Kichererbsen sind besonders in der orientalischen Küche sehr beliebt. Die fröhlichen Hülsenfrüchte sorgen dort jedoch nicht nur aufgrund des lustigen Namens für gute Stimmung, denn sie sind zudem lecker, richtig gesund und vor allem ein preiswertes und nahrhaftes Grundnahrungsmittel, welches in vielen leckeren Gerichten Verwendung findet. Aber woher stammt eigentlich der heitere Name und was genau verbirgt sich hinter den lustigen Erbsen?

Was sind Kichererbsen?

Kichererbsen sind krautige Nutzpflanzen, die bis zu einem Meter hoch werden können. Die an der Pflanze wachsenden Hülsenfrüchte enthalten typischerweise zwei ungleiche Samen, welche hellbraun, beige, rot, braun oder schwarz sein können. Hierzulande kennt man hauptsächlich die größeren beige-gelblichen Kichererbsensamen, da die kleineren und dunkleren im europäischen Raum nicht so verbreitet sind. Die Kichererbse hat zahlreiche Namen (z.B. echte Kicher, Felderbse, römische Kicher oder Venuskicher) und gehört innerhalb der Familie der Hülsenfrüchte zur Gattung der Schmetterlingsblütler. Trotz des Namens hat sie keine Verbindung mit der herkömmlichen Erbse.

Kichererbsen sind in zwei verschiedenen Formen erhältlich: Als getrocknete Samen oder vorgekocht in Dosen und Gläsern. Im Geschmack haben sie ein leicht nussiges Aroma und sind kulinarisch sehr vielseitig einsetzbar. Somit reichen die leckeren Rezepte mit Kichererbsen von frittierten Kichererbsenbällchen (Falafel), über geröstete Kichererbsen als Snack bis hin zu pürierten Kichererbsen als Humus. Aber auch im Eintopf, Salat oder in Suppen schmecken Kichererbsen köstlich.

Wo kommen Kichererbsen her?

In Asien war die Kichererbse bereits vor 8000 Jahren verbreitet und auch im Mittelmeerraum ist sie schon lange bekannt. Da Kichererbsen ein warmes Klima bevorzugen, werden sie vorwiegend in subtropischen Gebieten angebaut, allen voran Indien, Pakistan, Türkei und Australien, aber auch in Latein- und Südamerika.

Woher kommt der Name Kichererbse?

Viele fragen sich des Öfteren woher der sonderbare Name der fröhlichen Hülsenfrucht stammt. Eines steht jedoch fest, Kichern muss man von den Erbsen nicht, denn mit der guten Laune hat es nichts zu tun. Der Name hat seinen Ursprung vielmehr in der Sprache, denn das Wort „Kicher“ stammt von „cicer“ (gesprochen: kiker), dem lateinischen Name der Pflanze. Im Althochdeutschen hat sich daraus das Wort „kihhira“ entwickelt welches schlussendlich zum Wort „kicher“ führte.