Couscous Roh

Eine Frage begegnet uns immer wieder: „Was ist Couscous und woher kommt er eigentlich? Wächst der am Strauch oder gar auf Bäumen? Wird er geerntet?“. Und, kennst du die Antwort? Wir klären die Frage um die Herkunft der beliebten goldgelben Körner.

Couscous (auch Cous Cous oder Kuskus) ist ein traditionelles nordafrikanisches Gericht und stellt, anders als zum Beispiel Reis, kein eigenes Korn dar, welches angebaut und in dieser Form geerntet wird. Einen Couscousbaum oder –strauch gibt es also nicht. Stattdessen ist Couscous das Resultat einer Verarbeitungsform von Weizen. Couscous wird nämlich aus befeuchtetem Hartweizengrieß hergestellt, den man zu kleinen Kügelchen zerreibt. Hierzu wird zunächst das Getreide, meistens Hartweizen, zu Grieß vermahlen. Dieser Grieß wird daraufhin mit Salzwasser benetzt und im befeuchteten Zustand zu kleinen Kügelchen geformt. Traditionell geschah dies per Hand: Die befeuchteten Grießklumpen wurden per Hand zur Kügelchen gerollt und zur Trocknung in die Sonne gelegt. Dies macht die Herstellung von Couscous zu einer zeit- und kraftaufwendigen Angelegenheit. Heute erfolgt die Couscous Herstellung in den Industrienationen maschinell. Neben Hartweizengries können auch andere Erzeugnisse genutzt werden, um Couscous herzustellen. So gibt es auch Couscous aus Gersten- und Hirsekügelchen. In manchen Ländern wird der Couscous außerdem bei der Herstellung mit Safran oder Kürbissen gefärbt.

Wo kommt Couscous her?

Ursprünglich kommt Couscous aus Nordafrika. Doch im Zuge der Globalisierung ist Couscous auch in Frankreich und schließlich ganz Europa beliebt geworden. Auch in Israel und Sizilien ist Couscous weit verbreitet.

Wie bereitet man Couscous zu?

Traditionell wird Couscous eigenständig aus Hartweizengrieß hergestellt. Das heißt, man feuchtet ihn selbst an, rollt ihn zu Kügelchen, trocknet ihn und dämpft ihn dann zur Zubereitung. Dafür gibt es sogar spezielle Geräte, wie einen Couscous-Topf oder die Tajine. Da dieser Vorgang sehr zeitaufwendig ist wird heutzutage lieber auf Instant Couscous zurückgegriffen, der nur noch wenige Minuten im heißen Wasser quellen muss. Hierzu wird Wasser kurz aufgekocht, der Couscous hinein gegeben und dann kann der Herd bereits abgeschaltet werden, damit der Couscous bei geschlossenem Deckel für etwa 10 Minuten ziehen und quellen kann. Zum Schluss noch einen guten Schuss Olivenöl et voilá - fertig ist der Couscous. Dies macht Couscous gegenüber Kartoffeln, Reis und Pasta zu einer Zeit- und Energiekosten-sparenden Beilage.

Couscous lässt sich mit vielen verschiedenen Zutaten kombinieren. Ob mit Gemüse, Fleisch, als Salat oder Taboulé, Couscous gibt alles her. Gewürzt wird er traditionell mit den Gewürzen »Harissa« oder »Ras el-Hanout«. Aber auch süß lässt sich Couscous genießen, zum Beispiel mit Milch, Rosinen und Mandeln.