Quinoa – das Wunderkorn

Quinoa trägt die Bezeichnung Superfood nicht ohne Grund. Vollgestopft mit wichtigen Nährstoffen, ist Quinoa besonders für die vegane und vegetarische Ernährung ein wichtiger Baustein. Es ist proteinreich und besitzt darüber hinaus alle essenziellen Aminosäuren, die der Körper benötigt. Das Inkakorn ist nicht fettarm, enthält aber die für den Körper wichtigen hochwertigen, ungesättigten Fettsäuren. Diese senken erwiesenermaßen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und in der Folge für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Zudem finden sich in den Fetten des Quinoas weitere hochwertige Inhaltsstoffe wie Omega-3 oder Linolensäure.

Damit nicht genug! Komplexe Kohlenhydratverbindungen sorgen für einen Ausgleich des Blutzuckerspiegels, der hohe Ballaststoff-Gehalt reguliert die Verdauung und senkt damit auch hier wieder das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen. Das wichtige Vitamin B-2 schafft die Grundlage für eine gute Versorgung der Zellen mit Sauerstoff: 100g Quinoa decken etwa 6 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin B-2 ab.

Quinoa: Auf Qualität und Reinheit achten

Ja, Quinoa ist schon fast ein kleines Wundermittel. Naheliegend ist deswegen der Gedanke, auch den eigenen Nachwuchs so früh wie möglich mit Quinoa zu füttern und so alle Vorteile mitzunehmen. Allerdings ist Quinoa für Säuglinge und Babys nicht unbedingt unproblematisch.

Zum eigenen Schutz besitzt Quinoa Saponine, also Bitterstoffe, die bei Kindern unter zwei Jahren zu Unverträglichkeiten führen können. Zudem enthält Quinoa hohe Konzentrationen an Oxalaten und Phytaten, die bei Kleinkindern die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen reduzieren können. Daher ist es laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besonders wichtig, bei Quinoa auf die Qualität und die Reinheit zu achten. Selbst bei industrieller Reinigung ist nicht sichergestellt, dass tatsächlich alle Saponine entfernt werden, laut BfR sind es 95 Prozent. Die Produkte sollten also nachweislich frei von Saponinen sein und einen Oxylat- und Phytat-Gehalt besitzen, der dem anderer, für die Säuglingsnahrung empfohlener, Pflanzen entspricht.

Für Kinder, die älter als zwei Jahre sind, sind Saponine, sowie Oxylate und Phytate, absolut unbedenklich. Sollte beim Kauf von Quinoa auf die eben angesprochene Qualität und Reinheit geachtet werden, können Kinder laut Experten ab dem 10. Monat an Quinoa herangeführt werden.