Kostenloser
Versand ab 30 €
Schneller
Versand
30 Tage
Rückgaberecht

Trusted Shops
Offline Shoppen
in Bremen
reis

Ein Bericht von Heike Anders.

Unter diesem Motto habe ich vor einigen Tagen einen halben Tag auf einer Reisfarm in der Nähe von Luang Prabang in LAOS verbracht. In einer kleinen Gruppe lernten wir mit Chileen wie in 13 Schritten Reis entsteht.

Na ja eigentlich sind es ja 14, sagte unser stets strahlender, kompetenter, junger Guide, denn der wichtigste Schritt ist Reis zu essen. Und zwar zu jeder Tageszeit und nach Möglichkeit zusammen mit der Familie.

heike

Von der Aussaat des Reiskorns bis zur Ernte wurde uns nicht nur jeder Schritt vor Ort erklärt, sondern selber machen war angesagt. Das machte unendlich viel Spass und zeigte uns auch deutlich, dass dies harte körperliche Arbeit ist und zwar für Mensch und Tier. Ein Wasserbüffel zieht den Pflug durch den nassen schlammigen Boden. Wir durften mit den zwei Ansagen „hoiii“ (Lauf) und „jooh“ (Stopp) unsere ersten Schritte durch den knietiefen, warmen, feuchten Boden machen. Damit war der eigene Part noch lange nicht beendet, Setzlinge setzen, mit einer superscharfen Sichel die Ähren büschelweise schneiden, Reiskörner von den Ähren trennen und, und … bis wir uns dann am Ende an die reich gedeckte „Reistafel“ setzen durften. Es ist unglaublich, was aus Reis alles Leckere zubereitet wird: Süßspeisen, Klebreis bis hin zu Reiswein. Besonders fasziniert hat mich, dass alles beim Reisanbau verwertet wird. Ob es das Wasser nach dem Einweichen von Klebreis zum Eincremen der Körperhaut ist oder die „Schale“ des Reiskorns für die Herstellung von Reiswein genutzt wird …. Und am Ende des Tages bekamen wir auch noch das Zertifikat: „I planted Rice in Luang Prabang.“ Na, das macht sich doch gut im eigenen Lebenslauf:-)

Laos ist ein wunderbares Land. Friedvoll und wunderschön. Die Menschen haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Der Reisanbau bestimmt bei vielen Familien das Leben. Und jeder Laote isst so 1 kg Reis am Tag. Und wir?

Schritt 14: Kochen und Genießen

… 14 Tage waren wir in Luang Prabang, eine bezaubernde kleine Stadt im Norden von Laos eingebettet vom Mekong und dem Fluss Nam Khan. Die „Altstadt“ mit ihren über 40 (!) Klöstern ist Weltkulturerbe.> Wir hatten die Idee, nach unserem ersten Urlaub in 2012 - ein empfehlenswerter Aktiv-Urlaub - in Laos, es dieses mal ganz ruhig angehen zu lassen und wollten in diese Stadt eintauchen.

So buchten wir nach wenigen Tagen in der Stadt einen Kochkurs im Tamnak Lao Restaurant. Morgens um 10 Uhr ging es los. Betreut von (wieder mal) zwei sympathischen Laoten. Leng Lee und Via Yang machten uns das Kochen und Genießen zu einem Vergnügen. Zunächst ging es mit einer weiteren jungen Teilnehmerin aus Singapur zu einem riesigen Tagesmarkt - es gibt auch Morgen- und Nachtmärkte jedoch keinen einzigen Supermarkt.

Auf diesem Markt gibt es einfach alles. Besonders steckten wir unsere Nasen in die Vielfalt von frischen Kräutern, Obst und Gemüse sowie den frischen Fischen und auch Fleisch. Letzteres ist gewöhnungsbedürftig, denn es wird alles von einem Tier angeboten. Wirklich alles. Bis hin zu Blut in Form „roter Götterspeise“, das schon fast wieder ästhetisch wirkte. Es überwältigte uns, welch ein Vielfalt angeboten wird und es bereitete uns eine Vorfreude aufs das spätere Kochen.

Zurück ins laotische Kochstudio. Die beiden Köche weihten uns ins laotische Essparadies ein, in dem sie uns abwechselnd 10 verschiedene Gerichte vorkochten. Bestechend einfach und schnell, optisch ansprechend und auch wirklich lecker.

Zwei Küchenutensilien sind mir besonders in Erinnerung geblieben, ein Wok auf einem Gaskocher und ein ca. 30 cm großer schwerer Mörser mit einem gigantischen Stößel. Damit werden Kräuter und vieles mehr in Windeseile zerkleinert und erzeugen einen besonders intensiven Duft und Geschmack.

Mit kurzen und prägnanten Beschreibungen lernten wir die Zubereitung kennen. Nach dem wir alles probiert hatten, durften wir uns drei Gerichte auswählen und sie selber zubereiten. Das machte uns viel Spaß und die beiden Köche, waren immer zur Stelle. Sei es, um noch einen Tip zu geben oder auch rettend einzugreifen, wenn wir gerade mal ins Stocken gerieten. Stets hatte ich das Gefühl den Kochvorgang voll im Griff zu haben und dennoch sicherte die Unterstützung im Hintergrund das Ergebnis. Mehr dazu noch gleich. Nach gefühlten Stunden am Herd (eigentlich waren es nur ca. 1,5 Stunden) und viel Schweiß auf der Stirn, waren wir zu erschöpft und satt vom Kochen und Probieren, dass wir unsere selbstgekochten leckeren Gerichte mitnehmen durften.

Zurück in unserem wunderschönen Boutique Hotel am Nam Khan kam mir die Idee unserem Hotelmanager unser Werk als Geschenk zu überreichen. Zwei Deutsche kochen einer laotischen Familie ein Abendessen - welch merkwürdige Idee, das hätte ich mich zu Hause nie getraut. Khamsaen war total begeistert von diesem Angebot. Er wollte damit seine Frau abends überraschen - seine Kochkünste waren nach seinen Angaben sehr begrenzt. Am nächsten Morgen stand die Begeisterung noch auf seinem Gesicht geschrieben. Das Essen war in seiner Familie gut angekommen - nur der Klebreis war ein bisschen knapp. Na ja ist kein Problem, den hat jeder Laote so griffbereit, wie wir unser Brot.

Anonym

Kommentare

A

A

Was für ein wundervoller Einblick in das Leben der Laoten. Das macht Lust auf eine Reise in dieses Land