Fast jeder hat Nori schon einmal gesehen: Nämlich spätestens im Sushi Restaurant. Die Algenblätter dienen dazu, den Reis und die Füllung zusammenzuhalten. Nori Blätter können ohne Probleme aufgerollt werden und sind deshalb essentiell, zum Sushis selber machen.

Nori Blätter: Anbau, Ernte und Eigenschaften

Nori ist der Oberbegriff für rund 3ß verschiedene Rot- und Grünalgen. Besonders gut gedeihen diese Algen in Flussmündungen. Das Süßwasser sorgt dafür, dass sie ein mildes Aroma haben. Die meisten Anbaugebiete für Nori liegen in Kore, Japan und an den Pazifikküsten der USA. Dort und in Japan wird übrigens auch der echte Sushi Reis, mit seinem tollen Glanz, der strahlend weißen Farbe und den einmaligen Klebeigenschaften, kultiviert. In Deutschland kann man Nori das ganze Jahr über in getrockneter Form kaufen. In den Anbaugebieten werden sie in der Regel im Herbst geerntet und mit Süßwasser gespült, bevor sie getrocknet werden.

Nori Blätter: Verwendung

Im Handel sind die Nori Blätter meistens hauchdünn und in Plastik verpackt erhältlich. So verlieren sie ihren Biss nicht. Die luftdichte Verpackung ist außerdem wichtig, damit sie ihre Farbe und ihr Aroma nicht verlieren. Meistens sind die Nori Blätter bereits geröstet und können direkt zum Sushis selber machen verwendet werden. Sind sie noch purpurfarben, so müssen die Nori Blätter vor der Verwendung noch geröstet werden, bis sie duften, knusprig und grün sind.

Nori Blätter: Warum werden sie im Mund zäh?

Viele Sushi-Esser haben das Gefühl, dass die Nori Blätter zäh sind im Mund und man sie überdurchschnittlich lange kauen muss. Ein paar kleine Tricks helfen, um das zu vermeiden. Zunächst einmal ist es sehr wichtig, den Sushi Reis richtig zu würzen. Für 400g gekochten Sushi Reis verwendet man 3 Esslöffel Reisesssig, 1 Esslöffel Zucker und 1 Teelöffel Salz. Diese Zutaten werden gut vermengt und dann langsam unter den Reis gerührt. So erhält dieser nicht nur seinen tollen Glanz und das typische Aroma: Zusätzlich wird er befeuchtet. Wird der Reis nun in den gerösteten Nori Blättern aufgerollt, kann etwas der Flüssigkeit in die Algenblätter einziehen und sie sind dann weniger zäh. Sushis sollten auch ein bisschen stehen, bevor sie verzehrt werden. Am besten lässt man die fertigen Sushis noch einige Minuten im Kühlschrank stehen, bevor sie gegessen werden. Es ist auch ratsam, nicht immer das ganze Nori Blatt zu verwenden. Ist die Füllung komplett vom Nori Blatt erfasst, kann man mit einem scharfen Messer den Rest des Nori Blattes abtrennen. So verwendet man nicht unnötig viel von den Seetangblättern und ist das Nori nicht doppellagig, wird es auch weniger zäh. Verwendet man nicht alle Nori Blätter aus der geöffneten Packung auf einmal, dann sollte das Plastik wieder gut verschlossen werden und die Nori Blätter sollten an einem trockenen, dunkeln Ort aufbewahrt werden. Wichtig ist, dass sie keine Luftfeuchtigkeit ziehen. Haben die Nori Blätter doch einmal Luftfeuchtigkeit abbekommen, ist das kein Grund, sie wegzuwerfen. Einfach kurz in einer Pfanne erneut anrösten. Dann verdampft überflüssige Feuchtigkeit.

Ist Nori gesund?

Ja, Algenblätter sind sehr gesund und wahre Schlankmacher. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden sie gar für Blutdruckpatienten eingesetzt. Außerdem wird ihnen nachgesagt, dass sie eine positive Wirkung auf die Verdauung haben. Die Algen sind aber vor allem nahezu unschlagbar als Mineralstofflieferanten: Sie enthalten Zink, Vitamin A, E und C sowie das Vitamin B12. Außerdem enthalten sie Jod. Menschen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, sollten Nori Blätter nur in geringen Mengen verzehren. Nori-Blätter sind außerdem reich an Eiweiß und somit ein wichtiger Proteinlieferant. Für Figurbewusste ein weiterer Pluspunkt: Nori Blätter sind fast fettfrei.