Polenta … noch so eine Randgestalt im Supermarktregal, die bestenfalls als langweilige Beilage durchgeht. Die wenigen, die sich im Vorbeigehen doch von der Neugierde packen lassen haben, wurden nicht selten schnell wieder von ihr verlassen. Irgendwie trocken und fad der Brei, da greift man doch lieber wieder zur bekannten Kartoffel. Dabei lässt sich Polenta mindestens genauso vielseitig und lecker zubereiten. Glaubst du nicht? Wir überzeugen dich vom Gegenteil!

Polenta hat es hierzulande wahrlich nicht leicht. Eine unbeliebte Beilage, die es eher selten auf den deutschen Teller schafft. Lieber bedienen wir uns anderer Optionen unserer Beilagen-Hitliste – allem voran Kartoffeln und Pasta. Im Süden zeigt sich ein anderes Bild. Früher noch ein typisches Arme-Leute-Essen, ist Polenta in Norditalien heute so beliebt, dass sie von Süditalienern etwas abfällig „Polentoni“ (=Polentafresser) genannt werden. Die Polentonis lieben ihre Polenta wie wir „Deutschen Kartoffeln“ unsere Kartoffel. Und das zu Recht, denn Polenta kann mindestens genauso vielfältig und abwechslungsreich zubereitet werden. Hier kommen unsere besten Tipps und Kniffe, für leckere Polenta Gerichte, die alles andere als fad und trocken sind.

Der Unterschied zwischen Polenta und Polenta

Selbst die beste Geheimzutat oder der raffinierteste Kniff nützen nichts, wenn der Rohstoff nichts taugt! Die traditionelle Zubereitung von Polenta kostet einiges an Kraft und Geduld. So wird Maisgrieß, ein Maiserzeugnis welches mehr oder weniger grob geschrotet wurde, langsam in kochendes Salzwasser eingeführt und für etwa eine Stunde durchgehend gerührt, um eine heterogene Masse zu erhalten, die nicht anbrennt. Glücklicherweise gibt es heute vorgegarten Polentagrieß, der schnell zuzubereiten ist und uns einen Rührarm erspart. Doch auch hier zeigen sich erhebliche Unterschiede in Zubereitung und Qualität. Unsere Bio Polenta kommt aus authentisch italienischem Anbau und ist schonend vorgedämpft und nach nur 10 Minuten Kochen und weiteren 15 Minuten Ruhzeit servierfertig. Es gibt jedoch auch Schnellkoch-Polenta, die durch ein stärkeres Vorgaren nach nur 1 oder 2 Minuten zubereitet ist.

Vom simplen Grundrezept zum raffiniertem Polenta Gericht

Die Zubereitung einer Polenta variiert je nach Produkt und ist der jeweiligen Verpackungsangabe zu entnehmen. Grundsätzlich wird der Maisgrieß aber mit Wasser oder Gemüsebrühe angerührt. Für unsere Polenta nimmt man 1 Teil Polenta und rührt sie langsam in die dreifache Menge kochendes Salzwasser oder Brühe ein. Nach einem kurzen Aufkochen wird die Hitze reduziert und für 10 Minuten beständig gerührt, bis ein cremiger und homogener Brei entsteht. Dieser Polentabrei ist die einfachste Art, Polenta zuzubereiten – du zugegeben, keine wirkliche Geschmacksexplosion. Das lässt sich aber mit wenigen Handgriffen ändern.

Polenta als deftige Beilage

Polenta ist von Natur aus zart-nussig im Geschmack und lässt sich sowohl süß als auch herzhaft genießen. Für eine besonders cremige Polenta empfehlen wir, den Gries mit einer Mischung aus Wasser und Milch zuzubereiten. Um dem Brei als Beilage etwas mehr Pfiff zu verpassen, reichen schon wenige Gewürze aus. Lorbeer, Muskatnuss, Salz, Pfeffer und Knoblauch passen perfekt zur herzhaften Polenta und können zusammen mit dem Maisgrieß direkt in die Flüssigkeit gegeben werden. Auch Rosmarin Spähne, getrocknete Tomaten, Parmesan und feines Olivenöl bieten sich für die mediterrane Speise an und lassen sich während der Zubereitung unterheben. Als herzhafte Beilage passt Polenta perfekt zu kräftigen Gerichten und Wild und lässt in seiner goldgelben Farbe jeden Kartoffelbrei blass aussehen.

Rezept-Tipp: Safran Polenta mit Parmesan Ofengemüse

Leckere Maisgrieß Desserts

Auch für die Dessert Fans finden sich unzählige Polenta Rezepte, die Hunger und das Verlangen nach Süßem gleichermaßen stillen. Für ein Dessert empfiehlt es sich, die Polenta ganz und gar mit Milch zu kochen. In einfachster Form wird darin einfach ein wenig Zucker untergerührt; damit beeindruckt man aber auch keinen. Mehr Raffinesse versprechen ein Spitzer Limette, frisches Obst, ein Hauch Vanille und leckere Toppings wie Kokosflocken oder Kakaonibs.

Rezept-Tipp: Veganas Polenta Dessert

Außergewöhnliche Polenta Variationen

Dabei kann Polenta -ob süß oder herzhaft - die verschiedensten Formen annehmen. Besonders beliebt sind Polentaschnitten, die nicht nur köstlich, sondern auch eine super Methode zur Resteverwertung sind. Der Polentabrei vom Vortag wird einfach in Scheiben geschnitten und mit ein wenig Olivenöl in der Pfanne für je 5 Minuten beidseitig angebraten. Andere Zubereitung, genauso lecker: Wer sich die zusätzlichen Kalorien durch das Braten sparen möchte, kann seine frische Polenta auch backen. Damit sie schön fest wird und nicht zu bröckeln beginnt, sollte dem gekochten Brei ein wenig Schlagsahne (… ach, lassen wir das mit dem Kalorien sparen) untergerührt werden. Im Anschluss wir die Masse gleichmäßig auf ein Backblech gegeben und bei 200°C für 10-15 Minuten gebacken. In dieser Form lässt sie sich als Sättigungsbeilage zum Salat essen, als Suppeneinlage nutzen oder auch zur Polenta Pizza weiterverarbeiten.

Appetit bekommen? Hier kommen unsere liebsten Polenta Rezepte:

Spargelsalat mit gerösteten Beluge-Linsen und Polentacroutons


Süsser Polenta-Vanillebrei mit Beeren


Crispy Polenta Pommes mit Dip


Polenta Dutch Baby - XXL Pancake