Japaner sind der Meinung, dass eine Mahlzeit ohne Reis keine richtige Mahlzeit ist. Genau richtig, finden wir. Da Japan, aber kein besonders großes Land ist und die Japaner selber großen Reishunger haben, wird nur wenig Reis aus Japan exportiert.

Welche Reissorten kommen eigentlich aus Japan? Und wofür werden sie verwendet? Die zwei wichtigsten japanischen Reissorten stellen wir kurz vor:

Sushi Reis

Sushi ist wohl der größte Exportschlager aus Japan. Dieser glänzende, süßlich schmeckende Rundkornreis erfreut sich in Europa inzwischen größter Beliebtheit. Seit der Katastrophe von Fukushima hat Reishunger aufgehört Sushi Reis aus Japan zu importieren. Gott sei Dank haben die Japaner schon vor Jahrzehnten begonnen in Kalifornien Sushi Reis anzubauen. Insgeheim mögen sie diesen Reis sogar lieber. Das Saatgut kommt aber dennoch aus Japan und ist nichtsdestotrotz japanischer Reis: Obwohl man ihn oft Sushi Reis nennt, heißt er eigentlich japanischer Rundkornreis. Er wird in Japan nämlich für fast alle Reisgerichte verwendet.

Die besten Sushi-Rezepte haben wir in unserem Rezeptbuch für Sie zusammengetragen. Wenn Sie eher experimentierfreudig sind, könnten Sie sich für verschiedene Sushivariationen interessieren.

Mochi Reis

Der Mochi Reis ist ein Mittelkornreis mit süßlichem Eigenaroma und ist ebenfalls japanischer Reis. Er klebt stark zusammen und wird deshalb für die traditionellen japanischen Reiskuchen verwendet, die ebenfalls Mochi heißen. Außerdem kann der Mochi Reis für süße Aufläufe verwendet werden. Auch diesen Reis bezieht Reishunger aus den USA. Das Saatgut stammt allerdings aus Japan.

Japanischer Reis: Weitere Gerichte

Aber in Japan werden natürlich nicht nur Sushi und Mochi Reis gegessen. Weitere japanische Reisgerichte gibt es zahlreich, denn das weiße Korn ist fester Bestandteil der japanischen Küche. Das japanische Wort für gekochten Reis "Meshi" bedeutet gleichzeitig auch Mahlzeit. Generell gilt für die Zubereitung von japanischen Gerichten, dass die Lebensmittel möglichst pur und wenig verarbeitet genossen werden sollen. So wird auch, nicht nur als Sushi, viel roher Fisch gegessen. Die japanische Küche würzt mit Sojasauce. "Überwürzt" wird allerdings nicht, denn der Geschmack der einzelnen Zutaten soll im Vordergrund stehen. Ein bekanntes japanisches Reisgericht ist "Donburi". Das Besondere ist, dass das Verhältnis von Reis und Beilage gleich ist. Der japanische Reis wird in eine Schüssel gegeben und dann z.B. mit Rind- oder Schweinefleisch bedeckt. Als "Karē" wird japanisches Curry bezeichnet. Im Gegensatz zu indischem Curry ist das japanische deutlich milder.