Paddy

Pommes! Nudeln! Püree! Als wir noch Kinder waren stand schnell fest, was wir am liebsten mögen: Eigentlich immer das, was unsere Freunde gut fanden. Aber auf keinen Fall – niemals! – das, was unsere Eltern uns als gesund und lecker andrehen wollten. Da konnte noch so viel Popeye im Fernsehen laufen – Spinat blieb eklig. Und der böse Karies hat uns auch nicht davon abgehalten, noch ein zweites Mal in die Bonschen-Kiste von Omi zu greifen. Aber eine Sache wünschen wir uns doch: dass wir Reis schon früher lieben gelernt hätten. Nicht nur, weil das kalorienarme Korn extrem lecker, sondern auch besonders gesund ist.

Kein Wunder, dass Reis neben dem Weizen seit Jahrtausenden die wichtigste Getreideart und ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel ist: Das kleine Korn steckt voller Nährstoffe! Zunächst ist dabei wichtig zu wissen: Grundsätzlich hat Brauner Reis mehr Vitamine und Mineralien als polierter weißer Reis, da sie sich in der Schale befinden. Als Teil einer ausgewogenen, bewussten Ernährung ist aber sowohl weißer als auch Vollkorn-Reis ein echter Nährstofflieferant, der dem Körper gut tut. Und sich vor allem auch für Kinder besonders eignet – denn Reis enthält zum Beispiel:

Eiweiß

Eiweiß ist wichtig für Nährstofftransport, Hormonhaushalt und Wachstum und stärkt das Immunsystem. Schwarzer Reis enthält mit 9,8g pro 100g beispielsweise relativ viel von dem pflanzlichen Protein. Als Faustformel für Kinder im Alter zwischen eins und vier gilt übrigens: ein Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.

Kalium

Kalium reguliert den Wasserhaushalt im Körper, hält den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht und den Blutdruck ausgeglichen. Außerdem wird dem Mineralstoff nachgesagt, für einen regelmäßigen Herzschlag zu sorgen und für die Übertragung von Nervenimpulsen verantwortlich zu sein. Besonders viel Kalium enthält Brauner Reis – nämlich gekocht etwa 150mg Kalium pro 100g. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Säuglingen 400 bis 600mg am Tag, Kleinkindern zwischen einem und sieben Jahren 1100mg bis 1300mg sowie Acht- bis 13-Jährigen zwischen 2000 und 2900mg am Tag. Für Jugendliche und Erwachsene gilt ein Richtwert von 4000mg. Reis kann als Teil einer gesunden Ernährung also seinen Teil zum Kalium-Haushalt beitragen.

Magnesium

Ein wichtiger Baustein ist auch Magnesium. Reis hat davon überdurchschnittlich viel, nämlich knapp 150mg pro 100g Reis. Diese Portion reicht bereits, um den Tagesbedarf an Magnesium für ein Kind zu decken. Magnesium hilft gegen Stress, wirkt entzündungshemmend und ist wichtig für den Muskelaufbau – und ist damit gerade für Kinder in der Wachstumsphase ein wichtiger Unterstützer.

Durch regelmäßigen Reiskonsum werden Kinder also mit vielen Nährstoffen versorgt – eine gute Grundvoraussetzung, um sich gesund zu entwickeln. Aber auch im Krankheitsfall kann Reis die Genesung unterstützen. Die traditionelle chinesische Medizin weiß es schon lange, inzwischen ist generell bekannt, dass Reis auch heilende Wirkung hat. Reissuppe zum Beispiel!

In Kombination mit Gemüse, Kräutern und Gewürzen kann sie manchmal wahre Wunder wirken. So soll sie – mit Pfeffer und Zimt angereichert – gegen Asthma helfen. Studien haben sogar bestätigt, dass Kindern, die unter akutem Durchfall leiden, mit einer Reissuppe, bei der ein Drittel der Reismenge mit Fenchelgemüse und Karotten ersetzt wird, hilfreich sein kann. Künftig heißt es anstatt „Iiiih-Bäh“ nach der Einnahme der Medizin also eher mal „Mhmh, lecker“. Aber natürlich kann Reissuppe keine Arzneimittel ersetzen, sondern sollte sie lediglich ergänzen.

Klingt alles ganz gut, oder? Trotzdem ist es manchmal gar nicht so leicht, Kinder für Reis zu begeistern. Weil das weiße Korn, zugegeben, ziemlich langweilig aussieht. Dagegen können manchmal schon exotischere Sorten, etwa in lila, schwarz oder braun, etwas ausrichten. Falls es aber doch mal zu der einen oder anderen kleinen Revolte am Esstisch kommen sollte, haben wir drei hilfreiche Tipps für euch, um Kinder – ganz im Sinne der Eltern – zu kleinen Reis-Fans zu machen.

1. Kinder in die Küche!

Erwiesenermaßen mäkeln Kinder deutlich weniger am Essen, wenn sie bei der Zubereitung helfen durften. Das sollte man sich auf jeden Fall zu Nutzen machen, denn so spart man sich nicht nur unnötigen Stress am Esstisch – gemeinsames Kochen macht auch noch eine Menge Spaß und bietet eine ungezwungene, spielerische Annäherung an das Thema Ernährung. Besonders einfach geht das mit simplen Gerichten wie etwa Reisbällchen mit Gemüse. Besonders das Formen der Bällchen macht Spaß und führt schnell zu ersten Erfolgserlebnissen in der Küche. Guck mal Mama, ich bin Koch!

2. Süßes statt Saurem!

Kinder lieben Süßes. Das ist oft ein schwieriges Thema, besonders für Eltern. Niemand möchte immer „Nein“ sagen. Aber die Gefahr der ungesunden Ernährung ist groß. Dabei ist nicht jede süße Speise gleich ein Gesundheitsrisiko. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Dessert aus Milch Reis und Reissirup? Reissirup enthält Glucose und Mehrfachzucker und keinerlei Fructose. Mehrfachzucker wird im Körper nur langsam abgebaut, wir können also länger von diesem Zucker zehren und müssen keine Heißhunger-Attacken befürchten. Reissirup wird kein Zucker zugefügt, durch Beigabe von Enzymen entsteht der Zucker bei der Herstellung von alleine. Der Zucker ist also nicht raffiniert – aber die Rezepte, die ihr gemeinsam kochen könnt, die sind es garantiert. Zum Beispiel diese süßen Pancakes, die nach Tiergesichtern aussehen.

3. Kleine Helfer einspannen!

Kochen für die Familie kann schnell zu einem nervenraubenden Akt werden. Während man selbst am Herd steht, laufen einem die Kinder ungeduldig um die Beine. Ein Auge ruht auf dem Essen, das Zweite weilt bei den Kindern. Entspannt ist anders. Abhilfe schafft unser elektronischer Reiskocher! Die Bedienung ist wortwörtlich kinderleicht. Mit einem Knopfdruck lässt sich der Reiskocher bedienen, ganz ohne gefährlich heiße Herdplatten und ohne die ganze Zeit in der Küche stehen zu müssen. Das spart Nerven und Zeit. Zeit, die man doch eh viel lieber mit den Kindern verbringt. Und wenn die Kinder selbst mal kochen wollen – bitte: Reiskorn in den Behälter füllen, Wasser dazugeben, Deckel schließen, Knopf drücken, fertig.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Kennt ihr noch andere Tricks, den Kleinen den gesunden Reis richtig schmackhaft zu machen? Dann her mit euren Tipps! Und allen Familien, die Nudeln und Pommes schon einigermaßen verbannen konnten, weiterhin: Guten Reishunger!

Paddy
Reisender Genießer

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