In vielen Ländern zählen die Hülsenfrüchte zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Vor allem in vielen Ländern Asiens und Afrikas sind sie vom Speiseplan nicht wegzudenken. Dass der tägliche Verzehr von Hülsenfrüchten zu Langeweile in der Ernährung führt, ist allerdings keineswegs so. Denn es gibt unzählige Sorten und Arten von Hülsenfrüchten, die eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung möglich machen.

Zu den wichtigsten Hülsenfrüchten gehören Linsen, Bohnen und Erbsen. Auch Erdnüsse und Kichererbsen gehören genauso zu den essbaren Hülsenfrüchten wie Süßlupinen und Sojabohnen. Weltweit gibt es über 18000 verschiedene Hülsenfruchtsorten.

Verschiedene Hülsefrüchte-Arten:

  • Linsen
  • Bohnen
  • Erbsen
  • Erdnüsse

    Die Erdnuss gehört zur Pflanzengattung der Schmetterlingsblütler und gehört daher zur Familie der Hülsenfrüchtler. Die Erdnusspflanze wächst einjährig oder auch mehrjährig und blüht strahlend gelb. Es gibt circa 80 verschiedene Erdnusssorten. Die uns bekannte Erdnuss ist übrigens die Arachis hypogaea. Diese wird bei uns oft als gerösteter Snack oder auch zum Verfeinern von Speisen, etc. verwendet. Aus den Samen der Erdnuss kann auch aromatisches Erdnussöl zum Kochen oder zum Verfeinern von Salaten gewonnen werden.

  • Kichererbsen

    Viele wissen es nicht, aber die Hauptzutat von Hummus sind vegane Kichererbsen, die sogar Low Carb sind. Kichererbsen gehörten zur Pflanzengattung der Tribus Cicereae und sind somit Teil der Hülsenfrüchtler-Familie. Kichererbsen haben eine leicht Nussige-Note und sind von der Konsistenz mit einer Kartoffel zu vergleichen. Kichererbsen bieten ein unvergleichbares Geschmackserlebnis also! Es gibt Snacks aus Kichererbsen, Kichererbsen-Salat, Kichererbsen-Curry, Kichererbsen-Aufstrich – der Kreativität bei der Zubereitung von Kichererbsen sind keine Grenzen gesetzt!

  • Platterbsen

    Platterbsen gehören zur Pflanzengattung der Schmetterlingsblüttler. Es gibt circa 160 Arten von Platterbsen, die einjährig oder auch mehrjährig wachsen. Die Blüten der Platterbsen erscheinen zart, so blüht zum Beispiel die Rote Platterbse in einem zartem rot. Der Geschmack von Platterbsen lässt sich mit sehr jungen Erbsen annährend beschreiben. Platterbsen sind übrigens auch eine sehr gut Proteinquelle. Platterbsen bestehen in etwa zu 25% aus hochwertigen Eiweiß. Aus Platterbsen können neben den altbewährten Rezepten auch leckere Chips oder auch Platterbsensalat zubereitet werden.

  • Sojabohnen

    Sojabohnen gehören zur Pflanzenart der Schmetterlingsblüttler und somit zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie ist heute zur wichtigsten Ölsaat weltweit geworden. Sojabohnen bestehen in etwa aus etwa 37 Prozent Eiweiß. Das Eiweiß der Sojapflanze ist mit tierischen Eiweiß vergleichbar. Der Geschmack von Sojabohnen ist eher neutral. Diese können jedoch mit den richtigen Gewürzen zum absoluten Geschmackserlebnis werden. Besonders lecker ist Feldsalat mit Sojabohnen und Feigen, Medaillons vom Schwein in der Sojakruste, Sojabohen-Curry oder auch das indonesische Nasi Goreng.

