Gleich auf dem Index steht man sicher nicht, wenn man Nahrung mit meist hohem glykämischen Index zu sich nimmt. Aber was ist damit eigentlich genau gemeint? Werden Sie GI Experte und lesen Sie weiter.

Die blutglucosesteigernde Wirkung von Lebensmitteln wird als Glykämischer Index (GI) bezeichnet. Der GI gibt jenen Prozentsatz des Blutglucoseanstiegs an, der im Vergleich zum Verzehr der gleichen Kohlenhydratmenge in Form von reiner Glucose (GI = 100) entsteht. Je höher der GI eines Lebensmittels, desto größer ist die Belastung des Zuckerstoffwechsels und umso größer ist die Insulinausschüttung.

Mit ständig erhöhtem Insulinspiegel sind langfristig eine Insulinresistenz, Übergewicht, verschiedene Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes Typ 2) sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. 
Der GI von Reis ist sorten- und zubereitungsabhängig unterschiedlich. Je höher der Amylosegehalt des Reises, desto niedriger sein GI, da Amylose viel langsamer verdaut wird als Amylopektin.
 Bei den Zubereitungsmethoden ist die Dämpfmethode am besten dazu geeignet, den GI niedrig zu halten.

Brauner Reis hat einen, im Vergleich zum weißen Reis derselben Sorte, niedrigeren GI, da er einen höheren Gehalt an Nahrungsfasern, Phytinsäure und Polyphenolen aufweist. Somit ist er eine ideale Sättigungsbeilage für Diabetiker sowie Menschen mit hohem Blutdruck.

Glykogen

Glykogen ist ein verzweigtes Polysaccharid das aus Glukose-Einheiten aufgebaut ist. Es dient der kurz- bis mittelfristigen Speicherung und Bereitstellung des Energieträgers Glukose im menschlichen und tierischen Organismus. In Leber- und Muskelzellen wird bei einem Überangebot von Kohlenhydraten Glykogen aufgebaut. Bei vermehrtem Energiebedarf verwenden die Muskelzellen ihren Glykogenspeicher.

Glykogenspeicher

Glykogenspeicher bezeichnet die Speicher der in Glykogen umgewandelten Kohlenhydrate in den Zellen verschiedener Organe. Das gespeicherte Glykogen befindet sich ungefähr zu einem Drittel in der Leber und zu zwei Dritteln in der Muskulatur.

Glykolyse

Glykolyse bezeichnet den schrittweisen Abbau von Glucose und ist ein zentraler Vorgang im Energiestoffwechsel.

Glukose

Glukose ist ein Monosaccharid und gehört somit zu den Kohlenhydraten. Natürlich vorkommende Glukose wird auch als Traubenzucker bezeichnet.