Mood Herz Reis Hand

Eigentlich seltsam: Wenn ein frisch getrautes Paar die Kirche verlässt, bewirft man es mit Essen. Und das Paar nimmt es einem noch nicht mal übel. Warum eigentlich?

Die Idee mit dem Reis hatten mal wieder die Asiaten. Dort bedeutet »Reis« oft das gleiche wie »Mahlzeit«. Außerdem gibt es zahlreiche asiatische Bräuche in die Reis involviert ist. Reiskuchen zum Beispiel sind in mehreren asiatischen Ländern eine traditionelle Speise zu festlichen Anlässen. In Korea wird vor kleinen Kindern bei einer speziellen Zeremonie ein Tisch mit verschiedenen Objekten aufgebaut, darunter eine Schüssel mit Reis. Wählt das Kind den Reis aus, dann gilt das als Vorzeichen für späteren Reichtum. Bei Familienfesten und Zeremonien wird in China stets auch eine Schale mit Reis für die verstorbenen Ahnen aufgestellt, die so symbolisch teilnehmen.

Davon fühlten sich die Europäer wohl inspiriert. Ein Brautpaar mit Reis zu bewerfen, soll dem Paar eine glückliche und kinderreiche Zukunft bescheren.

Von den Erbsen zum Reis

Als Reis in Europa noch nicht so verbreitet war, wurden vor allem Graupen und Erbsen verwendet. In manchen Fällen griff man sogar auf Nüsse zurück. Inzwischen ist es jedoch in fast allen Kulturen der Welt üblich mit Reis zu werfen.

Verbote und Alternativen

In vielen Gemeinden ist es mittlerweile verboten – oder zumindest unerwünscht – Reis zu werfen. Oftmals ist es ein Problem der Reinigung. Wenn der Reis liegen bleibt, zieht er Ratten und Tauben an. Außerdem sehen es viele Gemeinden ungern, wenn mit Lebensmitteln geworfen wird, obwohl viele Menschen auf der Welt Hunger leiden. Deshalb sehen sich viele Brautpaare nach Alternativen um, wie zum Beispiel Seifenblasen oder Luftballons.

Die beste Alternative ist unserer Meinung nach sowieso dem Brautpaar einfach Reis zu schenken. So können die frisch Getrauten beim gemeinsamen Kochen und Essen in das Eheleben starten. Besonders eignen sich dafür die Reishunger Rezeptboxen, die bereits alle Zutaten und ein Rezept für ein bestimmtes Gericht enthalten.