, Mittel- und Langzeitausdauer. Die Kurzzeitausdauer findet man im Bereich von Belastungen von 45 Sekunden bis 2 Minuten Diese Belastungen werden überwiegend mit anaerober Energiebereitstellung gestemmt. Die Mittelzeitausdauer umfasst Belastungen von 2 bis 8 Minuten mit zunehmender aerober Energiegewinnung. Die Langzeitausdauer beinhaltet Belastungen ab 8 Minuten. Diese Belastungen werden durch fast ausschließlich aerobe Energiebereitstellung durchgeführt.

Je länger die Belastung, desto eher geht’s an die Fettreserven

Die Energieversorgung erfolgt bei Ausdauerbelastungen durch das Zusammenwirken von Glukosestoffwechsel und Fettstoffwechsel. Hierbei nimmt mit steigender Belastungsdauer der Anteil des Fettstoffwechsels zu, während der Glukosestoffwechsel reduziert wird.