Reismehl

»Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!« Dieses Sprichwort bezieht sich nicht etwa wie viele Kinder denken auf das Malen mit Farbe, sondern auf das Mahlen von Mehl in der Mühle. So weit, so gut. Nur über welches Mehl sprechen wir hier?

Bei Mehl denken Sie sicherlich erst mal an Weizenmehl, höchstens noch an Roggenmehl. Aber haben Sie schon mal daran gedacht, dass man auch aus Reis Mehl herstellen kann?

Die Herstellung von Reismehl hat ihren Ursprung dort, wo alles herkommt, das mit Reis zu tun hat, nämlich in Asien. In Japan zum Beispiel wird Reismehl gerne benutzt um Süßigkeiten, sogenannte Wagashi, herzustellen und in Thailand ist Reismehl ein beliebter Soßenbinder. Auf die Idee aus Reismehl Brot zu backen kamen erst die Europäer, da Brot in Asien wenig bekannt und beliebt ist.

Brot aus Reismehl gewinnt in Europa eine immer größere Bedeutung, da hier viele Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Glutensensibilität nicht auf Brot verzichten möchten. Reisbrot bietet dabei eine gute, glutenfreie Alternative.

Beim backen von Reisbrot sollte man allerdings beachten, dass Reismehl über völlig andere Eigenschaften verfügt als Weizenmehl. Deshalb kann man kein Brot komplett aus Reismehl backen, sondern muss es mit anderen, ebenfalls glutenfreien Mehlen mischen. Dazu bieten sich zum Beispiel Hirsemehl und Quinoamehl, aber auch Amaranth-, Mais-, Kichererbsen- und Buchweizenmehl an. Außerdem nimmt Reismehl im kalten Zustand fast keine Flüssigkeit auf. Ihr Teig wird vor dem Backen also sehr flüssig sein, aber das ist richtig so. Beim Backen nimmt der Reis die Flüssigkeit dann auf und das Brot erhält eine feste Konsistenz.