Wenn Bienen Reishonig hören, können sie ganz entspannt durchatmen. Denn für die Herstellung der flüssigen Süße aus Reis ist ihre Kompetenz nicht gefragt. Das Einzige, was Reishonig und Bienenhonig also gemeinsam haben, ist die schöne goldgelbe Farbe und die angenehme Süße.

Beim Reissirup oder Reishonig handelt es sich um eines der ältesten Süßungsmittel der Welt. Vor allem in der asiatischen Küche ist er sehr beliebt – aber auch in Europa kommt er immer mehr zum Einsatz und ist im Handel erhältlich. Für die Herstellung wird Reismehl mit Wasser zu Sirup eingekocht.

Wie schmeckt Reissirup?

Reissirup ist weniger süß als Honig oder Kristallzucker. Der Reissirup schmeckt leicht nussig und hat eine Karamellnote. Die leicht malzige Note unterscheidet ihn zusätzlich von anderen Zuckerarten und vom Honig. Der Eigenschmack ist aber nicht so intensiv, als dass der feine Reissirup andere Zutaten überdecken würde.

Was ist das Besondere am Reissirup?

Reissirup hat einen hohen Anteil, es sind gut 21 Prozent, an langkettigen Mehrfachzuckern. Die müssen vom Körper erst in Einfachzucker umgewandelt werden, bevor sie ins Blut übergehen. Die Zuckeraufnahme im Blut wird also verzögert und es kommt nicht zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Wer kann mit Reissirup süßen?

Generell kann jeder, der seinen Kristallzuckerkonsum reduzieren möchte, auf Reissirup umstellen. Da er keine Fructose enthält, ist er sehr gut für Menschen, die fructoseintolerant sind. In der veganen Küche kann Reissirup Bienenhonig ersetzen. Da die Zuckeraufnahme im Blut länger dauert als bei herkömmlichem Zucker, können auch Diabetiker vorsichtig mit dem Reissirup süßen. Da er reich an Mineralstoffen, wie Eisen, Magnesium und Kalium ist und auch die Zahnsubstanz nicht so stark angreift wie Kristallzucker, können auch Speisen für Kinder mit Reissirup gesüßt werden. Da Reissirup keine Fructose hat, kann er auch bei Fructoseintoleranz genossen werden.

Reissirup Fructose

Von Natur aus ist kein Fruchtzucker im Reissirup enthalten. Reissirup gehört also zu den fructosefreien Süßungsmitteln. Bei Fructoseintoleranz kann man also unbeschwert mit Reissirup süßen.

Wofür eignet sich Reissirup?

Mit Reissirup können Salatsoßen und Dips verfeinert werden. Aber auch Nachspeisen können mit ihm gesüßt werden. Er eignet sich ebenfalls, um Tee und andere Getränke zu süßen. Mit seinem leicht malzigen Geschmack kann er auch den Honig auf dem Butterbrot ersetzen. Das alternative Süßungsmittel kann auch zum Backen verwendet werden.