In ihren Samen steckt jede Menge gesunde Power, und allein schon optisch ist die Quinoa-Pflanze ein echtes Highlight. In Lateinamerika wird sie seit Jahrtausenden angebaut, doch dank wachsender Beliebtheit bei gesundheitsbewussten Konsumenten ist das farbenfrohe Gewächs mittlerweile sogar für Hobbygärtner in unseren Breiten interessant. Da es erfreulich anspruchslos und pflegeleicht ist, wächst Quinoa überall – sogar im heimischen Garten ist der Anbau ganz leicht möglich. Wie wäre es also mit deinem ganz persönlichen Quinoa-Pflanzprojekt im kommenden Gartenjahr?

Widerstandskraft und Farbexplosion

Sieht man nicht so genau hin, könnte die Quinoa-Pflanze glatt als eine sehr spezielle Blume durchgehen. Ihre gereiften Samen leuchten büschelweise in satten Nuancen von Grün, Gelb über Orange, Pink bis hin zu Purpur. Das einjährige, krautige Gewächs kann theoretisch bis zu drei Meter hoch werden, die Wurzeln im Schnitt meist 30 bis 50 Zentimeter lang. Quinoa ist extrem widerstandsfähig und genügsam, hält Frost und Trockenheit aus und wächst sogar auf sandigen oder sandig-lehmigen Böden.

Hauptanbaugebiete in Südamerika

Ursprünglich stammt Quinoa aus Nordamerika, verbreitet war und ist die Pflanze mit den reisähnlichen Samen allerdings in Südamerika – und das bereits seit 6000 Jahren. Zu den Hauptanbaugebieten gehören dort noch heute Peru, Bolivien und Ecuador, wo das anspruchslose Pseudogetreide trotz des rauen Klimas und karger Böden in meist über 4000 Metern Höhe der Anden wächst.

Geschichte und Verbreitung

Die Quinoa-Pflanze wurde also schon von der Hochkultur der Inkas gezogen und verwendet – daher stammen die alternativen Bezeichnungen Inka-Reis und Inka-Korn. Auch Andenhirse und Reisspinat sind übliche Bezeichnungen, je nachdem, ob eher das Anbaugebiet oder der Nährstoffgehalt betont werden soll. Seit sehr langer Zeit gehört das Gewächs aus der botanischen Familie der Fuchsschwanzgewächse zu den Hauptnahrungsmitteln in dieser Region. Doch die spanischen Eroberer nannten es im 16. und 17. Jahrhundert sogar „unchristlich“ und der Anbau wurde verboten.

Die Wiederentdeckung von Quinoa

Diese Zeiten sind zum Glück längst vorbei. Anfang der 1990er Jahre berichtete die Nasa von den gesundheitsfördernden Eigenschaften der Quinoa und sorgte damit für eine weltweit ansteigende Nachfrage. 2013 ernannten die Vereinten Nationen (UN) zum „Jahr der Quinoa“, um die Bedeutung der Kulturpflanze in Zeiten von Hunger und Klimawandel zu unterstreichen. Quinoa spielt parallel nicht nur in den ursprünglichen Anbaugebieten in Südamerika eine große Rolle. Im Zuge des Wellnesstrends und dem damit verbundenen Fokus auf gesunde Ernährung entdeckte auch der Rest der Welt die positiven Eigenschaften des Pseudogetreides. Der Anbau ist in Europa und speziell Deutschland aber bislang noch relativ selten.

Schnell und einfach im eigenen Garten ziehen

Der Anbau im heimischen Garten ist tatsächlich relativ einfach, denn Quinoa braucht kaum Pflege. Seine Robustheit und hohe Widerstandskraft lässt das Inka-Korn auch Wetterkapriolen auf der Nordhalbkugel verzeihen. Optimal ist der Boden, wenn darauf vorher schon Kartoffeln oder Mais gezogen wurden. Wichtig ist: Er sollte möglichst wenig Stickstoff enthalten.

Wer Quinoa für den eigenen Gebrauch züchten möchte, besorgt sich hochwertiges, BIO-zertifiziertes Saatgut. Die Aussaat erfolgt Mitte bis Ende April, verstreut werden dabei 100 bis 200 Samen pro Quadratmeter. Zwischen den Reihen sollte es einen Abstand von 30 Zentimetern geben, damit die in mitteleuropäischen Gefilden meist circa 50 Zentimeter bis 1,50 Meter hohen Gewächse genug Raum zum Gedeihen haben. Zwar ist in unseren Breitengraden wenig Wasser und auch kein besonderer Dünger erforderlich, Unkraut sollte jedoch immer gründlich beseitigt werden.

Ernte der Quinoa-Körner

Im Prinzip sollte danach alles schnell und einfach laufen: Die Pflanzen keimen in kürzester Zeit, wachsen und entwickeln ihren typisch weit verzweigten Stängel, dicke Blätter und grüne, unauffällige Blüten. Die einzelnen Früchte haben jeweils nur rund zwei Millimeter Durchmesser und verfärben sich je nach Sorte mit zunehmender Reife.

Ab Ende August und bis Ende September oder im Zweifel sogar bis Mitte Oktober wird das Pseudogetreide dann je nach Witterung und Ertrag möglichst trocken sowie per Hand geerntet. Jetzt wird es ein wenig aufwendiger, denn nur die wirklich reifen der nussähnlichen Quinoa-Samen werden anschließend aussortiert und danach getrocknet. Erst dann sind sie verwendbar für die Weiterverarbeitung in der Küche.

Unser Tipp: Spar dir die Mühe – und bestell Quinoa einfach bei uns. Wir kennen unsere Bauern, wissen, wo die Power-Samen herkommen und verwenden nur die beste Auswahl für unsere Produkte.