Hättest du gewusst, woran du ein gutes Olivenöl erkennst? Hier kommen 10 interessante Fakten über Olivenöl. Erfahre, was es so gesund macht, wo du gutes Olivenöl beziehen kannst und wie du es perfekt in der Küche einsetzt.

  1. In Deutschland liegt der pro Kopf Verbrauch bei 0,5 l Olivenöl im Jahr mit steigender Tendenz. Im Vergleich zu Italien und Spanien mit 10 Litern Verbrauch pro Einwohner oder den Griechen, die sich im Jahr durchschnittlich sogar 15 Liter genehmigen, sind wir aber noch reinste Olivenöl-Anfänger.
  2. Dabei gilt Olivenöl als eines der gesündesten Öle und passt zu fast jedem Gericht. Seine wertvollen ungesättigten Fettsäuren schützen das Herz und senken den Cholesterinspiegel und das enthaltene Vitamin E schützt als Antioxidant vor freien Radikalen.
  3. Ebenfalls wertvoll ist Olivenöl für Haut und Haar. Als Feuchtigkeitsspender helfe es, sprödes Haar geschmeidig und glänzend zu pflegen und als Hautpflege wird ihm eine verjüngende Wirkung nachgesagt. Das enthaltene Vitamin E trage zur Sauerstoffversorgung bei und verleihe der Haut Spannkraft.
  4. Olivenöle werden mit unterschiedlichen Zusätzen betitelt, die Aufschluss über die Qualität des Tropfens geben. Dabei bedeutet „nativ“ naturbelassen und „extra“ besonders gut. Öle mit dem Zusatz „nativ extra“ oder auch „extra vergine“ entsprechen der höchsten Güteklasse. Olivenöle mit dieser Bezeichnung dürfen keine Fehlaromen und maximal 0,8% freie Fettsäuren enthalten. In der Praxis ist es jedoch so, dass Hersteller ihre Öle für diese Auszeichnung nicht testen müssen. Auch der Zusatz „kaltgepresst“ ist kein entscheidendes Qualitätskriterium, da Olivenöle heutzutage fast ausschließliche über die Kaltpressung gewonnen werden.
  5. Tatsächlich wird bei keinem anderen Lebensmittel in der EU so viel gepanscht wie bei Olivenöl. Daher setzt sich die Handelsagentur arteFakt mit der Olivenölkampagne und der Förderung von Erzeuger-Verbraucher Beziehungen, wie beispielsweise durch die Olivenöl Abholtagen in Wilstedt, für mehr Qualität und Transparenz ein.
  6. Ein gutes Olivenöl findet man in jedem Fall in einem Fachhandel. Hier kann häufig sogar direkt verkostet werden. Um ohne eine beratende Kompetenz ein gutes Olivenöl zu finden, schaut man am besten darauf, dass Anbau und Abfüllung durch den gleichen Produzenten erfolgten.
  7. Ein anderes Kriterium für gutes Olivenöl ist ein hoher Anteil sekundärer Pflanzenstoffe. Je mehr Bio- und Polyphenole enthalten sind, desto gesünder ist es. Sie zeichnen sich durch einen herb-bitteren Geschmack aus und verleihen dem Öl pfeffrige Nuancen. Fehlen diesem Öl diese Noten, ist es möglicherweise alt und bereits mit Sauerstoff in Berührung gekommen oder aber von Anfang an schlecht erzeugt worden. Eine fortgeschrittene Oxidation kann man auch an einer dunkleren Farbigkeit erkennen, wobei diese auch von der Olive selbst abhängt.
  8. Olivenöl sollte dunkel und kühl bei einer Temperatur zwischen 14-18°C gelagert werden. So bleibt es bestmöglich haltbar. Nach Öffnen der Flasche ist es innerhalb von drei Monaten zu verbrauchen. Ist es verdorben, erkennt man es an einem ranzigen und ungenießbaren Geschmack.
  9. Schneeflockenartige Kristalle weisen dagegen nicht auf einen Verfall hin. Neben Olivenölen die von Natur aus trüb sind, weist ein flockiges Olivenöl meistens auf eine zu kühle Lagerung hin. Die Flocken sind Wachse aus der Olivenschale, die bei einer Temperatur von unter 7 °C hart werden. Einen Einfluss auf Geschmack und Qualität üben sie nicht. Größere Vorsicht ist bei aromatisierten Olivenölen geboten, da Einlagen wie Knoblauch insbesondere dann, wenn sie nicht mehr vollständig bedeckt sind, schneller verderben können.
  10. Olivenöl eignet sich nicht nur für Salate, sondern auch hervorragend zum Braten. Je nach Sorte lässt es sich bis zu 230 °C erhitzen ohne zu Verbrennen und wird daher von Experten für das Braten und Frittieren als Öl erster Wahl empfohlen. Auch unser spanisches Olivenöl hält diesen Temperaturen stand und ist daher ein echtes Must-Have für die mediterrane Küche.