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Anonym

"Heeey, Tobi, kannst du mir mal bitte kurz den Steakteller reichen?" - "Klar, bitte sehr! Gibst du mir die gefüllten Weinblätter? - "Aber sicher, hier hast du sie!"... Wer fühlt sich bei einem solchen Dialog nicht gerade an das letzte Grillevent erinnert? NOT!... Mal im Ernst, wann habt ihr zum letzten Mal gefüllte Weinblätter gegessen, geschweige denn mit Weinblättern gekocht?! Für mich jedenfalls gehören sie zu jener Kategorie von Rezepten, die man gerne isst, aber selber nie machen würde. Doch das sollte sich heute ändern. Gestern nämlich bekamen wir von einem treuen Kunden  auf Facebook die Frage gestellt, welchen Reis wir für die Zubereitung von gefüllten Weinblättern empfehlen würden. Natürlich stand die Antwort sofort fest: unsere Rundkornsorten Paella Reis und Milch Reis. Nun war ich heute mal wieder bei meinem marokkanischen Delikattessenhändler, als ich im Gespräch mit ihm über die orientalische Küche plötzlich große Lust bekam, selber gefüllte Weinblätter zu machen. Und das Ergebnis war umwerfend! Das hier ist für Sie, Herr Keßler!

Der genauen Rezeptangabe schicke ich vorweg, dass ich das Ganze selber zum ersten Mal probiert habe. Man kann da sicherlich viel variieren (scharfes Paprikapulver, mit Hackfleisch, Korinthen usw.) Hier nun meine Rezeptversion für 6 gefüllte Weinblätter:

6 Weinblätter

150g Milch Reis

1 EL Tomatenmark

1 Tomate, gewürfelt

1 Zwiebel, gewürfelt

1 Limette

2 EL Paprikapulver

1 TL Zimt

1 Handvoll Petersilie, gehackt

150ml Olivenöl (leider nicht auf dem Bild!)

Alle Zutaten waren leicht zu beschaffen, mit Ausnahme der Weinblätter: Wenn man Glück hat, bekommt man sie im Rewe-Geschäft oder Combi. Wenn man (wie ich!) Pech hat, muss man entweder in ein größeren Lebensmittelmarkt (famila, real,...-> am besten vorher nachfragen) oder in einen türkischen Laden (hier hat man eigentlich immer Erfolg!).

Zur Zubereitung

Als Erstes habe ich die Zwiebel in kleine Würfel geschnitten und in einer mit einem Schuss Olivenöl erhitzten Pfanne für 5 Minuten auf mittlerer Stufe angebraten. Sodann kam das Tomatenmark hinzu. Unter ständigem Rühren habe ich das Ganze 3 Minuten angeschwitzt. Anschließend kam der vorher gründlich gewaschene Milch Reis rein. Alles zusammen wurde unter weiterhin vielem Rühren angebraten, sodass sich alles gut vermischte. Danach kamen die kleingewürfelten Tomaten gemeinsam mit dem Rest vom Olivenöl und 350ml Wasser hinein. Jetzt die gehackte Petersilie hinzugeben sowie mit Salz, Pfeffer, Zimt und dem Paprikapulver abschmecken. Den Saft einer halben Limette reinpressen, noch einmal kräftig durchrühren und alles nun für 25 Minuten garen lassen. Abschließend noch einmal abschmecken und gegebenfalls nachwürzen. So sollte die Füllung am Ende in etwa aussehen:

Jetzt kommt der spannende Teil: Man nimmt sich ein Weinblatt und legt es mit der Stielseite nach oben komplett ausgefaltet hin. Nun nimmt man einen großen Esslöffel von der Füllung, gibt sie in die Mitte des Weinblattes und formt ein dünnes, längliches Häufchen. Die beste Art, das Weinblatt zu wickeln (übrigens bei Rollos, Wraps und Co. auch), funktioniert so, dass man zunächst die sich zur Länge des Häufchens quer befindlichen Seiten des Weinblattes über die Füllung klappt. Im nächsten Schritt wickelt man das Weinblatt Stück für Stück von unten nach oben ein (immer wieder nachziehen, damit das Weinblatt nicht auseinanderfällt -> wie beim Sushi). Am Anfang ist es ein bisschen schwierig, aber mit der Zeit wird man immer besser. Und dann sieht das Ergebnis auch so aus:

Zum Servieren würde ich den Rest der Limette empfehlen, da diese den Weinblättern noch einmal eine zusätzliche Frische gibt. Man kann die Weinblätter nun einfach so essen und sie schmecken hervorragend, wer dem Ganzen aber noch einen Kick geben möchte, dem würde ich Aioli oder einen frischen Minzjoghurt nahelegen!

Cheers,

Temi

PS: Am besten die gefüllten Weinblätter einen Tag vor Verzehr zubereiten und in den Kühlschrank stellen. Dann schmecken sie viel besser!!!

PSS: Falls etwas von der Reisfüllung übrig bleiben sollte: Freut euch! Gerne einfach so essen oder am nächsten Tag zu 'nem leckeren Fisch oder Gyros als Beilage verwenden.

Anonym

Kommentare

D

Endlich nachgekocht und für gut befunden. Sehr, sehr lecker, fand auch die Frau Gemahlin bei gestrigen Grillen. Besonders die Zimtnote ist eine schöne Alternative zu den griechischen Dolmadakia. Ich hatte noch frische Minze hinzugefügt, aber die Aromen konnten sich gegen die Schärfe (weil ich auch noch mit Chilis gewürzt hatte) nicht richtig behaupten.

T

Wunderbar ;)

I

Klingt sehr lecker. Ich kenne das als arabisches Gericht i.d.R. zusätzlich mit Hackfleisch (nicht so mein Fall) oder mit gerösteten Pinienkernen (sehr lecker). Man kann auch sehr gut Zucchini (die hellen, bauchigen) damit füllen und mit warmer Joghurt- oder Tomatensoße servieren.