In vielen Ländern zählen die Hülsenfrüchte zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Vor allem in vielen Ländern Asiens und Afrikas sind sie vom Speiseplan nicht wegzudenken. Dass der tägliche Verzehr von Hülsenfrüchten zu Langeweile in der Ernährung führt, ist allerdings keineswegs so. Denn es gibt unzählige Sorten und Arten von Hülsenfrüchten, die eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung möglich machen.

Zu den wichtigsten Hülsenfrüchten gehören Linsen, Bohnen und Erbsen. Auch Erdnüsse und Kichererbsen gehören genauso zu den essbaren Hülsenfrüchten wie Süßlupinen und Sojabohnen. Weltweit gibt es über 18000 verschiedene Hülsenfruchtsorten.

Linsen: Große Sortenvielfalt und wichtige Nährstoffe

Alleine in Indien wachsen über 50 verschiedene Linsensorten. Dazu gehören unter anderem rote Linsen und gelbe Linsen. Besonders wichtig sind die Linsen in Indien für das Nationalgericht Dal. Dafür werden in der Regel bereits geschälte und halbierte Linsen genommen, diese sind schneller gar als ganze, ungeschälte Sorten. Die verschiedenen Linsensorten werden in der Regel nach ihrer Größe unterschieden. Die kleinsten werden als Zuckerlinsen bezeichnet und haben einen Durchmesser von maximal 5 Millimeter. Die darauf folgenden Mittellinsen sind bis zu 6 Millimeter groß. Tellerlinsen, die bei uns am meisten vorkommen, messen sogar bis zu 7 Millimeter. Linsen sind sehr gesund und versorgen den Menschen mit zahlreichen wichtigen Nährstoffen. Deshalb sollten sie wie andere Hülsenfrüchte auch in den Speiseplan aufgenommen werden. Linsen unterscheiden sich nicht nur in Form und Farbe voneinander: Einige Sorten schmecken nussiger als andere, einige kochen breiiger und andere bleiben sehr bissfest.

Bohnen in Hülle und Fülle

Auch bei den Bohnen gibt es sehr viele verschiedene Sorten und sie kommen in den unterschiedlichsten Formen und Farben daher: Manche sind rot, andere gefleckt, manchen rund, andere wiederum lang und schmal. Vor allem in vielen Ländern Süd- und Mittelamerikas gehören Bohnen, wie Kidneybohnen, Adzukibohnen und Pintobohnen, zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln und zahlreiche Nationalgerichte basieren auf Bohnen. Zu den berühmtesten gehört auf jeden Fall Gallo Pinto. In Deutschland ist auch Chili con carne mit Kidneybohnen sehr beliebt. Je nach Sorte eignen sich Bohnen auch als Grundlage für Salate und Eintöpfe. Es gibt auch viele Bohnensorten, die nicht erst getrocknet werden, bevor sie gegessen werden können. Stangenbohnen und Buschbohnen zum Beispiel können auch als frisches Gemüse, im Salat oder als Beilage genossen werden. Die unterschiedlichen Bohnensorten unterscheiden sich in ihrem Geschmack, in Form und Farbe, sowie in der Einweich- und Kochzeit. Diese sollten unbedingt eingehalten werden, bevor die Bohnen gegessen werden. Durch das Einweichen werden Stoffe abgebaut, die unter anderem schlecht zu verdauen sind.

Erbsen: Sortenvielfalt und wichtiger Proteinlieferant

Erbsen gehören zu den Schmetterlingsblütlern und gehören ebenfalls zu den Hülsenfrüchten. Ursprünglich stammen Erbsen aus Asien, aber auch in Europa und Deutschland sind sie sehr beliebt. Hier werden sie zum Beispiel in Suppen als Einlage verwendet. Erbsen, die in der Türkei, Indien oder anderen fernen Ländern angebaut werden, kommen meistens in getrockneter Form zu uns in den Haushalt. Allerdings gibt es auch Sorten, die ganz frisch gegessen werden können und auch bei uns angebaut werden. Markerbsen zum Beispiel werden im Leipziger Allerlei verwendet und Zuckererbsen können sogar ganz roh oder nur kurz blanchiert gegessen werden.