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Was ist Reis?


Ist Reis Getreide?

Nach der Definition beschreibt der Begriff "Getreide" einjährige, landwirtschaftliche Pflanzenarten, die zur Kategorie der Gräser zählen und einsamige Früchte tragen. Hierzu zählen unter anderen Roggen, Weizen, Gerste, Hafer und unser beliebter Reis. Also ja, Reis ist Getreide!

Ist Reis Weizen?

Nein, der Reis ist kein Weizen, auch wenn beide zur Getreide-Familie gehören. Reis ist auch kein Roggen, keine Gerste und auch kein Hafer. Reis ist Reis, unverwechselbar und einzigartig vielfältig!

Tipp: Das Besondere am Reis ist, dass er von Natur aus glutenfrei ist und sich somit gerade für Allergiker als Grundnahrungsmittel eignet.

Aufbau einer Reispflanze

Die Kulturreispflanze

Eine Kulturreispflanze kann aus bis zu 30 Stängeln bestehen, diese werden zwischen 50 und 160 Zentimeter hoch und tragen eine schmale, überhängende Rispe. Die Reispflanze hat kleine Ähren als Blütenstände. Diese enthalten üblicherweise drei Blüten, wovon zwei steril sind und eine fertil, also fruchtbar ist. Diese Blüten sind in den Rispen angeordnet.

Das Reiskorn

Von einer einzigen Reispflanze können bis zu 3.000 Reiskörner abgeerntet werden. Das einzelne Reiskorn besteht aus einem Keimling, einem Mehlkörper, einer Deckspelze, die zum Schutz der fruchtbaren Blüte dient und das sogenannte Silberhäutchen.

Das Silberhäutchen umgibt das Reiskorn. Man bezeichnet es als eiweißreiche Aleuronschicht und erklärt den Unterschied zwischen polierten und unpolierten Reis.

Unterschied polierter und unpolierter Reis

Polierter Reis

Bei der Verarbeitung von Reis wird die Deckspelze als erstes entfernt. Wird zusätzlich noch das Silberhäutchen vom Korn getrennt, so handelt es sich um polierten Reis. Polierter Reis umfasst geschälte, weiße Reissorten.

Hierzu zählen z.B. Jasmin Reis, Basmati Reis, Sadri Reis sowie Sushi Reis.

Unpolierter Reis

Bei unpoliertem Reis handelt es sich um Vollkornreis, was bedeutet, dass diese Körner ihr Silberhäutchen noch besitzen. Vollkornreis ist besonders reich an Mineralien, Vitaminen und weiteren Nährstoffen, da diese direkt unter dem Silberhäutchen sitzen.

Dazu gehören z.B. Schwarzer Reis, Roter Reis, Vollkorn Jasmin Reis und Natur Reis.

Reisanbau

Ausnahme vorweg: Wildreis

Anders als bei anderen Reissorten handelt es sich beim Wildreis um den Samen eines Süßgrases. Genau genommen hat der Wildreis nämlich nur die Form und Zubereitungsart mit Reis gemeinsam. Die Pflanzen wachsen an Ufern von Flüssen und Seen und werden daher auch Wasserreis genannt. Die Pflanzen werden zwischen einem und drei Meter hoch. 

Jedes Jahr aufs Neue: Kulturreispflanze

Kulturreispflanzen gehören zu den einjährigen Gräserarten. Das heißt, dass sie jede Saison neu angepflanzt werden müssen. Ursprünglich wurde die Reispflanze auf trockenem Boden angebaut, hat sich aber durch Züchtungen zu einer Sumpfpflanze entwickelt. Reispflanzen werden auf zwei verschiedene Arten angebaut. Zu 80% wird Reis als Nassreis, die anderen 20% als Trockenreis angebaut.

Nassreisanbau

Beim Nassreisanbau werden pro Kilogramm Reis zwischen 3.000 und 5.000 Liter fließendes Regen- und Flusswasser benötigt. Die Felder werden mithilfe eines Wasserbüffels für die Saat vorbereitet, bepflanzt und anschließend geflutet. Vor der Ernte wird das Wasser wieder abgelassen, die Reispflanze geerntet, gedrescht, getrocknet und gereinigt. Eine Form des Nassreisanbaus ist der Terassenanbau. In den meisten Gebieten wird hier noch traditionell mit der Hand gearbeitet.

Trockenreisanbau

Das Gegenstück, der Trockenreisanbau wird vor allem in Regionen mit wenig Niederschlag oder im Gebirge bevorzugt. Trockenreis wird für sein intensiveres Aroma geschätzt, ist allerdings teurer. Durch die zusätzlich geringeren Erträge ist der Trockenreisanbau keine echte Alternative zum Nassreisanbau. Da ein Anbau mit der Hand nicht bezahlbar wäre, wird hier mit maschinellen Anbauverfahren gearbeitet. 

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