  • Lupinen

    Lupinen kennen viele wahrscheinlich noch bunt-blühend aus Oma´s Garten. Jedoch können die Samen von Lupinen verzerrt werden. Dazu müssen jedoch die Bitterstoffe aus den Samen mittels Wässern entfernt werden. Diese Prozedur ist sehr langwierig und es wird dabei auch lediglich nur ein Teil der Bitterstoffe entfernt. Anders ist dies allerdings bei den Süßlupinen. Süßlupinen wurden darauf gezüchtet wenig Bitterstoffe zu besitzen. Aus Lupinen können die unterschiedlichsten Gerichte gezaubert werden, wie zum Beispiel Lupinen-Pan-Cakes oder Geschnetzeltes aus Lupinen.

    Linsen: Große Sortenvielfalt und wichtige Nährstoffe

    Alleine in Indien wachsen über 50 verschiedene Linsensorten. Dazu gehören unter anderem rote Linsen und gelbe Linsen. Besonders wichtig sind die Linsen in Indien für das Nationalgericht Dal. Dafür werden in der Regel bereits geschälte und halbierte Linsen genommen, diese sind schneller gar als ganze, ungeschälte Sorten. Die verschiedenen Linsensorten werden in der Regel nach ihrer Größe unterschieden. Die kleinsten werden als Zuckerlinsen bezeichnet und haben einen Durchmesser von maximal 5 Millimeter. Die darauf folgenden Mittellinsen sind bis zu 6 Millimeter groß. Tellerlinsen, die bei uns am meisten vorkommen, messen sogar bis zu 7 Millimeter. Linsen sind sehr gesund und versorgen den Menschen mit zahlreichen wichtigen Nährstoffen. Deshalb sollten sie wie andere Hülsenfrüchte auch in den Speiseplan aufgenommen werden. Linsen unterscheiden sich nicht nur in Form und Farbe voneinander: Einige Sorten schmecken nussiger als andere, einige kochen breiiger und andere bleiben sehr bissfest.

    Bohnen in Hülle und Fülle

    Auch bei den Bohnen gibt es sehr viele verschiedene Sorten und sie kommen in den unterschiedlichsten Formen und Farben daher: Manche sind rot, andere gefleckt, manchen rund, andere wiederum lang und schmal. Vor allem in vielen Ländern Süd- und Mittelamerikas gehören Bohnen, wie Kidneybohnen, Adzukibohnen und Pintobohnen, zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln und zahlreiche Nationalgerichte basieren auf Bohnen. Zu den berühmtesten gehört auf jeden Fall Gallo Pinto. In Deutschland ist auch Chili con carne mit Kidneybohnen sehr beliebt. Je nach Sorte eignen sich Bohnen auch als Grundlage für Salate und Eintöpfe. Es gibt auch viele Bohnensorten, die nicht erst getrocknet werden, bevor sie gegessen werden können. Stangenbohnen und Buschbohnen zum Beispiel können auch als frisches Gemüse, im Salat oder als Beilage genossen werden. Die unterschiedlichen Bohnensorten unterscheiden sich in ihrem Geschmack, in Form und Farbe, sowie in der Einweich- und Kochzeit. Diese sollten unbedingt eingehalten werden, bevor die Bohnen gegessen werden. Durch das Einweichen werden Stoffe abgebaut, die unter anderem schlecht zu verdauen sind.

    Erbsen: Sortenvielfalt und wichtiger Proteinlieferant

    Erbsen gehören zu den Schmetterlingsblütlern und gehören ebenfalls zu den Hülsenfrüchten. Ursprünglich stammen Erbsen aus Asien, aber auch in Europa und Deutschland sind sie sehr beliebt. Hier werden sie zum Beispiel in Suppen als Einlage verwendet. Erbsen, die in der Türkei, Indien oder anderen fernen Ländern angebaut werden, kommen meistens in getrockneter Form zu uns in den Haushalt. Allerdings gibt es auch Sorten, die ganz frisch gegessen werden können und auch bei uns angebaut werden. Markerbsen zum Beispiel werden im Leipziger Allerlei verwendet und Zuckererbsen können sogar ganz roh oder nur kurz blanchiert gegessen werden.