Kostenloser
Versand ab 30 €
Schneller
Versand
30 Tage
Rückgaberecht

Trusted Shops
Offline Shoppen
in Bremen
Anonym

Wie einige von Ihnen schon bemerkt haben, gibt es zur Zeit kein Quinoa bei uns zu kaufen. Eigentlich sehr schade, schließlich schmeckt das eiweißreiche Korn ausgezeichnet. Das finden aber nicht nur wir, sondern auch der Rest der Welt. Als Folge dessen ist der Quinoapreis in die Höhe geschossen. Aber eine erhöhte Nachfrage ist ja gut für die bolivianischen Bauern, oder etwa nicht?

Quinoa ist so beliebt wie noch nie

Im 16. Jahrhundert stellen die spanischen Eroberer den Anbau von Quinoa unter Todesstrafe um die südamerikanische Bevölkerung zu schwächen. Deshalb galt das Korn auch bis ins 20. Jahrhundert hinein als "unchristliches" Lebensmittel. Im Laufe der Zeit hat ein radikales Umdenken der Industrienationen stattgefunden. Europäer und Nordamerikaner haben nämlich plötzlich festgestellt wie gut Quinoa schmeckt. So wurden 2004 etwa 1800 Tonnen (~3,5 Millionen Pfund, Quelle: Washington Post)) des Fuchsschwanzgewächses in die USA importiert. Im Jahr 2007 begann der Import zu klettern, bis im Jahr 2013 34.000 Tonnen (~68 Millionen Pfund, Quelle: Washington Post) Quinoa in die USA importiert werden. Der Kaufpreis im Laden hat sich fast verdoppelt.

Warum sind die Leute erst jetzt auf den Trichter gekommen, dass dieses bolivianische Pseudogetreide gut schmeckt und sich gut verkaufen lässt? Die Vereinten Nationen haben 2013 zum "Quinoa Jahr" erklärt um auf das traditionell angebaute Getreide aufmerksam zu machen. Außerdem haben sich in den letzten Jahren die Essgewohnheiten der Endverbraucher geändert. Noch nie war es so wichtig sich gesund und ausgewogen zu ernähren!

Was haben die Quinoa-Bauern davon?

Während die Familie eines Quinoa-Bauern bisher durchschnittlich 35 Dollar pro Monat verdient hat, sind es heute 220 Dollar monatlich. Klingt ja erst mal gut. Problematisch ist, dass Quinoa Bauer es sich fast nicht mehr leisten können ihre eigene Ernte zu essen.

Zwar wurden die Quinoafelder enorm ausgeweitet, aber das reicht bei Weitem noch nicht um die enorme Nachfrage zu decken. Deshalb gibt es zahlreiche Institute in verschiedenen Ländern die Quinoa umzüchten wollen, so dass er auch in anderen Regionen wachsen kann. Sobald das möglich ist, wird es schwer für die Quinoa Bauern ihren Lebensstandard zu halten, wenn man Quinoa auch viel billiger und industriell angebaut kaufen kann. In den 90er Jahren war die USA schon fast so weit, selbst Quinoa anzubauen. Nachdem Bolivianer dagegen protestiert haben, wurden diese Pläne jedoch fallen gelassen.

Bis man Quinoa wieder bedenkenlos einkaufen kann, muss man also noch etwas abwarten, bis sich Angebot und Nachfrage einpendeln. Dann gibt es wieder stabile Preise für Endverbraucher und Erzeuger.

Wer noch mehr über Quinoakonsum und -anbau erfahren möchte, kann diesen Artikel in der Washington Post (auf englisch) lesen.

Anonym

Kommentare

D

Es sehr schöner Hintergrundartikel. Und ich freue mich umso mehr über meinen Quinoa, den ich mit der Weihnachtsverlosung gewonnen habe. Jetzt fehlt nur noch das richtige Rezept.