Meike

Perfekt gekochter Reis. In einer schönen Schüssel angerichtet, darüber sind Kräuter gestreut... Klar - Für ein gutes Food-Bild braucht man zuerst einmal den wichtigsten Part: das Food. Aber so sehr wir unseren Milchreis, unseren Mango Sticky Reis, unsere Basmati-Reis-Bowls auch lieben, ihn zu fotografieren ist manchmal gar nicht so einfach. Ein gutes Rezept ist also längst nicht alles: Die weißen Körnchen wollen perfekt in Szene gesetzt werden. Lena von lenaliciously weiß das genau! Auf ihrem Instagram Account zeigt sie ihren knapp 77 Tausend Followern allerlei vegane Köstlichkeiten, versorgt uns regelmäßig mit reishungrigen Rezepten und hat in diesem Jahr sogar ein eigenes Kochbuch veröffentlicht. Auf unserem zweiten Blogger Meet-Up hat sie ihr Know-how in der Food-Fotografie mit uns geteilt, damit wir sie in Form der folgenden 5 Food-Fotografie Hacks an dich weitergeben können.

1. Hintergrund

Los gehts mit dem Set Up: Denn nicht nur das Gericht sollte schön angerichtet sein, auch der Hintergrund spielt für die Stimmung des Fotos eine wichtige Rolle. Deshalb überlege dir: Wie soll dein Foto wirken? Welche Atmosphäre soll es vermitteln? Und passe daraufhin deinen Hintergrund an. So vermitteln weiße und leuchtende, helle Untergründe Wärme. Schwarze und sehr dunkle Untergründe hingegen stellen das Gericht in den Fokus. So können vor allem bunte, farbenfrohe Gerichte vor einem schwarzen Hintergrund leuchten. Wenn dein Küchentisch irgendwie nicht so richtig fotogen ist, kannst du deinen Untergrund auch ganz einfach selbst machen: Male zum Beispiel eine Spanplatte an und verziere und strukturiere sie nach deinen Wünschen und Vorstellungen. Lena nutzt dazu gerne normale Wandfarbe in unterschiedlichen Farbtönen und Mehl, um ein paar Strukturen auf dem Untergrund zu schaffen.

2. Lichtverhältnisse

So wie unser Reis das Licht zum Wachsen braucht, ist auch der (Food-)Fotograf von guten Lichtverhältnissen abhängig. Suche bei dir zuhause also nach einer großen Lichtquelle. Das kann zum Beispiel ein Fenster sein, eine Tageslichtlampe oder versuche doch im Sommer dein Gericht mal draußen abzulichten. Natürlich gehen Lichtverhältnisse und die Tageszeit Hand in Hand. Das kann in unseren nördlichen Breitengraden schon mal tricky werden, vor allem während der Winterzeit, wenn die Sonne früh untergeht. Lena fotografiert am liebsten zwischen 10 und 15 Uhr. Probiere dich hier aus. Es braucht seine Zeit, um die persönliche Tageszeit zum Fotografieren herauszufinden. Und damit du dich auch wirklich nicht selbst austrickst und Raum hast dich auszuprobieren: Baue dein Setup immer wieder auf und ab - so verhinderst du, dass du in eine Routine verfällst.

3. Mut zur Veränderung

Trau dich! Wie in vielen anderen Lebensbereichen, gilt das auch für die Food-Fotografie. Gib dich nicht mit dem erstbesten Versuch zufrieden, probiere dich möglichst viel aus und trau dich, immer wieder etwas an deinem Hintergrund, an deinem Rezept, an deiner Dekoration zu verändern. Schon kleine Veränderungen können manchmal eine große Wirkung erzielen! Also nimm doch mal eine ungewöhnliche Perspektive ein, verziere deinen Reis mit einem neuen Topping, beiße vom Kuchen ab, rühre in der Suppe oder streue Puderzucker auf deine Waffeln.

4. Kamera und Objektiv

Wenn du an dieser Stelle eine Kaufempfehlung für eine Kamera oder ein Objektiv erwartest, müssen wir dich leider enttäuschen... Wir überlassen das doch lieber den Technikprofis und widmen uns weiterhin unserer Mission, den besten Reis der Welt unter die Leute zu bringen. Generell gilt bei der Fotografie aber: Nicht die Kamera macht das Bild, sondern die Person, die den Auslöser drückt. Die Kamera ist lediglich dein Arbeitswerkzeug, ähnlich wie dem Koch die Pfanne. Du brauchst also nicht die teuerste Kamera mit dem besten Objektiv, sondern kannst schon mit einer Standardkamera ein gutes Ergebnis erzielen. Nun aber doch noch ein paar Hardfacts: Everybody’s Darling ist wohl ein 50 mm-Objektiv. 50 mm Brennweite verzerren die Aufnahme nicht, wie zum Beispiel ein Tele- oder Fisheye-Objektiv. Es gibt das normale Blickfeld wider und ist vor allem für Fotografie-Anfänger geeignet. Für Makroaufnahmen, also Nahaufnahmen, benutzt Lena in der Regel ein 100 mmObjektiv. Tiefenunschärfe verleiht dem Bild außerdem mehr Struktur.

5. Erzähle eine Geschichte

Und last but not least: Erzähle mit deinem Foto eine Geschichte. Überlege dir, was du mit deinem Bild aussagen möchtest, welche Stimmung es vermitteln und welches Gefühl sich beim Betrachter einstellen soll (abgesehen vom Appetit :) ). Geht es um Weihnachtskekse, fotografiere zum Beispiel auch den Tannenzweig neben dem Teller oder das Mehl-Chaos während des Backens. Fotografierst du einen bunten Sommersalat, nimm eine Nahaufnahme der roten, frischen Erdbeeren oder der Blumen-Toppings auf.

Du siehst also: Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und wenn du doch einmal nach etwas Inspiration für deine Bilder suchst, schau doch auf unserem Instagram Account vorbei, wo auch regelmäßig Lena's Bilder zu bestaunen sind...

Meike

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