Wer hätte das gedacht: Das älteste bekannte Nudelrezept stammt nicht aus Italien, sondern aus China. In der Nähe des Gelben Flusses fanden Forscher Relikte von Nudeln, die bereits über 4000 Jahre alt sind. Noch heute gehört die Reisnudel zu den meistbenutzten Zutaten in den Küchen Südostasiens.

Vielfältige Gerichte lassen sich mit der weißen Nudel zubereiten: In Thailand wird sie gebraten als Phat Thai verwendet, in Vietnam darf sie in der berühmten Pho Suppe nicht fehlen und in Indonesien ist sie ein fester Bestandteil des Bami Goreng. Genauso vielfältig wie die Gerichte, sind auch die Reisnudelsorten.

Getrocknete Reis-Vermicelli

Diese Art der Reisnudel wird häufig für Wokgerichte, Suppen und zum Frittieren genutzt. Vermicelli, was übersetzt soviel wie „kleine Würmchen“ bedeutet, sind dünn und meistens in Nestform zusammengelegt. Hervorragend eignen sie sich als Einlage für würzige Suppen oder zum Anbraten in der Pfanne. Die superdünnen Nudeln sind nicht nur lecker, sondern auch ergiebig: 100g reichen als Hauptspeise für zwei Personen.

Getrocknete Reisnudeln

Diese Nudeln sind breiter und dicker als die Reis-Vermicelli. Aber auch sie benötigen ebenfalls nur eine sehr kurze Kochzeit – in der Regel sind sie in weniger als drei Minuten gar. Wenn sie einfach mit kochendem Wasser übergossen werden und einige Minuten quellen, ist das Ergebnis super. Das Besondere: Auch nach dem Kochen behalten sie ihre schöne weiße Farbe.

Frische Reisnudeln

Was auf den Märkten Vietnams ohne große Probleme zu finden ist, ist in Deutschland eine Rarität: Frische Reisnudeln. Man kann sie allerdings selbst herstellen. Dazu wird ein dünner Teig aus Reismehl und Wasser frisch zubereitet, der mehrfach geschlagen werden muss. Nach einer Ruhephase, die sich der Tag dann auch wirklich verdient hat, wird er durch eine Presse gedrückt.